Stand: 12  September  2007 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Infoterra und geomer machen Hochwasserinformationen online verfügbar

  • Schadenspotenziale und Gefahrenhinweise abgeleitet aus Satellitenbildern und historischen Karten
  • Wichtige grenzüberschreitende Flussgebiete bereits vollständig erfasst
  • Wirksameres Hochwassermanagement angestrebt

Friedrichshafen / Heidelberg, 12  September  2007

Anwendungsbeispiel aus dem FloodServerHochwasserausdehnung an Aller und Weser im April 1994Das System erlaubt die Auswahl verschiedener Informationsebenen wie beispielsweise Landnutzung oder Straßennetzwerk, sowie eine gezielte Suche nach Ortsnamen.

Anwendungsbeispiel aus dem FloodServer

Hochwasserausdehnung an Aller und Weser im April 1994
Das System erlaubt die Auswahl verschiedener Informationsebenen wie beispielsweise Landnutzung oder Straßennetzwerk, sowie eine gezielte Suche nach Ortsnamen.

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© EADS

Kartierung von Überschwemmungsereignissen:Hochwasserausdehnung an Aller und Weser im April 1994Die Information über das Ausmaß der Flut, kombiniert mit aktuellen Landnutzungsdaten, unterstützt das Risikomanagement sowohl im konkreten Fall als auch für die Zukunft.

Kartierung von Überschwemmungsereignissen:

Hochwasserausdehnung an Aller und Weser im April 1994
Die Information über das Ausmaß der Flut, kombiniert mit aktuellen Landnutzungsdaten, unterstützt das Risikomanagement sowohl im konkreten Fall als auch für die Zukunft.

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© EADS

Unter www.floodrisk.eu präsentieren jetzt die Geoinformationsdienstleister Infoterra GmbH und geomer GmbH den „FloodServer“: eine neuartige Plattform, die langfristig ausführliche Hochwasserinformationen für Gesamteuropa unkompliziert, schnell, zuverlässig und für jedermann zugänglich bereithalten soll. Ausführliche Karten und Informationen zu vergangenen und möglichen zukünftigen Hochwasserereignissen an Rhein, Elbe und Unterweser stehen dem interessierten Anwender online zur Verfügung:

„Mit möglichst detaillierten Informationen zu Ausmaß und Auswirkung früherer Hochwasserereignisse unterstützen wir die verantwortlichen Behörden und Einsatzkräfte,“ erläutert Marek Tinz, verantwortlicher Projektleiter bei der Infoterra GmbH., „Obwohl der FloodServer ein drohendes Hochwasser nicht verhindern wird, trägt er doch entscheidend dazu bei, die Auswirkungen zukünftiger Hochwasserereignisse zu minimieren“

Dafür ziehen die Geoinformationsexperten nicht nur satellitengestützte Kartierungen der Hochwasserereignisse aus der jüngeren Vergangenheit heran. So sind zum Beispiel für den Rhein die historischen Karten des Hochwassers im Winter 1881/82 verfügbar. „Je mehr Informationen wir sammeln können, desto genauer lassen sich mögliche Überschwemmungsgebiete definieren“, so Tinz weiter.

In Kombination mit hochaktuellen Landnutzungskartierungen werden potenzielle Schadens- und Gefährdungsgebiete identifiziert. Die verantwortlichen Behörden können auf Grundlage dieser Karten gezielte und wirksame Schutzmaßnahmen ergreifen.

Historische und potenzielle Überschwemmungsgebiete, Informationen über Schadenspotenziale sowie die aktuelle Landnutzung – alles kann auf www.floodrisk.eu über einen Info-Button unkompliziert abgefragt werden. Das Informationssystem erlaubt zudem das schnelle Ansteuern bestimmter Orte mittels einer bequemen Suchfunktion sowie das Ausdrucken der Karten in höchster Qualität.

Vom lokalen Einsatzleiter über Wasserwirtschaftsämter, Katastrophenschützer und Rettungskräfte, bis hin zu europäischen Behörden, die mit dem internationalen Hochwassermanagement betraut sind: eine Vielzahl von Anwendern wird in den nächsten Jahren vom FloodServer profitieren.

„Wir haben die Plattform in enger Zusammenarbeit mit den zukünftigen Nutzern entwickelt,“ berichtet Dr. André Assmann, zuständiges Mitglied der Geschäftsleitung bei geomer, „so können wir heute sicher sein, dass der FloodServer tatsächlich erheblich dazu beitragen wird, Hochwasserereignisse besser zu antizipieren, systematische Schutzmaßnahmen einzuleiten, effiziente Vorbereitungen zu treffen, im Krisenfall gezielt zu reagieren und nicht zuletzt im Nachgang eine optimale Instandsetzung zu gewährleisten.“

Zu den heute im FloodServer vorhandenen Informationsebenen haben neben den beiden Geoinformationsdienstleistern auch Nutzerorganisationen wie die Internationale Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) sowie das transnationale INTERREG III B Projekt ELLA (ELbe und LAbe), das sich mit der Risikovorbeugung im Elbe-Einzugsgebiet beschäftigt, beigetragen.

Der neuartige Ansatz, hochmoderne Geoinformationsdienste in gezielter Kooperation mit Nutzerorganisationen zu entwickeln, ist ein zentraler Bestandteil des europäischen GMES-Programmes. In diesem arbeiten die Europäische Kommission (EC) und die Europäische Weltraumorganisation (ESA) gemeinsam daran, ein langfristiges operationelles europäisches Erdbeobachtungsprogramm zu etablieren. GMES soll Behörden und Verwaltungen in Europa mit umwelt- und sicherheitsrelevanten Informationen versorgen. Der FloodServer wurde im Rahmen der GMES-Projekte RISK-EOS und PREVIEW entwickelt, die sich beide mit der Entwicklung und Validierung von GMES-Anwendungen im Bereich Risikomanagement beschäftigen.

Die Nutzung des FloodServers, der von der Infoterra GmbH und der geomer GmbH gemeinsam betrieben wird, ist kostenlos. Organisationen oder Behörden, die Hochwasser-Gefahrenkarten und vorhandene Zusatzinformationen für ihren eigenen Zuständigkeitsbereich allgemein zugänglich machen wollen, können ebenfalls auf die bestehende Plattform des FloodServers zurückgreifen. Geringe Kosten würden für eine eventuelle individuelle Aufbereitung und die Integration der Daten entstehen.

Über Infoterra:

Die Infoterra GmbH wurde im Jahr 2001 zum Zweck der kommerziellen Vermarktung der TerraSAR-X Daten gegründet. Die Firma ist verantwortlich für die kommerzielle Vermarktung sowohl der TerraSAR-X Daten als auch der daraus entwickelten Geoinformationsprodukte und –dienstleistungen.

Im Rahmen der europäischen GMES-Initiative der Europäischen Weltraumorganisation und der Europäischen Kommission hat die Infoterra GmbH eine führende Position inne und leitet internationale Projektkonsortien.

Die Infoterra GmbH hat 45 Mitarbeiter in Friedrichshafen und ist Teil der Infoterra-Gruppe mit insgesamt 300 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 50 Mio Euro, zu der auch Firmen in Großbritannien und Frankreich gehören.

Über geomer:

Die geomer GmbH gehört zu den führenden Unternehmen im Bereich Geoinformatik in Deutschland. Sie wurde 1999 von Mitarbeitern der Universität Heidelberg als unabhängiges Unternehmen gegründet und unterstützt ihre Kunden mit inzwischen 14 Mitarbeitern durch umfassendes Knowhow und maßgeschneiderten Service.

Die Service-Angebote umfassen die gesamte Palette von GIS-Dienstleistungen, Softwareentwicklung, Server- und Webdiensten wie auch maßgeschneiderte Schulungsangebote. Die geomer GmbH ist ESRI-Vertriebspartner, gleichfalls werden aber auch Open Source Anwendungen unterstützt. Das Angebot wird durch verschiedene Datenprodukte (wie z. B. von NAVTEQ) abgerundet.
Ergänzend bietet die geomer GmbH Consulting-Dienstleistungen zu den Themenbereichen Risikomanagement, Hochwasser, Bodenkunde, Reliefanalyse sowie Geomarketing.

Kontakt:

Mareike DöpkeInfoterra
Tel.: +49 7545 8 3924  
www.infoterra.de
mailto: mareike.doepke@infoterra-global.com
Dr. Stefan Jägergeomer
Tel.: +49 89458 40  
www.geomer.de
mailto: sj@geomer.de