Die Zusammenarbeit zwischen der EADS und der russischen Luft- und Raumfahrtindustrie nimmt immer konkretere Züge an und entwickelt sich zu einer echten Partnerschaft in allen Bereichen.
Auf dem Internationalen Luft- und Raumfahrtsalon MAKS 2003, der vom 19. bis zum 24 August in Shukowski bei Moskau stattfindet, können die EADS und ihre russischen Partner ein ganze Reihe von neuen Vereinbarungen bekannt geben.
Kurz nachdem die russische Kaskol-Gruppe als führender Partner von Airbus in Russland ausgewählt worden war, eröffnete Airbus im Juni 2003 das erste Engineering-Centre außerhalb der vier Airbus-Länder. Mit Bezug auf dieses Ereignis bestätigte Rainer Hertrich, der CEO der EADS, dass die Produktion für Airbus-Programme im Sokol-Werk in Nischni Nowgorod noch vor Ende des Jahres anlaufen wird.
„Die EADS plant außerdem, gemeinsam mit Irkut das Amphibienflugzeug Be-200 zu vermarkten, die Fertigung von Teilen für Airbus-Flugzeuge in Russland vorbereiten, ein EADS-Forschungs- und Technologiezentrum in Moskau eröffnen, die erfolgreichen Forschungsarbeiten für Raketentriebwerke fortsetzen und russische Sojus-Raketen werden ab 2006 von dem Weltraumbahnhof Kourou starten“ sagte Hertrich.
„Trotz der Krise in der Luft- und Raumfahrtindustrie, die die Lage nach der Unterzeichnung des strategischen Kooperationsabkommens zwischen EADS und Rosaviakosmos im Jahre 2001 erheblich verändert hat, stehen wir zu den Vereinbarungen“, so Hertrich. „Unsere Zusammenarbeit ist von grundsätzliche strategischer Bedeutung und von zyklischen Schwankungen des Geschäfts daher nicht betroffen.“
Hertrich betonte, daß noch weitere in dem Abkommen von 2001 vorgesehene Programme realisiert werden können. Dazu gehöre auch die Teilnahme russischer Unternehmen am Bau des militärischen Transportflugzeugs A400M, für das bereits 180 Bestellungen vorliegen und für das die EADS einen Markt von insgesamt 400 Flugzeugen sieht. „Das Unternehmen Hydromasch aus Nishny Nowgorod, das bereits als Zulieferer für die zivilen Airbus-Programme tätig ist, hat bereits Interesse an der Mitarbeit an der A400M bekundet“, so Hertrich. „Da es sich jedoch ein militärisches Programm handelt, müssen wir auf eine offizielle Entscheidung durch das Komitee für die Zusammenarbeit in der Verteidigungstechnik warten.“
Die EADS ist das zweitgrößte Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen der Welt mit einem Umsatz von € 29,9 Milliarden im Jahr 2002 und über 100.000 Mitarbeitern. Sie gehört in fast allen Ihren Sparten zu den Marktführern. Als Systemintegrator ist die EADS weltweit eines der wenigen Unternehmen mit der Fähigkeit, unterschiedliche Produkte und Technologien zu Gesamtsystemen zusammenzuführen und auch die dazugehörigen Dienstleistungen anzubieten. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter, und das Joint-Venture MBDA, der zweitgrößte Lenkflugkörperproduzent der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist größter industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Das Unternehmen verfügt über mehr als 70 Standorte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Es ist weltweit tätig, unter anderem auch in Amerika, Russland und Asien.
Gregor von Kursell
Tel.: +49 177 / 725 30 27