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DATE: 2009-11-09T20:29+0100

Albatros D V

Albatros D V

Albatros D V

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© EADS

Noch während die Produktion der erfolgreichen Albatros D III auf Hochtouren lief, machte man sich an die Entwicklung eines Nachfolgemusters. Die Arbeiten an der D V genannten Maschine begannen wohl Anfang 1917. Der Prototyp dürfte im Februar oder März des Jahres fertig gewesen sein, und schon im April wurden die ersten 200 Zellen in Auftrag gegeben.

Im großen und ganzen war die Albatros D V nichts anderes als eine D III mit einem Rumpf, dessen Querschnitt nun durchgehend elliptisch war. Diesen hatte man von der zuvor entwickelten, jedoch allem Anschein nach nur in einem Exemplar gebauten Albatros D IV übernommen. Zudem waren Sporn und Ruder geringfügig abgeändert und die Form der unteren Tragfläche im Übergangsbereich zum Rumpf neu gestaltet worden. Die obere Tragfläche hatte man zur Sichtverbesserung des Piloten um zehn cm nach unten versetzt. Insgesamt war die Maschine schwerer als ihr Vorgängermuster. Gegenüber der D III bot sie daher auch keine wesentlichen Vorteile, außer einer um 5 km/h höheren Maximalgeschwindigkeit. Das Problem der Tragflächenbrüche, verursacht durch Flattererscheinungen bei steilen Gleitflügen, mit dem die D III ständig zu kämpfen hatte, trat auch bei der D V wieder auf. So wurden als Behelfslösung bei zahlreichen Maschinen direkt im Feld zusätzliche Spannkabel an den Tragflächenenden eingebaut, um die Bruchgefahr zu mindern.

Albatros D V  

Albatros D V  

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Davon unabhängig stellte das Albatros-Stammwerk in Berlin-Johannisthal seine Produktion schnell komplett auf die D V um, von der im Mai 1917 weitere 400 und im Juli nochmals 300 Maschinen bestellt wurden. Im Sommer 1917 tauchte das Flugzeug in steigender Zahl an der Westfront auf und begann, zunächst nur bei den erfolgreichsten Einheiten, die D III zügig zu ersetzen. Die Piloten allerdings waren von ihr eher enttäuscht, hatten sie doch auf eine spürbare Leistungssteigerung gehofft. Insgesamt kann man davon ausgehen, dass rund 900 Maschinen dieses Typs gebaut worden sind, obwohl zwischenzeitlich die Produktion zu Gunsten der bewährten D III wieder eingestellt werden sollte!

Ab November 1917 begann im Stammwerk Johannisthal die Massenproduktion der verbesserten Albatross D Va. Sie unterschied sich hauptsächlich nur durch einen partiell verstärkten und rund 40 kg schwereren Rumpf von ihrem Vorgänger. Die später bei den Ostdeutschen Albatroswerken gebauten Maschinen waren sogar noch schwerer. Eine (gewichtsbedingte) Verschlechterung der Flugleistungen gegenüber der D V vor allem in größeren Flughöhen konnte dank einer erfolgreichen Entwicklung und Massenproduktion des überkomprimierten Daimler D IIIa Motors vermieden werden.

Albatros D V  

Albatros D V  

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Ende April 1918 waren fast 50 Prozent der im Einsatz befindlichen deutschen Jagdflugzeuge Albatros D Va. Von dieser Version dürften rund 1600 Maschinen die Werkshallen verlassen haben. Daran war vor allem der Kriegseintritt der USA schuld, der zu einer massiven Aufstockung der deutschen Fliegerkräfte zwang. Ab Mitte 1918 jedoch wurde die Albatros D Va bei den Frontverbänden zügig von der deutlich besseren Fokker D VII abgelöst, blieb aber dennoch bei vielen Einheiten bis Kriegsende im Einsatz.

Technische Daten

Albatros D V (1917)

Typ: Einsitziges Jagdflugzeug
Triebwerk: Ein flüssigkeitsgekühlter Daimler D III mit 120 kW Leistung

Leistung:

Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
Reichweite: 350 km
Dienstgipfelhöhe: 5000 m

Masse

Masse: 915 kg

Abmessungen

Lange: 7,36 m
Höhe: 2,75 m
Spannweite: 9,00 m
Tragflügelfläche: 20,86 m²

Besatzung

Besatzung: 1 Person

Albatros D Va (1917)

Typ: Einsitziges Jagdflugzeug
Triebwerk: Ein flüssigkeitsgekühlter Daimler D IIIa mit 132 kW Leistung

Leistung:

Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
Reichweite: 350 km
Dienstgipfelhöhe: 5000 m

Masse

Masse: 937 kg

Abmessungen

Lange: 7,33 m
Höhe: 2,70 m
Spannweite: 9,00 m
Tragflügelfläche: 20,50 m²

Besatzung

Besatzung: 1 Person