Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

MEADS International Inc. legt Industrieangebot vor Entwicklung des trinationalen Luftverteidigungssystems wird vorbereitet

Unterschleißheim, 28 Juli 2003

MEADS International Inc. (MI) hat termingerecht das Angebot für die MEADS-Entwicklungs-phase an den Kunden, die Nato-Agentur NAMEADSMA, abgegeben. Das für die Zukunft der EADS/LFK bedeutende Angebot umfasst die knapp 7-jährige Entwicklungsphase des Medium Extended Air Defence System (MEADS), die nach Abschluss der laufenden Risikominimierungsphase 2004 starten soll. Für das künftige bodengebundene Luftverteidigungssystem Deutschlands, Italiens und der USA wird EADS/LFK Hauptauftragnehmer des deutschen Workshare-Anteils von 28 Prozent sein.

Mit dem Angebot und den bereits erzielten Ergebnissen aus der Risikominimierungsphase sind jetzt alle Voraussetzungen geschaffen, um in Deutschland über das Vorhaben zu entscheiden. Eine nahtlose Weiterführung ist essentiell, um die aufgebauten Managementstrukturen und das erarbeitete, umfangreiche Know-how nicht zu gefährden. Allein in der BU EADS/LFK würde das Projekt über 200 Mitarbeiter beschäftigen.

„MEADS wird das erst mobile Luftverteidigungssystem der Welt sein“, sagte Klaus Riedel, President von MI in Orlando, Florida, “das Kampfeinheiten gegen das gesamte Bedrohungsspektrum einschließlich ballistischer Raketen, Marschflugkörper, unbemannter Drohnen, Flugzeuge und Massenvernichtungswaffen schützen kann.“

MEADS wird entwickelt, um in den USA die Patriot-Systeme und in Italien die Nike Hercules-Systeme zu ersetzen, sowie auch die fähigkeitsorientierten Anforderungen des deutschen Luftverteidi-gungskonzepts zu erfüllen. Das Systemkonzept schließt den Flugkörper PAC-3 (Patriot Advanced Capability-3) ein und beinhaltet Überwachungs- und Feuerleitradare, Gefechtsstand, Abschuss-anlagen sowie ein hochflexibles Kommunikationssystem.

„Durch die technologische Zusammenarbeit von Lockheed Martin, EADS/LFK und MBDA Italien entwickelt MEADS International ein System, das die sehr anspruchsvollen multinationalen Anforderungen für Luftverteidigung im Einklang mit den Prioritäten der beteiligten Länder erfüllt“, sagte K. Riedel.

MEADS verbindet hochwertigen Schutz auf dem Gefechtsfeld mit beispielloser Flexibilität bei hoher Kampfkraft, obwohl weniger Personal als bei herkömmlichen Systemen benötigt wird. Zudem ermöglicht MEADS im Vergleich zu heute eingeführten Systemen enorme Einsparungen bei Einsatz und Wartung.

MEADS kann unmittelbar nach dem Truppentransport mit hoher taktischer Effizienz zum Einsatz gebracht werden. Seine offene Systemarchitektur wird die Säule für das Luftverteidigungssystem des 21. Jahrhunderts bilden und ermöglicht die Bereitstellung von Luftverteidigungskapazität – je nach Mission maßgeschneidert für die Landesverteidigung oder für Auslandseinsätze.

MEADS International, Inc. ist ein Joint Venture, bestehend aus Lockheed Martin und euroMEADS, ebenfalls ein Joint Venture von MBDA Italien, EADS und LFK-Lenkflugkörpersysteme GmbH. MI hat seinen Hauptsitz in Orlando, Florida, und wurde 1999 von der NAMEADSMA für die Entwicklung des Systems ausgewählt. Die USA, Deutschland und Italien finanzieren das Programm mit Anteilen zu jeweils 55, 28 und 17 Prozent.

Die EADS ist das zweitgrößte Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen der Welt mit einem Umsatz von € 29,9 Milliarden im Jahr 2002 und über 100.000 Mitarbeitern. Sie gehört in fast allen Ihren Sparten zu den Marktführern. Als Systemintegrator ist die EADS weltweit eines der wenigen Unternehmen mit der Fähigkeit, unterschiedliche Produkte und Technologien zu Gesamtsystemen zusammenzuführen und auch die dazugehörigen Dienstleistungen anzubieten. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter, und das Joint-Venture MBDA, der zweitgrößte Lenkflugkörperproduzent der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist größter industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo. Das Unternehmen verfügt über mehr als 70 Standorte in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien. Es ist weltweit tätig, unter anderem auch in Amerika, Russland und Asien.

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