Das iNavSat-Konsortium zählt mittlerweile mehr als 40 internationale Unternehmen, die sich gemeinsam um die Konzession für das weltumspannende europäische Satellitennavigationssystem Galileo bewerben. Die Partnerfirmen sind in der Lage, den Nutzern in aller Welt ein breites Spektrum an Ausrüstungen und Dienstleistungen zu bieten, gepaart mit hervorragenden wirtschaftlichen Perspektiven. Die iNavSat-Partner, aus 15 europäischen Ländern und aus allen Teilen der Welt, verfügen über umfassende Expertise in den Bereichen Infrastruktur, Technologie, Betrieb und Dienste sowie bei Marktanwendungen der Satellitennavigation. Ihre Tätigkeitsfelder umfassen standortbezogene Dienste (Location Based Services) ebenso wie die Bereiche Automobil, Schifffahrt, Luftverkehr, Logistik, Informationstechnologien, Kartografie, Sicherheit und hoheitliche Anwendungen.
Dem iNavSat-Konsortium haben sich bisher folgende Unternehmen angeschlossen: Arcadis (Niederlande), Autostrade (Italien), Boeing (USA), CASC (China), Deimos (Spanien), Deutsche Bahn (Deutschland), DFS (Deutschland), DLR (Deutschland), Elecnor (Spanien), Ericsson (Schweden), Ertico (Belgien), IfEN (Deutschland), Tifsa (Spanien), Infineon Technologies (Deutschland), Insa (Spain), Kongsberg (Norwegen), Lockheed Martin (USA), mmO2 (UK), NATSNav (UK), Navteq (Niederlande), OHB (Deutschland/Italien), PTV (Deutschland), Roskosmos (Russland), SAPOS (Deutschland), Sener (Spanien), SES Global (Luxemburg), SciSys (UK), Siemens (Deutschland), SiRF (USA), Skysoft (Portugal), Telesat (Kanada), Terma (Dänemark), TriaGnoSys (Deutschland), T-Systems (Deutschland), VEGA (UK), Vitrociset (Italien.).
Der Galileo Business Case und seine finanzielle Durchführbarkeit ist von iNavSat genauestens geprüft worden. Das Projekt wird von acht europäischen Banken unterstützt, von denen einige eine Kapitalbeteiligung planen. “Wir haben die Faktoren, die über den Erfolg von Galileo entscheiden werden, genau unter die Lupe genommen - die Dienstleistungen und die Finanzierung. Wir sind zuversichtlich, dass das europäische Satellitennavigationsprogramm ein attraktives Investment darstellt", so Michael Dinham, Managing Director Project Finance, bei der niederländischen Bankengruppe ING. “Die ING-Gruppe wird Galileo langfristig fördern. Wir wollen signifikante finanzielle Unterstützung leisten, sowohl in Form von Kapitaleinlagen als auch in Form nachrangiger Fremdmittel. Wir haben großes Vertrauen, dass es iNavSat gelingt, dieses komplexe Projekt umzusetzen. Bisher heute haben wir im Satellitenbereich Transaktionen in Höhe von 14 Milliarden Euro vorgenommen. Wir freuen uns darauf, dieses Engagement mit Galileo zu erweitern", so Dinham weiter.
"Wir wollen von den bereits existierenden Satellitennavigationssystemen lernen, um die technischen Herausforderungen besser zu bewältigen und den Hauptgeldgebern mehr Sicherheit für die Aufbauphase und deren termingerechte Durchführung zu geben", so Martin Ripple, Direktor für das Galileo-Programm bei EADS SPACE. "Die Partnerschaften zwischen iNavSat, Russland und den Vereinigten Staaten gewährleisten für die Anwender maximale Kompatibilität in den kommenden Jahrzehnten." In Verbindung mit so genannten Overlay-Systemen wie dem europäischen EGNOS, so Ripple, werde sich die Leistung der Satellitennavigation in Zukunft erheblich verbessern - sowohl in Bezug auf Genauigkeit, als auch im Hinblick auf Verfügbarkeit und Redundanz. Damit öffne sich das Tor zu einer neuen Welt von Navigationsanwendungen. Den Weg zu einer langfristigen Kooperation mit den USA hatte bereits das europäisch-amerikanische Abkommen zur Satellitennavigation im Juni 2004 geebnet.
Darüber hinaus hat die Europäische Kommission internationale Vereinbarungen mit China und Israel unterzeichnet und verhandelt derzeit mit weiteren Staaten wie der Russischen Föderation, Indien und der Ukraine. Viel versprechende Kontakte bestehen außerdem zu Marokko, Südkorea, Australien, Mexiko und Brasilien. Mithilfe der globalen Präsenz seiner Partnerfirmen ist iNavSat in der Lage, Galileo weltweit vermarkten.
Das Konzessionsangebot, das iNavSat heute abgegeben hat, wird jetzt vom Galileo Joint Undertaking (GJU) geprüft. Das GJU wird im Februar einen bevorzugten Bieter auswählen und sofort mit diesem in Vertragsverhandlungen eintreten, um schon bald den letzten Meilenstein für Galileo zu setzen - auf dem Weg von der Vision zur Wirklichkeit.
Das iNavSat-Konsortium wurde gegründet von EADS SPACE, Inmarsat Ventures und der Thales-Gruppe. Diese Unternehmen sind europäische Marktführer auf den Gebieten Luft- und Raumfahrt, mobile Satellitenkommunikation sowie navigationsbasierte Produkte- und Dienstleistungen. Gemeinsam bringen diese Firmen ein unerreichtes Spektrum an Fähigkeiten und Erfahrungen in das Galileo-Programm ein. Beispiele dafür sind das erste europäische Satelliten-Konzessionsprojekt Skynet 5/Paradigm und EGNOS. Thales hat an der Entwicklung von EGNOS federführend mitgewirkt, und die Satelliten von Inmarsat senden die EGNOS-Signale. Die Gründungsmitglieder von iNavSat haben inzwischen durch drei weitere Kernpartner Verstärkung bekommen: OHB Technology, SES Global und Vitrociset.
Das iNavSat-Konsortium hat heute sein Angebot für die Galileo-Konzession an das Galileo Joint Undertaking (GJU) abgegeben. Am Ende der Angebotsprüfung steht die lang erwartete Auswahl eines bevorzugten Bieters im Februar durch das GJU. Dieser Auswahl schließen sich unmittelbar Vertragsverhandlungen an. Nach dem Beschluss der EU-Verkehrsministerkonferenz vom 10. Dezember 2004, die Aufbau- und Betriebsphase von Galileo zu beginnen, stellt die Auswahl des bevorzugten Bieters den letzten Meilenstein auf dem Weg zu Galileo dar.
EADS SPACE Services befasst sich mit der Entwicklung und dem Angebot satellitenbasierter Dienstleistungen in den Bereichen Telekommunikation und Navigation. EADS SPACE Services ist eine Tochtergesellschaft von EADS SPACE, einem der weltweit führenden Anbieter von zivilen und verteidigungstechnischen Raumfahrtsystemen. Im Jahr 2003 erreichte EADS SPACE einen Umsatz von über 2,4 Milliarden EURO und beschäftigte rund 12.000 Mitarbeiter in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien. Der EADS-Konzern ist ein global führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2003 lag der Umsatz bei 30,1 Milliarden EURO, die Zahl der Mitarbeiter bei mehr als 100.000.
Inmarsat Ventures Ltd ist ein führender Anbieter weltweiter mobiler Satellitenkommunikationsdienste. Das Angebot umfasst Sprachübertragungen ebenso wie Fax, Internet- und Intranetzugang und andere Datendienste. Zu den Kunden gehören multinationale Unternehmen, Regierungsorganisationen, die Medien, internationale Hilfsorganisationen und kommerzielle Nutzer in den Sektoren Verkehr, See- und Luftfahrt.
Thales ist ein internationaler Elektronik- und Systemanbieter in den Bereichen Verteidigung, Luftfahrt und Sicherheit. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 61.500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2003 einen Umsatz von 10,6 Milliarden Euro. Thales ist ein Vorreiter auf dem Gebiet der Satellitennavigation und ist das einzige europäische Unternehmen, das die volle Bandbreite von Fähigkeiten im Bereich Satellitennavigation anbietet.