Stand: 27  November  2008 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Hubschrauber im Krankenhaus-Einsatz

Um die Bedürfnisse des französischen Gesundheitswesens zu erfüllen, hat sich Eurocopter in Frankreich mit dem Krankenhaus der Stadt Dreux, dem Ambulanzhubschrauber-Verband AFHSH und der Zivilluftfahrtbehörde DGAC zusammengetan. Gemeinsam haben sie Instrumentenflugtests angesetzt, um künftig auch unter schwierigen Wetterbedingungen Patientenverlegungen per Hubschrauber zu ermöglichen.

Dreux, 27  November  2008

Die Reform des französischen Gesundheitssystems wird zu einer stärkeren Spezialisierung der Kliniken führen. Dadurch wird auch der Bedarf an Rettungs- und Patientenflugdiensten steigen, was die Entwicklung eines noch leistungsfähigeren Rettungsnetzes voraussetzt. Andernfalls wäre der gleichberechtigte Zugang aller Bürger zur medizinischen Versorgung nicht mehr gewährleistet.

Bislang wurden Rettungshubschrauber ausschließlich bei Sichtflugbedingungen eingesetzt. Dies brachte jedoch in Notfallsituationen, in denen jede Sekunde zählt – etwa, wenn ein Patient mitten in der Nacht in eine Spezialklinik verlegt werden muss – mitunter gravierende Einschränkungen mit sich. Die Patientenverlegung per Hubschrauber ist im Schnitt dreimal schneller als per Krankenwagen.

Diese Erprobung von Hubschrauber-Ambulanzflügen mit Instrumentenflug (IFR) ist eine Europa-Premiere und hoch innovativ. Im Rahmen der Tests soll ein Hubschrauber vom Typ Eurocopter EC145 vom Abheben bis zum Landeanflug einen kompletten GPS-geführten Flug ausführen und damit den Nachweis erbringen, selbst unter widrigen Wetterbedingungen einer vorher festgelegten Flugroute sicher folgen zu können.

Seit 2007 arbeiten Frankreichs Ambulanzhubschrauber-Verband AFHSH, die Zivilluftfahrtbehörde DGAC und Eurocopter gemeinsam an der konkreten Definition der behördlichen, technischen und betrieblichen Voraussetzungen für diese IFR-Rettungsflüge. Ziel der Erprobungskampagne ist es, künftig Patiententransporte zu erleichtern, die Transportzuverlässigkeit zu steigern und die Passagiersicherheit noch weiter zu verbessern. Die Tests werden in der Woche vom 24. bis zum 28. November in der Region Eure-et-Loir auf Verbindungsflügen zwischen den Krankenhäusern Nogent-le-Rotrou und Dreux durchgeführt. Wenn alles nach Plan läuft, könnte bereits Ende 2009 eine reguläre Transport-Verbindung starten.

Im Anschluss an die Erprobungsphase werden Flüge unter echten Einsatzbedingungen durchgeführt. Auf der Grundlage der Erfahrungen aus den Erprobungsflügen zwischen Dreux und Nogent-le-Rotrou sollen demnächst weitere Patiententransport-Verbindungen zwischen anderen französischen Krankenhäusern eingerichtet werden.

Eurocopter hat die EC145 für die Erprobungskampagne ausgewählt, weil sie für Weiterentwicklungen im Bereich der ärztlichen Luftrettung (EMS) am besten gerüstet ist. Ihre geräumige Kabine ermöglicht die Aufnahme einer Trage durch die Hecktür und bietet dem medizinischen Personal ausreichend Platz und eine geeignete Umgebung für die Versorgung des Patienten. Die EC145, einer der beliebtesten Hubschrauber in diesem Marktsegment, ist auch bei Frankreichs Zivilschutz und Gendarmerie im Einsatz.

Dr Nicolas Letellier President of AFHSH
SAMU d’Eure et Loir
Tel.: +33 (0)2 37 38 83 62
mailto: nletellier@ch-dreux.fr
Cécile  Vion-LanctuitHead of Press
Eurocopter
Tel.: 01 49 34 45 04
mailto: cecile.vion-lanctuit@eurocopter.com
Eric HeraudPress Officer
DGAC
Tel.: +33 (0)158 09 43 90
mailto: eric.heraud@aviation-civile.gouv.fr