Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS eröffnet Technologiebüro in Moskau Partnerschaft mit Russischer Akademie der Wissenschaften

Moskau, 14  Oktober  2003

Die EADS hat in Moskau ein Technologiebüro Russland als Teil der EADS Konzernforschung eröffnet. Am Dienstag gaben die EADS und die Russische Akademie der Wissenschaften zudem die Unterzeichnung eines Vertrags bekannt, in dem die Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit bei Forschung und Technologie skizziert sind.

Im Rahmen ihres Forschungsnetzwerkes arbeitet die EADS eng mit externen Instituten zusammen. Russland ist dabei ein wichtiger Partner der EADS, dessen Bedeutung in Zukunft noch steigen wird. Die Eröffnung des Technologiebüros in der russischen Hauptstadt folgt der allgemeinen Unternehmensstrategie der EADS in Russland. Das Büro hat die Aufgabe, die Kooperationen mit russischen Partnern aus Industrie und Wissenschaft zu ermöglichen. Zum Leiter des Technologiebüros wurde Marc Strechinsky (57) berufen.

Die Hauptaufgabe des Technologiebüros als Koordinationsstelle für gemeinsame Projekte mit allen potentiellen russischen Partnern wird darin bestehen, die Zusammenarbeit mit russischen Forschungseinrichtungen zu vereinfachen. Das Büro ist Teil der EADS-Struktur in Russland und handelt sowohl im Auftrag des Konzernforschungszentrums als auch der einzelnen Geschäftsbereiche der EADS.

Über das Technologiebüro in die Wege geleitete Kooperationsvorhaben mit russischen Partnern sind bereits in den Bereichen Werkstoffe und Verfahren, Software-Entwicklung und mathematische Berechnungen und Modellierungen in Angriff genommen worden.

Jean-Louis Gergorin, Mitglied des EADS Executive Committee und Executive Vice President Strategic Coordination, und Jewgenij Welichow, Akademiemitglied sowie zugleich Präsidiumsmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften und Vorsitzender des Rates des International Institute for Advanced Systems (MNIIPU), unterzeichneten ein Partnerschaftsabkommen für die Kooperation in Forschung und Entwicklung zwischen der EADS und der Akademie. Die EADS wird demnach assoziiertes Mitglied des MNIIPU. Dank dieser Kooperation kann die EADS die Ressourcen der Akademie für verschiedene Forschungsvorhaben gewinnbringend nutzen. Der Akademie wiederum wird die Möglichkeit geboten, mit verschiedenen Forschungseinrichtungen und Geschäftsfeldern der EADS zusammenzuarbeiten. Da die Akademie die Interessen der russischen Föderation wahrnimmt, kann sich die Kooperation mit dem größten europäischen Luftfahrt- Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen positiv auf den wissenschaftlichen, industriellen und technologischen Fortschritt in ganz Russland auswirken.

Die Russische Akademie der Wissenschaften ist die größte Forschungseinrichtung des Landes und war von Beginn an auf angewandte Forschung und Grundlagenforschung konzentriert. Derzeit gehören der Akademie mehr als 400 Tochterinstitute an, die über das gesamte Land verteilt sind.

Schon seit über einem Jahrzehnt kooperieren russische Institute erfolgreich mit verschiedenen Organisationen, die heute Teil der EADS sind, so zum Beispiel in den Bereichen Zivilflugzeuge und Raumfahrt. „Wir rechnen damit, dass das russische Technologiebüro und unsere Partnerschaft mit der russischen Akademie der Wissenschaften unseren Forschungs- und Technologieaktivitäten Auftrieb verleihen wird“, sagte Daniel Deviller, Chief Technology Officer der EADS. „Russland ist bekannt für hervorragende wissenschaftliche Leistungen. Die Verleihung des Nobelpreises für Physik an Alexej Abrikossow und Vitalj Ginzburg ist ein erneuter Beleg dafür, dass Russland zu den bedeutendsten Forschungsnationen zählt. Die EADS ihrerseits verfügt über reichlich Erfahrung in der Umsetzung von Spitzentechnologie in marktfähige Produkte. Beide Seiten werden von unserer Partnerschaft profitieren und ihre Spitzenposition in der Luft- und Raumfahrttechnologie ausbauen.“

Akademiemitglied Jewgeni Welichow sagte: „Die EADS und die Russische Akademie der Wissenschaften haben in kurzer Zeit einen Mechanismus erarbeitet, der die Organisation von gemeinsamen Forschungsprojekten erleichtern soll. Zunächst geht es uns darum, den Prozess in Gang zu setzten und die gemeinsamen Interessen zu definieren. Dazu haben wir eine gemeinsame Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der EADS und der Akademie der Wissenschaften ausarbeiten soll.” Die Partner haben bereits erste Felder für die Kooperation identifiziert.

Die EADS ist das zweitgrößte Luftfahrt, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen der Welt mit einem Umsatz von € 29,9 Milliarden im Jahr 2002 und über 100.000 Mitarbeitern. Als Systemintegrator ist die EADS weltweit eines der wenigen Unternehmen mit dem Potential, unterschiedliche Produkte und Technologien zu Gesamtsystemen zusammenzuführen und die dazugehörigen Dienstleistungen anzubieten. Zum EADS-Konzern gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und das Joint Venture MBDA, der zweitgrößte Lenkflugkörperproduzent der Welt. Die EADS ist wichtigster Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist größter industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Das Unternehmen verfügt über mehr als 70 Standorte in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien und ist weltweit tätig, unter anderem in Amerika, Asien und Russland.

Im Jahr 2001 hat die EADS ein Abkommen über die strategische Zusammenarbeit unterzeichnet, das sämtliche Kooperationsprogramme zwischen der EADS und der russischen Luft- und Raumfahrtindustrie einschließt. Im Rahmen dieses Abkommens hat Airbus im Juni 2003 gemeinsam mit der Kaskol-Gruppe in Russland das erste Ingenieurbüro außerhalb seiner Mutterländer eröffnet.

Ihr Ansprechpartner:

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