Halbjahresergebnisse der EADS bestätigen Ziele für 2003
Amsterdam, 28 Juli 2003
EBIT von EUR 592 Mio. im ersten Halbjahr 2003 entspricht den Erwartungen des Unternehmens
Jüngste Markterfolge bilden die Grundlage für rentables Wachstum von morgen: Auftragseingang im ersten Halbjahr 2003 mit EUR 43,2 Mrd. fast dreimal so hoch wie in den ersten sechs Monaten 2002
Verteidigungsgeschäft: Steigender Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis verbessern Ertragskraft der EADS
EADS hält Nettoliquidität mit EUR 914 Mio. auf hohem Niveau
CEOs: „Die EADS ist für einen Aufschwung unserer Märkte glänzend positioniert. Unser Hauptaugenmerk gilt weiterhin der Rentabilität.“
Die EADS (Börsenkürzel: EAD), das weltweit zweitgrößte Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen, hat im ersten Halbjahr 2003 Geschäftsergebnisse erzielt, die den Erwartungen des Konzerns voll entsprechen und die Ziele für das Gesamtjahr bestätigen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT, vor Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten) erreichte EUR 592 Mio. (erste Jahreshälfte 2002: EUR 775 Mio.).
Rainer Hertrich, CEO der EADS, neben einem Modell eines Airbus A330.
Entsprechend der Prognose der EADS stand das Ergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr 2002 unter dem Einfluss höherer Forschungs- und Entwicklungsausgaben (F&E) bei Airbus (Mehraufwand von EUR 221 Mio. vor allem für die A380), rückläufiger Flugzeug-Auslieferungen (149 statt 160) sowie Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 88 Mio. für die Division Space. Im ersten Halbjahr 2002 hatte das EBIT positive Einmaleffekte von EUR 63 Mio. aus dem Verkauf des Unternehmens Aircelle enthalten. In den ersten sechs Monaten 2003 konnten alle Divisions der EADS mit Ausnahme von Space ihre EBIT-Margen vor F&E gegenüber dem Vorjahr steigern.
Von links nach rechts: Christian Poppe, Head of Communication der EADS, Rainer Hertrich, Chief Executive Officer der EADS, und Hans Peter Ring, Chief Financial Officer der EADS.
„Die Halbjahreszahlen der EADS bestätigen unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2003“, sagten die CEOs der EADS, Philippe Camus und Rainer Hertrich. „Wir halten trotz der Entwicklung der Weltlage in der jüngeren Vergangenheit weiterhin unsere Prognosen ein. Wir wissen, dass die Märkte der Luft- und Raumfahrtindustrie in nächster Zeit nach wie vor ernst zu nehmenden wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt sein werden und bleiben deshalb wachsam. Dennoch blicken wir zuversichtlich in die Zukunft, da unser Fokus weiterhin auf der Rentabilität und Kostenreduzierung aller unserer Geschäftstätigkeiten liegt und wir die finanziellen Risiken unter Kontrolle halten.“
„Angesichts unseres hohen Auftragseingangs und neuester Markterfolge sehen wir uns in einer guten Ausgangsposition, um die Liquiditäts- und finanzielle Gesamtsituation des Konzerns deutlich zu verbessern, sobald unsere Märkte wieder anziehen“, so die CEOs. „Dies gilt nicht nur für das zivile Luftfahrtgeschäft, für dessen Erholung bereits erste Anzeichen am Horizont erkennbar sind, sondern auch für unsere neu strukturierte Division Defence and Security Systems mit ihren hervorragenden Wachstumsaussichten. Bei der Division Space sind wir auf Kurs für den Turnaround im Jahr 2004. Mit der Restrukturierung und Neuorganisation von Division Space, der Gesamtverantwortung für das Trägersystem Ariane und umfangreichen neuen Programmen wie Galileo haben wir bedeutende Erfolge erzielt, die dazu beitragen, unsere Rentabilität in der Raumfahrt langfristig zu sichern.“
Die EADS erwartet für das Gesamtjahr 2003 ein EBIT in der Größenordnung des Vorjahres auf der Grundlage von 300 Airbus-Auslieferungen. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2003 hat Airbus trotz der äußerst schwierigen Marktlage bereits 149 Flugzeuge an seine Kunden ausgeliefert.
Die EADS stellte ihre Halbjahreszahlen am Montag auf einer Pressekonferenz in London vor. Großbritannien ist eines der Heimatländer der EADS mit 13.000 hochqualifizierten Mitarbeitern und einem Umsatz von EUR 2,5 Mrd. im Jahr 2002, mit einem Anteil von 25 Prozent aus dem Verteidigungsgeschäft. Der aktuelle Auftragsbestand von mehr als EUR 17 Mrd. mit Kunden in Großbritannien unterstützt das schnell wachsende Geschäft. Weitere Wachstumschancen eröffnen der in Kürze erwartete Vertragsabschluss für das militärische Satellitenkommunikations-System Skynet 5 im Wert von EUR 3 Mrd., der Zuschlag an die EADS/MBDA für die erste Prüfungsphase für Großbritanniens neues bodengestütztes Luftabwehrprogramm GBAD und das im Rahmen des Konsortiums AirTanker erstellte Angebot an die Royal Air Force zur Deckung ihres künftigen Bedarfs im Bereich Luftbetankung.
Im Verteidigungsgeschäft steigen Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz der EADS in der ersten Jahreshälfte 2003 ging um 7 Prozent auf EUR 13,1 Mrd. zurück (erstes Halbjahr 2002: EUR 14 Mrd.). Bei konstantem Euro/US-Dollar-Wechselkurs wäre der Umsatz annähernd gleich geblieben – die rückläufigen Auslieferungen bei Airbus wurden ausgeglichen durch einen vorteilhafteren Modellmix an Flugzeugauslieferungen, die erstmalige Konsolidierung von Astrium zu 100 Prozent (Beitrag von EUR 163 Mio.) und den Hochlauf von Verteidigungs-Programmen. Dennoch rechnet die EADS für das Gesamtjahr 2003 bei einem niedrigeren durchschnittlichen Euro/Dollar-Wechselkurs von EUR 1 = US$ 1,10 mit einem Umsatz etwa auf gleichem Niveau wie 2002 (EUR 29,9 Mrd.). Somit sollte der erwartete Umsatzrückgang bei Airbus durch das Wachstum anderer Divisions wie z.B. Defence and Security Systems kompensiert werden.
Die Geschäfte der EADS in den Sektoren Verteidigung und Öffentliche Sicherheit, die größtenteils zu den Divisions Defence and Security Systems und Aeronautics gehören, unterliegen starken saisonalen Einflüssen. Sie erwirtschaften in der zweiten Jahreshälfte regelmäßig weitaus höhere Umsätze und Ergebnisse. Dies wird auch für 2003 erwartet.
Der Auftragseingang der EADS ist dank jüngster Markterfolge sowohl im zivilen Luftfahrt- als auch im Verteidigungsgeschäft mit EUR 43,2 Mrd. in der ersten Jahreshälfte 2003 fast auf das Dreifache des Vergleichswertes vom Vorjahr (EUR 14,8 Mrd.) gestiegen. Auch der Auftragsbestand ist gestiegen und erreichte Ende Juni einen Wert von EUR 187,7 Mrd., darunter EUR 42 Mrd. aus dem Verteidigungsgeschäft, einschließlich des EUR 20- Mrd.-Auftrags für das militärische Transportflugzeug A400M. Dieser hohe Auftragsbestand beweist die Konkurrenzfähigkeit der Produkte und Dienstleistungen der EADS und bildet eine feste Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum von Cash Flow und finanzieller Ertragskraft.
Bedeutende Markterfolge der EADS waren Airbus-Aufträge von JetBlue Airways über 65 Flugzeuge und von Emirates Airlines über 41 Maschinen (darunter 21 A380). Im Raumfahrtgeschäft wurde u.a. eine Vereinbarung über 30 Ariane-Trägerraketen im Wert von EUR 3 Mrd. und die positive Entscheidung zugunsten des Programms Galileo getroffen. Die EADS richtet ihre Strategie auf die Stärkung des Verteidigungsgeschäftes aus und erzielt dabei beständig Erfolge in Form neuer Programme, wie den A400M-Auftrag und den Zuschlag für die Prüfungsphase des britischen GBAD-Programms. Für das zweite Halbjahr 2003 erwartet die EADS ein anhaltendes Wachstum ihres Verteidigungsgeschäfts durch den endgültigen Abschluß des Eurofighter-Auftrags aus Österreich, das Programm Skynet 5 und weitere laufende Projekte.
Die Nettoliquidität der EADS blieb mit EUR 914 Mio. auf einem hohen Niveau. Der Free Cash Flow vor Brutto-Kundenfinanzierungen stieg auf EUR 305 Mio. (erstes Halbjahr 2002: EUR 212 Mio.). Die Brutto-Kundenfinanzierung stieg während des ersten Halbjahres 2003 leicht um EUR 262 Mio. – fast ausschließlich von Airbus - auf EUR 4 Mrd. Nach Abzug der Vermögenswerte – EADS bewertet die Sicherheiten in Form von Flugzeugen konservativ - beträgt die Netto-Kundenfinanzierung lediglich EUR 1.6 Mrd. und ist vollständig durch Rückstellungen abgedeckt. Dies entspricht der vorsichtigen Bilanzierungspraxis des Unternehmens. EADS erwartet eine weitere Erhöhung der Kundenfinanzierung im zweiten Halbjahr, die jedoch unter dem für das Jahr vorgesehenen Budget liegen wird.
Ende Juni 2003 betrug das Net Income der EADS vor Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten EUR 231 Mio., gegenüber EUR 462 Mio. im ersten Halbjahr 2002. Der Gewinn je Aktie vor Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten lag bei EUR 0,29 (erste Jahreshälfte 2002: EUR 0,57).
Das Net Income der EADS unterlag wie üblich starken Einflüssen durch nicht liquiditätswirksame Goodwill-Abschreibungen in Höhe von EUR 281 Mio. im ersten Halbjahr 2003. Nach Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten betrug das Net Income EUR -66 Mio.
Ende Juni 2003 beschäftigte die EADS 107.845 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anstieg um 4% seit Ende Dezember 2002, der hauptsächlich auf den Produktionshochlauf im Programm A380 und die erstmalige Vollkonsolidierung der EADS Astrium zurückzuführen ist.
Ergebnisse der Divisions
Die Aufgliederung nach Divisions wurde an die neue Struktur der Divisions Defence and Security Systems sowie Aeronautics angepasst.
Das EBIT von Airbus betrug im ersten Halbjahr 2003 EUR 621 Mio. (Vergleichszeitraum 2002: EUR 874 Mio.), beeinflusst durch gestiegene F&E-Kosten in Höhe von EUR 901 Mio. (EUR 680 Mio. in den ersten sechs Monaten des Vorjahres). Das EBIT vor F&E blieb stabil bei rund EUR 1,5 Mrd. Der Umsatz war mit EUR 8,773 Mrd. in der ersten Jahreshälfte 2003 wegen der rückläufigen Flugzeugauslieferungen und des schwächeren Dollar/Euro-Wechselkurses geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (EUR 9,870 Mrd.). Das Ergebnis ist dank umfangreicher Hedging-Transaktionen der EADS von den Konsequenzen der aktuellen Wechselkurssituation gegenwärtig praktisch nicht beeinflusst. Der Teil des Umsatzes in US-Dollar, dem Kosten in in gleicher Währung gegenüber stehen, wird zu Marktkursen berücksichtigt und fiel daher aufgrund der Dollarschwäche.
Mit 149 Flugzeugen zwischen Januar und Juni 2003 (Vergleichszeitraum 2002: 160) hat Airbus die Hälfte der für das gesamte Jahr erwarteten 300 Auslieferungen erreicht. Insgesamt erhielt Airbus 199 Aufträge in den ersten sechs Monaten 2003, gegenüber 107 im Vorjahreszeitraum. Dies ist angesichts der anhaltend schwierigen Lage zahlreicher Airlines ein beachtlicher Erfolg. Airbus steigert dadurch seinen Marktanteil wertmäßig auf 66% und übertraf mit einem Auftragsbestand über 1.531 Zivilflugzeuge per Ende Juni (ohne A400M) den Vergleichswert vom ersten Halbjahr 2002 um zwölf Maschinen.
Die Division Military Transport Aircraft verbuchte ein EBIT von EUR -8 Mio. (erstes Halbjahr 2002: EUR -72 Mio. aufgrund außerordentlicher Aufwendungen in Höhe von EUR 54 Mio. infolge der Insolvenz von Fairchild Dornier). Der Umsatz stieg vor allem durch das Wachstum mit Missionsflugzeugen auf EUR 268 Mio. (erste Jahreshälfte 2002: EUR 234 Mio.), Umsätze für die A400M sind jedoch noch nicht enthalten. Hinzu kommt, dass die Division aufgrund saisonaler Schwankungen im Verteidigungsgeschäft für das dritte und vierte Quartal mit weitaus höheren Ergebnissen rechnet. Der Abschluss des A400M-Vertrages ließ den Wert des Auftragsbestandes der Division auf EUR 20,5 Mrd. hochschnellen.
Das EBIT der Division Aeronautics bezifferte sich auf EUR 59 Mio. (Proforma-Vergleichswert des Vorjahres: EUR 29 Mio.). Hierin nicht mehr enthalten sind die Ergebnisse von EADS Military Aircraft, die nunmehr zur Division Defence and Security Systems gehört. Der Umsatz blieb mit EUR 1,613 Mrd. auf einem konstanten Niveau (Proforma-Vergleichswert für das erste Halbjahr 2002: EUR 1,606 Mrd.). Eurocopter erwirtschaftet einen wesentlichen Anteil an EBIT und Umsatz der Division und zeichnet sich in der zweiten Jahreshälfte üblicherweise durch einen höheren Ergebnisbeitrag aus.
Die Division Space verzeichnete im ersten Halbjahr 2003 ein EBIT von EUR -131 Mio. (Vergleichswert 2002: EUR -85 Mio.) beeinflusst durch die anhaltend schwache Marktsituation. Am stärksten belastet wurde das EBIT durch Aufwendungen in Höhe von EUR 88 Mio. als Teil der im März 2003 angekündigten Restrukturierung der Division. Der Umsatz von EUR 1,008 Mrd. (erste sechs Monate 2002: EUR 882 Mio.) spiegelt – wie alle Finanzzahlen von EADS Space – erstmals die vollständige Konsolidierung der Ergebnisse von EADS Astrium wieder.
Die neue Division Defence and Security Systems umfasst nun die Bereiche Lenkflugkörper, Defence Electronics, Military Aircraft (Eurofighter), Defence and Communications Systems und Services unter einem Dach. Die Division verzeichnete ein EBIT von EUR -28 Mio. (Proforma-Vergleichswert für das erste Halbjahr 2002: EUR -37 Mio.). Der Umsatz ist mit EUR 1,902 gegenüber dem Vergleichswert vom Vorjahr (EUR 1,856 Mio.) leicht angestiegen. Zu den Wachstumsmotoren für Umsatz und EBIT der Division – die im zweiten Halbjahr erfahrungsgemäß höher ausfallen werden als in den ersten sechs Monaten - zählte der Produktionshochlauf einer Reihe von Verteidigungsprogrammen wie für das Kampfflugzeug Eurofighter und die Lenkflugkörper Aster und Storm Shadow.
Höhepunkte des zweiten Quartals 2003:
Die US-amerikanische Niedrigpreis-Fluggesellschaft JetBlue Airways erteilt Airbus im April 2003 einen Auftrag über 65 Airbus A320 zuzüglich Optionen zum Kauf weiterer 50 Maschinen dieses Typs.
Auf der Paris Air Show im Juni 2003 kündigt Emirates Airlines einen Auftrag über 41 Flugzeuge an (darunter 21 Airbus A380 und 20 Airbus A340), unterzeichnen Airbus und Korean Air eine gemeinsame Absichtserklärung zum Kauf von acht Airbus A380 einschließlich drei Optionen und erklärt Qatar Airways seine Absicht zur Erteilung eines Auftrages über 32 Flugzeuge (größtenteils vom Typ Airbus A330) inklusive 14 Kaufoptionen.
Nach dem Vertragsabschluss zum militärischen Transportflugzeug Airbus A400M am 27. Mai 2003 in Bonn gibt die EADS den Startschuss für das Programm.
Die Übernahme der von BAE Systems gehaltenen 25 Prozent des Aktienkapitals von Astrium durch die EADS wird im Mai von der EU-Kommission gebilligt.
Am 26. Mai 2003 einigen sich die Mitgliedsstaaten der europäischen Raumfahrtbehörde ESA auf einen Finanzierungsplan für das Europäische Satellitennavigations-System Galileo. Zudem beschließt die ESA ein Programm zur Sicherung der Unabhängigkeit des europäischen Trägerraketen-Geschäfts und Finanzierung der erforderlichen Maßnahmen für eine Wiedereinsetzung der Zehn-Tonnen-Version der Ariane 5. Ferner wird die EADS als Hauptauftragnehmer für die Beschaffung und Herstellung der Ariane bestimmt.
Arianespace verpflichtet sich auf der Paris Air Show, 30 Ariane-Trägerraketen im Wert von EUR 3 Mrd. von der EADS als Hauptauftragnehmer zu bestellen.
Die EADS Space operiert seit dem 17. Juni 2003 offiziell unter einer neuen Organisationsstruktur, die im Wesentlichen aus den drei Konzerngesellschaften EADS Astrium (Satelliten), EADS Space Transportation (Trägersysteme und orbitale Infrastrukturen) sowie EADS Space Services (Dienstleistungen für Satellitenbetreiber) besteht.
Neue Organisationsstruktur der EADS Verteidigungsaktivitäten: Die neue Division Defence and Security Systems nahm am 1. Juli 2003 den Geschäftsbetrieb auf. Durch die Stärken eines integrierten Portfolios an Verteidigungs-Produkten, mit rund 24.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von etwa EUR 5 Mrd. festigt die EADS ihr Verteidigungsgeschäft. Somit entspricht ihr Angebot dem Bedarf der Kunden an integrierten Lösungen im Bereich Verteidigungs- und Sicherheitstechnik.
Am 26. Juni 2003 gibt Großbritanniens Verteidigungsministerium bekannt, dass das Team EADS/MBDA im Rahmen des Programms Ground Based Air Defence (GBAD) der britischen Streitkräfte als einer von zwei Bietern den Zuschlag im Wert von EUR 38 Mio. für die Prüfungsphase eines neuen integrierten Luftabwehr- und Luftraumüberwachungssystems erhält.
Am 30. Juni 2003 erhält der Eurofighter die Musterzulassung in vier Nationen. Die Auslieferungen sind offiziell angelaufen.
Österreichs Parlament beschließt die Beschaffung des Eurofighters. Es wird erwartet, dass das erste von 18 in Auftrag gegebenen Kampfflugzeugen im Jahr 2007 ausgeliefert werden wird.
Über die EADS:
Die EADS ist mit einem Umsatz von EUR 29,9 Mrd. im Jahr 2002 und über 100.000 Beschäftigten das zweitgrößte Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen der Welt. Als Systemintegrator ist sie als eines von wenigen Unternehmen weltweit in der Lage, unterschiedliche Produkte und Technologien zu vollständigen Systemen zusammenzufassen und auch die dazugehörigen Dienstleistungen anzubieten. Zur EADS gehören der Flugzeugbauer Airbus, der weltweit größte Hubschrauber-Hersteller Eurocopter, und MBDA, das zweitgrößte Lenkflugkörperunternehmen der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, agiert als Hauptauftragnehmer für das Trägersystem Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist der wichtigste industielle Teilnehmer am Programm für das europäische Satellitennavigations-System Galileo. Die EADS betreibt mehr als 70 Standorte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Sie ist in zahlreichen Weltregionen tätig, unter anderem in Amerika, Russland und Asien.
Net Income vor Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten, in Mio.
231
462
-50%
Gewinn je Aktie vor Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten
0,29
0,57
-50%
Auftragseingang, in Mio.
43.190
14.791
+192%
1) Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Einmaleffekten 2) Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten 3) Zahlen 2002: pro-forma entsprechend der neuen Struktur von Aeronautics und Defence and Security Systems 4) Halbjahreszahlen 2003 berücksichtigen EADS Astrium zu 100% (1. Halbjahr 2002: 75%) 5) Auftragseingang und Auftragsbestand auf Grundlage von Katalogpreisen 6) Halbjahreszahlen 2003: einschließlich EUR 13,7 Mrd. für A400M
30. Juni 2003
31. Dez. 2002
Veränderung
Auftragsbestand, in Mio.
187.741
168.339
+12%
Net Cash position, in Mio.
914
1.224
-25%
Beschäftigte
107.845
103.967
+4%
1) Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Einmaleffekten 2) Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten 3) Zahlen 2002: pro-forma entsprechend der neuen Struktur von Aeronautics und Defence and Security Systems 4) Halbjahreszahlen 2003 berücksichtigen EADS Astrium zu 100% (1. Halbjahr 2002: 75%) 5) Auftragseingang und Auftragsbestand auf Grundlage von Katalogpreisen 6) Halbjahreszahlen 2003: einschließlich EUR 13,7 Mrd. für A400M
Divisions
EBIT (2)
Umsatz
(Werte in Mio. Euro)
H1 2003
H1 2002
Veränderung
H1 2003
H1 2002
Veränderung
Airbus
621
874
-29%
8.773
9.870
-11%
Military Transport Aircraft
-8
-72
+89%
268
234
+15%
Aeronautics(3)
59
29
+103%
1.613
1.606
0%
Space(4)
-131
-85
-54%
1.008
882
+14%
Defence and Security Systems(3)
-28
-37
+24%
1.902
1.856
+2%
Konsolidierung Zentrale
79
66
-
-504
-474
-
Gesamt
592
775
-24%
13.060
13.974
-7%
1) Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Einmaleffekten 2) Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten 3) Zahlen 2002: pro-forma entsprechend der neuen Struktur von Aeronautics und Defence and Security Systems 4) Halbjahreszahlen 2003 berücksichtigen EADS Astrium zu 100% (1. Halbjahr 2002: 75%) 5) Auftragseingang und Auftragsbestand auf Grundlage von Katalogpreisen 6) Halbjahreszahlen 2003: einschließlich EUR 13,7 Mrd. für A400M
Divisions
Auftragseingang
Auftragsbestand
(Werte in Mio. Euro)
H1 2003
H1 2002
Veränderung
30. Juni 2003
31. Dez. 2002
Veränderung
Airbus (5), (6)
33.174
10.334
+221%
154.428
140.996
+10%
Military Transport Aircraft
20.104
214
+9294%
20.476
633
+3135%
Aeronautics(3)
1.440
1.982
-27%
9.828
10.162
-3%
Space(4)
779
569
+37%
4.248
3.895
+9%
Defence and Security Systems(3)
1.988
1.918
+4%
13.342
13.406
0%
Konsolidierung Zentrale(6)
-14.295
-226
-
-14.581
-753
-
Gesamt
43.190
14.791
+192%
187.741
168.339
+12%
1) Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Einmaleffekten 2) Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Abschreibungen und Einmaleffekten 3) Zahlen 2002: pro-forma entsprechend der neuen Struktur von Aeronautics und Defence and Security Systems 4) Halbjahreszahlen 2003 berücksichtigen EADS Astrium zu 100% (1. Halbjahr 2002: 75%) 5) Auftragseingang und Auftragsbestand auf Grundlage von Katalogpreisen 6) Halbjahreszahlen 2003: einschließlich EUR 13,7 Mrd. für A400M
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