Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS-geführtes Konsortium baut Küstenüberwachungssystem in Portugal

  • Projekt von strategischer Bedeutung für die Europäische Union

Amsterdam, 03  Februar  2005

Das portugiesische Instituto Portuário e dos Transportes Marítimos (IPTM) hat im Dezember 2004 einem von der EADS geführten portugiesisch-deutschen Konsortium den Auftrag erteilt, ein Vessel Traffic System (VTS) entlang der portugiesischen Küste aufzubauen. Es handelt sich dabei um ein System von strategischer Bedeutung für die EU, das die europäischen Außengrenzen schützen soll, zugleich aber auch die maritime Sicherheit und den Umweltschutz verbessern wird. Der Auftragswert beläuft sich auf € 80 Millionen. Die Auftragsvergabe erfolgte im Beisein des portugiesischen Premierministers Pedro Santana Lopes und des Ministers für Verteidigung und maritime Angelegenheit Paulo Portas.

Das System umfasst Kontrollzentren, Datenkommunikationsnetzwerke, Radarstationen und die Energieversorgung und setzt sich aus insgesamt 31 verschiedenen Baumaßnahmen zusammen. Acht ferngesteuerte Radarstationen und Basisstationen zur automatischen Identifizierung von Schiffen (Automatic Identification System, AIS) werden neben anderen Sensoren und Systemkomponenten mit einem Hauptkontrollzentrum in Lissabon und einem Nebenkontrollzentrum in Portimão verbunden sein. Des Weiteren sind acht ferngesteuerte Hafen-Radare einschließlich eines Hafenkontrollzentrums im Lieferumfang inbegriffen. Die EADS stellt mit diesem Projekt erneut ihre Fähigkeiten als Systemintegrator neuester Technologien in dem Geschäftsbereich Homeland Security unter Beweis.

Die Verwendung von europäischer Technologie und privatwirtschaftliches Engagement portugiesischer Unternehmen sind bei diesem Küstenprojekt grundlegende Aspekte. Die europäische Behörde für maritime Sicherheit, die seit diesem Jahr in Lissabon ansässig ist, begrüßt den Aufbau des VTS-Systems in europäischer Zuständigkeit. So werden ausschließlich europäische Qualitäts-Hardware- und Software-Lösungen aus Portugal, Schweden, Finnland, Dänemark und Deutschland eingesetzt. Zudem gibt es ein starkes Engagement portugiesischer Firmen bei diesem Projekt durch die Konsortiumsmitgliedschaft von drei führenden Unternehmen Portugals, Siemens Portugal, CASE (EDP-Gruppe) und Teixeira Duarte. Die portugiesische Wirtschaft erweitert durch dieses Projekt ihre fachliche Kompetenz, um im Bereich maritime Küstenüberwachung eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

Die Defence and Communications Systems (DCS) Business Unit, das Systemhaus von EADS für die Bereiche Network Centric Operation und Homeland Security, ist ein integrierter Geschäftsbereich der EADS Defence and Security Systems Division (DS). Mit einem Umsatz von über € 5,2 Milliarden in 2003 und etwa 24.000 Mitarbeitern in neun Ländern bündelt DS die wesentlichen Verteidigungsaktivitäten der EADS. Die Division bietet integrierte Systemlösungen für die neuen Herausforderungen der Streitkräfte und Sicherheitskräfte an. Sie ist in den Bereichen Militärflugzeuge, Lenkflugkörper, Aufklärung und Überwachung (ISR) mit bemannten und unbemannten Flugzeugen (UAVs), Gefechtsführungssysteme, Verteidigungselektronik, Sensorik und Avionik sowie den dazugehörigen Dienstleistungen tätig.

Pressekontakte:

Susanne ErhardtEADS DCS
Tel.: +49 (0)731 392-1757
mailto: susanne.erhardt@eads.com
Michael MeissnerEADS DCS
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