General John P. Jumper, der Oberbefehlshaber der US Air Force, hat in dieser Woche neuerlich den Eurofighter gelobt: „Der Eurofighter ist sehr beeindruckend.“ Er hebt insbesondere die Leistung des Flugzeugs im Luftkampf hervor. Der moderne europäische Jet sei auch bei hohen g-Belastungen leicht zu fliegen, so der amerikanische General: “Dafür wurde er entwickelt. Die Version, die ich geflogen bin, mit ihrer Avionik, den farbigen Anzeigesystemen,-- alles Top. Die Beweglichkeit des Flugzeugs im engen Luftkampf war absolut sehr beeindruckend.” Dies teilte die EADS als Partner im viernationalen europäischen Kampflugzeugprogramm am Donnerstag mit.
Der Chef der amerikanischen Luftstreitkräfte vergleicht den Eurofighter mit dem modernsten amerikanischen Kampfflugzeug, der F-22 Raptor. In einem Pressetext der US Air Force stellt er fest, dass der Eurofighter sowohl agil als auch technisch sehr fortschrittlich sei. Zwar unterscheiden sich beide Flugzeuge von ihrer Auslegung und operationellen Verwendung in einigen Punkten voneinander, aber Eurofighter und F-22 sind aus seiner Sicht “High-tech-Flugzeuge”. Beide passen grundsätzlich zusammen und ergänzen sich sinnvoll, so der General.
General Jumper ist der einzige Pilot der Welt, der beide Flugzeugtypen selbst geflogen hat. Seine Erfahrungen sowohl bei Eurofighter als auch F-22 hätten gezeigt, dass die beim Eurofighter eingesetzte Technologie der der F-22 gleichwertig ist. Amerika müsse sich aber anstrengen, den hohen Technologiestandard zu halten. Er wolle nicht jammern, aber die europäische Technologie “ist durchaus vergleichbar mit der Technologie, die wir haben.”
Der Eurofighter ist das Kampfflugzeug der nächsten Generation mit dem höchsten Auftragsbestand: 638 Maschinen sind unter Vertrag. Erst am 21. März hatten die Verteidigungsminister der vier Partnernationen Deutschland, England, Italien und Spanien bei ihrem Treffen in Madrid ihr Vertrauen und das Festhalten am Gesamtprogramm bekräftigt.
Großes Interesse kommt mittlerweile aus der Türkei. Eine türkische Delegation wurde vor wenigen Wochen durch die italienische Luftwaffe ausführlich über den Eurofighter informiert. Zwei türkische Militärpiloten flogen die Maschine und waren ebenso beeindruckt, wie alle andere ausländischen Flugzeugführer, die bisher den Eurofighter fliegen konnten.
In Singapur steht der Eurofighter in der Endauswahl, Griechenland hatte bereits vor einigen Jahren eine Vorentscheidung für den Eurofighter getroffen.
Die Military Aircraft Business Unit verkörpert die Kompetenz der EADS auf dem Gebiet von Hochleistungs-Kampfflugzeugen, unbemannten Kampfflugzeugen (UCAVs), bemannten Missionsflugzeugen, Trainingsflugzeugen nebst deren Bodenausrüstung und ist ein integrierter Geschäftsbereich der EADS Defence and Security Systems Division (DS).
Mit einem Umsatz von rund € 5,4 Milliarden in 2004 und etwa 24.000 Mitarbeitern in zehn Ländern bündelt die EADS Defence and Security Systems Division die wesentlichen Verteidigungsaktivitäten der EADS. Die Division bietet integrierte Systemlösungen für die neuen Herausforderungen der Streitkräfte und Sicherheitskräfte an. Sie ist in den Bereichen Militärflugzeuge, Lenkflugkörper, Aufklärung und Überwachung (ISR) mit bemannten und unbemannten Flugzeugen (UAVs), Gefechtsführungssysteme, Verteidigungselektronik, Sensorik und Avionik sowie den dazugehörigen Dienstleistungen tätig.
Die EADS ist ein weltweit führender Anbieter in der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen. Im Jahr 2004 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von € 31,8 Milliarden.