
Das Board of Directors führt jährlich ein Verfahren zur internen Bewertung der eigenen Leistung sowie alle drei Jahre eine gründlichere Bewertung durch externe Berater durch. Wegen der Umgestaltung des Board im Oktober 2007 fand die Selbstbewertung für dieses Jahr nicht statt, weil ihre Ergebnisse aufgrund der kurzen Amtszeit des neu konstituierten Board of Directors nicht besonders aufschlussreich gewesen wären.
Die Selbstbewertung für das Jahr 2008 wurde vom Corporate Secretary auf der Grundlage von persönlichen Gesprächen mit den einzelnen Directors und dem Corporate Secretary durchgeführt. Eine Diskussion der Ergebnisse wurde für eine spätere Sitzung des Board of Directors geplant. Die Beurteilung beleuchtete die Rolle des Board of Directors, den Zusammenhang zwischen seinen Geschäften und seinen Zielen sowie die Instrumente und Prozesse, die sich auf seine Leistung auswirken.
Die Bewertung kam zu dem Schluss, dass das Board im Allgemeinen mit seiner Fähigkeit zufrieden ist, als Team zu arbeiten und relevante Angelegenheiten im Interesse der Gesellschaft offen anzugehen. Mit anderen Worten: Nach einem Tätigkeitszeitraum von 16 Monaten besteht Spielraum für Verbesserungen, aber kein Bedarf an drastischen Anpassungen.
Die Directors erachten die Häufigkeit und Länge der Sitzungen des Board für angemessen und sind der Ansicht, dass Fragen gründlich erörtert werden. Die Vorbereitungsunterlagen sind von guter Qualität und informativ, sie wurden jedoch als übermäßig detailliert beurteilt, weshalb eine stärkere Konzentration erforderlich ist, um eine bessere Entscheidungsfindung des Board zu ermöglichen. Allerdings ist der Umfang auf die Komplexität des Geschäfts zurückzuführen. Diese Tatsache spiegelt sich im Anteil der abgelieferten Informationen an der geführten Diskussion wider.
Hinsichtlich der Zusammenarbeit des Board ist die Teilnahme angemessen und es herrscht die einhellige Meinung, dass gegensätzliche Standpunkte zum Ausdruck gebracht und Diskussionen offen geführt werden und dass abweichende Meinungen konstruktiv geäußert werden können. Insgesamt ist das Board der Ansicht, dass es sehr internationale, vielfältige und relevante Fähigkeiten vereint, mit einem starken Schwerpunkt auf Finanzkompetenzen, die wertvoll sind, um das Unternehmen durch die globale Finanzkrise zu steuern.
Außerdem sind die Directors der Meinung, dass die Arbeit im Board es ihnen erlaubt, ihren Pflichten nachzukommen und dass die Arbeit des Board von Compliance-Erwägungen geprägt ist. Sie haben jedoch den Eindruck, dass sich das Board zu stark mit operativen Angelegenheiten beschäftigt – aufgrund von dringenden Programmschwierigkeiten – und dass es zu Lasten langfristiger Aspekte zu stark mit kurzfristigen Problemen befasst ist. Deshalb fordert die Mehrheit der Mitglieder des Board, dass das gesamte Board mehr Zeit für langfristige Fragen wie Strategie und Folgeplanung aufwendet.
Die Ausschüsse arbeiten sehr gründlich und professionell, und die Koordination des Audit Committee und des Vergütungs- und Besetzungsausschusses mit dem Rest des Board ist zufriedenstellend. Allerdings sollte die Arbeit der Ausschüsse vermehrt an Tagen erfolgen, die nicht mit den Sitzungen des Board kollidieren.
Schließlich werden die Vorsitzenden des Board und der Ausschüsse als sehr kompetent und engagiert bezeichnet.
Seit der letzten Bewertung im Jahr 2006 stellen die Vielfalt der Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb des Board und die Fokussierung auf die Tagesordnung die greifbarsten Verbesserungen dar. Die Sitzungsteilnahme im Audit Committee und im Vergütungs- und Besetzungsausschuss hat sich verbessert.
Die kontinuierliche Verbesserung sowie die Effektivität der Governance und des Managements des Konzerns werden nach wie vor im Mittelpunkt stehen und ein Schlüsselfaktor für den Erfolg von EADS bleiben.
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