
Amsterdam, 09 März 2005
Die EADS (Börsenkürzel: EAD) hat ihr Wachstum im Geschäftsjahr 2004 unvermindert fortgesetzt und damit ihre Position als weltweit führendes Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen weiter gestärkt. Das Unternehmen übertraf seine Finanzziele das fünfte Jahr in Folge. Das EBIT * (vor Firmenwertabschreibungen und außerordentlichen Posten) für das Gesamtjahr 2004 betrug Euro 2,4 Mrd. und stieg gegenüber 2003 um 58 Prozent. Das Konzernergebnis (Net Income) lag mit Euro 1,03 Mrd. um 60 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die EBIT * -Marge der EADS stieg 2004 von 5,1 auf 7,7 Prozent und erreichte einen neuen Höchststand.
Wachstum in allen fünf Geschäftbereichen führte zu einem Umsatzanstieg um fünf Prozent auf Euro 31,8 Mrd. (2003: Euro 30,1 Mrd.). Verantwortlich dafür waren vor allem Airbus, das vom beginnenden Marktaufschwung profitierte, und das EADS-Verteidigungsgeschäft, dessen Umsatz um acht Prozent auf Euro 7,7 Mrd. zulegte (2003: Euro 7,1 Mrd.). Bei konstantem Euro/US-Dollar-Wechselkurs hätte das Umsatzwachstum insgesamt sogar sieben Prozent betragen.
Das starke EBIT * -Wachstum ist die Folge solider Ergebnisverbesserungen bei Airbus und im Raumfahrtbereich. Bei Airbus schnellte das EBIT * auf Euro 1,922 Mrd. oder 9,5 Prozent des Umsatzes hoch. Dieser Anstieg war hauptsächlich den vermehrten Auslieferungen mit einem höheren Anteil an Großraumflugzeugen und Kosteneinsparungen zu verdanken.
Der Geschäftsbereich Raumfahrt kehrte planmäßig in die Gewinnzone zurück. Das EBIT * des Geschäftsbereichs Verteidigungs- und Sicherheitssysteme stieg um 33 Prozent (Euro 57 Mio.). Die Geschäftsbereiche Luftfahrt und Militärische Transportflugzeuge erzielten jeweils ein EBIT * in etwa gleicher Höhe wie 2003.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen im Jahr 2004 bei Euro 2,1 Mrd. Darin spiegeln sich die weiterhin hohen Zukunftsinvestitionen der EADS (2003: Euro 2,2 Mrd., 2002: Euro 2,1 Mrd.) wider. Wie schon 2003 entfiel rund die Hälfte dieser Aufwendungen auf die F&E der A380, des 555-sitzigen Flaggschiffs von Airbus. Der A380 wird für die ersten fünfzehn Produktionsjahre nach ihrer Erstauslieferung 2006 ein Umsatzpotenzial in Höhe von mehr als US$ 175 Mrd. vorausgesagt
Der Auftragseingang der EADS lag mit einem Wert von Euro 44,1 Mrd. im Jahr 2004 weiterhin deutlich über dem Umsatz.
Der EADS-Auftragsbestand stieg um annähernd drei Prozent auf
Euro 184,3 Mrd. (2003: Euro 179,3 Mrd.). Bei konstantem Euro/US-Dollar-Wechselkurs hätte der Anstieg rund sieben Prozent betragen. 2004 konnte ein anhaltendes Wachstum im Auftragsbestand des Verteidigungsgeschäfts auf Euro 49,1 Mrd. verzeichnet werden.
Die Nettoliquidität der EADS stieg deutlich an, um 31 Prozent auf
Euro 4,1 Mrd. (2003: Euro 3,1 Mrd.). Gründe dafür sind die beginnende Erholung am zivilen Luftfahrtmarkt und eine verbesserte Programmfinanzierung im Verteidigungsgeschäft.
Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen war weiterhin mit
Euro 1,8 Mrd. (2003: Euro 2,1 Mrd.) stark positiv. Dieses Ergebnis wurde erreicht trotz hoher F&E-Ausgaben und Investitionen in die A380 sowie anhaltend hoher Investitionen in weitere Wachstumsprogramme wie das militärische Transportflugzeug A400M, den NH90 und weitere Hubschrauber, Paradigm Secure Communications und die Tankflugzeugtechnologie.
Die Kundenfinanzierungen bei Airbus sind ebenfalls ein Anzeichen für die Erholung des zivilen Luftfahrtmarktes. Das Bruttorisiko ist gegenüber 2003 nach zwei Jahren hohen Liquiditätsbedarfs gesunken.
Das Konzernergebnis (Net Income) für 2004 lag mit Euro 1,03 Mrd. um 60 Prozent höher als im Vorjahr (Euro 644 Mio.). Der Wert für 2003 (ausgewiesen mit Euro 152 Mio.) wurde nach Einführung der Bilanzierungsregel IFRS3 zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Planmäßige Firmenwertabschreibungen sind künftig nicht mehr im Konzernergebnis enthalten. Der Gewinn je Aktie stieg auf Euro 1,29
(2003: Euro 0,80).
Das Board of Directors der EADS wird der Ordentlichen Hauptversammlung empfehlen, einer erhöhten Dividende für 2004 von Euro 0,50 je Aktie zuzustimmen.
Die EADS erwartet für 2005 einen Umsatz von rund Euro 33 Mrd., teilweise beeinflusst durch die Annahme eines schwächeren US-Dollars (Euro 1 = US$ 1,30). Die EADS geht davon aus, dass der Umsatz im Verteidigungsgeschäft im laufenden Geschäftsjahr um 10 Prozent ansteigt.
Die EADS rechnet mit einem EBIT * von mehr als Euro 2,6 Mrd.
(plus 6 Prozent). Dieses spiegelt den Anstieg der Ergebnisse in allen Geschäftsbereichen wider. Das Ergebniswachstum wird beeinträchtigt durch weniger günstige Hedging-Konditionen und durch den Einfluss der anhaltenden Dollarschwäche für den nicht gesicherten Anteil des Umsatzes.
Für 2005 rechnet die EADS damit, dass Airbus 350 bis 360 Flugzeuge ausliefert. Airbus wird mehr Flugzeuge der A320-Familie ausliefern. Dementsprechend wird auch ein Anstieg des Airbus-Umsatzes erwartet. 2005 wird der Modell-Mix an Flugzeug-Auslieferungen weniger vorteilhaft sein als im Jahr 2004. Der positive bilanzielle Effekt der Verschmelzung von Airbus GIE auf Airbus SAS wird sich 2005 verringern.
Die EADS erwartet 2005 einen positiven Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen und Zahlungsmittelabflüssen für die Paradigm-Investition. Der Gewinn je Aktie sollte um fünf Prozent auf Euro 1,36 steigen, auf der Grundlage von durchschnittlich 803 Millionen Aktien.
EBIT
* Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Abschreibungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Einmalerträge bzw. -aufwendungen wie z.B. die Abschreibungen von Marktwertanpassungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss der EADS, der Airbus-Integration und der MBDA-Gründung, sowie Verluste aus Wertminderungen.
Kontakt:
| Rainer Ohler | EADS |
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