Konzernergebnis: Euro 328 Mio., Q1 2004: Euro 49 Mio.
Amsterdam, 09 Mai 2005
Die EADS (Börsenkürzel: EAD) hat im ersten Quartal 2005 ihre starken Finanzergebnisse weiter verbessert. Von Januar bis März 2005 erwirtschaftete das Unternehmen ein EBIT * (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) von Euro 657 Mio. und konnte den Vergleichswert von 2004 (Euro 198 Mio.) somit mehr als verdreifachen.
Der Konzernumsatz stieg um 16 Prozent auf Euro 7 Mrd. (Q1 2004: Euro 6 Mrd.), aufgrund einer starken Entwicklung in allen Geschäftsbereichen. Der Umsatz im Verteidigungsgeschäft nahm ebenfalls um 16 Prozent zu.
EBIT*-Wachstum in allen Geschäftsbereichen
Das EBIT * stieg in allen Geschäftsbereichen, vor allem bei Airbus infolge vermehrter Flugzeugauslieferungen. Diese stiegen von 67 im ersten Quartal 2004 auf 87 im gleichen Zeitraum 2005. Das EBIT * von Airbus profitierte auch von vorteilhaften Hedging-Konditionen, die denen des ersten Quartals 2004 entsprechen.
Wie üblich werden für die im öffentlichen Raumfahrt- und Verteidigungsgeschäft tätigen Einheiten der Geschäftsbereiche Luftfahrt, Verteidigungs- und Sicherheitssysteme sowie Militärische Transportflugzeuge zum Jahresende hin erheblich höhere Umsätze und Ergebnisse erwartet. Das EBIT * von Airbus wird dagegen in den folgenden Quartalen von weniger vorteilhaften Hedging-Konditionen betroffen sein.
Die Wende zum Positiven wird durch die Quartalszahlen des Geschäftsbereichs Raumfahrt bestätigt. Die Rentabilität von EADS SPACE wird 2005 voraussichtlich deutlich höher ausfallen als im Vorjahr.
Nettoliquidität erhöht – F&E-Investitionen weiterhin auf hohem Niveau
Liquide Mittel flossen überwiegend durch höhere operative Ergebnisse zu. Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen schnellte auf Euro 704 Mio. (Q1 2004: Euro 419 Mio.). Dies resultiert nicht allein aus vermehrten Flugzeugauslieferungen, sondern auch aus dem umsichtigen Liquiditätsmanagement der EADS. Die Nettoliquidität stieg von Euro 4,1 Mrd. Ende 2004 auf Euro 4,3 Mrd. zum 31. März 2005.
Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung (F&E) sind von Euro 535 Mio. im ersten Quartal 2004 auf Euro 422 Mio. im Vergleichszeitraum 2005 gesunken. Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf den Produktionsanlauf der A380-Passagierversion und die gesteigerte F&E-Aktivierung für die A380. Für die nächsten Quartale werden höhere F&E-Aufwendungen für die Entwicklung der A380-Frachtversion erwartet.
Konzernergebnis von Euro 328 Mio.
Die EADS erzielte im ersten Quartal 2005 ein Konzernergebnis von Euro 328 Mio. (Q1 2004: Euro 49 Mio.) bzw. Euro 0,41 je Aktie (Q1 2004: Euro 0,06). Dieser Anstieg folgte der stark positiven EBIT * -Entwicklung.
Plus 16 Prozent beim Umsatz – Auftragseingang mehr als verdoppelt
Die EADS verzeichnete für die ersten drei Monate 2005 ein Umsatzwachstum von 16 Prozent auf Euro 7,0 Mrd. (Q1 2004: Euro 6,0 Mrd.).
Der Auftragseingang der EADS betrug im ersten Quartal 2005 nahezu Euro 9 Mrd. (Q1 2004: Euro 3,4 Mrd.). Diese enorme Zunahme geht hauptsächlich zurück auf die überaus positive Auftragslage bei Airbus und im Geschäftsbereich Raumfahrt. Airbus erhielt Aufträge für brutto 123 Flugzeuge, was einem Marktanteil von 66 Prozent entspricht. Nach Erreichen bedeutender Meilensteine im Paradigm-Programm konnte der Geschäftsbereich Raumfahrt im ersten Quartal 2005 Aufträge des britischen Verteidigungsministeriums verbuchen.
Zum 31. März 2005 erreichte der EADS-Auftragsbestand einen neuen Rekordwert von Euro 190,4 Mrd. Das Verteidigungsgeschäft der EADS trug dazu Euro 49,7 Mrd. bei. Damit verfügt die EADS weiterhin über den weltweit größten Auftragsbestand in der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie.
Ausblick
Die EADS bekräftigt ihren bereits am 9. März 2005 veröffentlichten Ausblick für 2005.
EBIT
* Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Abschreibungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Einmalerträge bzw. -aufwendungen wie z.B. die Abschreibungen von Marktwertanpassungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss der EADS, der Airbus-Integration und der MBDA-Gründung, sowie Verluste aus Wertminderungen.
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