Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Erfolgreiche Schießerprobung der ersten Patriot-Feuereinheit in Konfiguration 3

Unterschleißheim, 19  November  2003

Schießerprobung mit der ersten Patriot-Feuereinheit in der Konfiguration 3 auf der White Sands Missile Range in New Mexico, USA

Schießerprobung mit der ersten Patriot-Feuereinheit in der Konfiguration 3 auf der White Sands Missile Range in New Mexico, USA

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© EADS

Im Oktober 2003 wurde eine sechswöchige Schießerprobung mit der ersten Patriot-Feuereinheit in der Konfiguration 3 auf der White Sands Missile Range in New Mexico, USA, erfolgreich durchgeführt. Die Schießerprobung fand im Rahmen der zweiten Stufe der Patriot-Kampfwertanpassung (KWA 2) statt. Hierzu hat die EADS/LFK - im Rahmen verschiedener Verträge - erhebliche Modifikationen an Radargerät, Feuerleitstand und Startgerät eingebracht sowie umfangreiche Prüfungen durchgeführt. Die EADS/LFK-Lenkflugkörpersysteme GmbH ist eine Geschäftseinheit der EADS.

Das Schießen fand unter Leitung des Vorhabenmanagers Patriot im Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung und der Abteilung Luftwaffenrüstung im Luftwaffenamt statt. Das Erprobungsteam bestand aus Amts- und Industrievertretern aus Deutschland und den USA. Die Kernelemente des Erprobungssystems waren:

  • das erste Radarseriengerät, das in der Konfiguration 3 zur besseren Bekämpfung von taktisch-ballistischen Flugkörpern (TBM) über eine deutlich erhöhte Reichweite sowie zur besseren Bestimmbarkeit von Flugzielen u. a. über eine erheblich erweiterte Zielauflösung verfügt,
  • das erste Seriengerät des Feuerleitstands, das in der Konfiguration 3 aufgrund des weiterentwickelten Datenübertragungssystems bereits geeignet ist, PAC-3 spezifische Kommandos zu verarbeiten sowie
  • das Erprobungsmuster des Startgeräts, das in der Konfiguration 3 aufgrund der mechanischen Modifikation, der neuen Elektronik sowie des weiterentwickelten Datenübertragungssystems neben dem Verschuss von PAC-2-Lenkflugkörpern nun auch den Verschuss von PAC-3-Lenkflugkörpern ermöglicht.

Am 18. Oktober 2003 wurden die beiden ersten Erprobungsschießen durchgeführt. Beim ersten Schießen wurde ein Patriot-Lenkflugkörper gegen eine in zirka 1000 Meter Höhe fliegende Drohne eingesetzt. Beim zweiten Schießen flog die Zieldrohne in sehr niedriger Höhe. Fünf Tage später wurde das Erprobungsschießen mit der Bekämpfung eines taktisch-ballistischen Flugkörpers (TBM) fortgesetzt. Als Ziel diente ein modifizierter Patriot-Lenkflugkörper, der von einer amerikanischen Patriot-Feuereinheit verschossen und auf eine ballistische Flugbahn geführt worden war.

Die Auswertung der vorliegenden Daten zeigte, dass alle Bekämpfungsvorgänge erfolgreich waren und die gesetzten Ziele in taktischer wie auch in technischer Hinsicht erreicht wurden. Die erfolgreiche Schießerprobung bestätigt die positiven Entwicklungsergebnisse, die bereits in der angelaufenen Serienumrüstung der Radargeräte umgesetzt werden.

Im Anschluss an die bestandene "Feuertaufe" wurden in einem feierlichen Akt das Radargerät und der Feuerleitstand an den Kommandeur der Raketenschule der Luftwaffe in Fort Bliss, USA, übergeben. An diesen Geräten wird künftig die Ausbildung des Luftwaffenpersonals erfolgen. Damit fand das im Februar 2003 an den Kunden übergebene Radargerät seinen endgültigen Einsatzort.

Die EADS ist das zweitgrößte Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen der Welt mit einem Umsatz von € 29,9 Milliarden im Jahr 2002 und über 100.000 Mitarbeitern. Sie gehört in fast allen Ihren Sparten zu den Marktführern. Als Systemintegrator ist die EADS weltweit eines der wenigen Unternehmen mit der Fähigkeit, unterschiedliche Produkte und Technologien zu Gesamtsystemen zusammenzuführen und auch die dazugehörigen Dienstleistungen anzubieten. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter, und das Joint-Venture MBDA, der zweitgrößte Lenkflugkörperproduzent der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist größter industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Das Unternehmen verfügt über mehr als 70 Standorte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Es ist weltweit tätig, unter anderem auch in Amerika, Russland und Asien.

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