Die A380 wird in Toulouse, Frankreich, montiert, wo alle Großbauteile zusammengefügt werden. Zudem werden einzelne Sektionen der 380 in anderen europäischen Fertigungsstätten in Deutschland, Großbritannien, Spanien und Frankreich montiert.
A380 Rumpfsektion in Hamburg Insgesamt liefert das Werk Hamburg drei Rumpfsektionen: das Vorderteil hinter dem Cockpit, den hinteren Rumpfabschnitt sowie die obere Hälfte der Rumpfschale über den Tragflächen, die zwecks weiterer Montage an St Nazaire übergeben wird. Im Rahmen der Endmontage-Aktivitäten wurde am 7. Mai 2004 der Grundstein für die Ausrüstungshalle der A380 im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder gelegt.
A380 Tragfläche in Broughton Die Tragflächen der A380 werden in den beiden britischen Airbus-Werken in Filton (nahe Bristol) und Broughton (Nordwales) konzipiert und gebaut. In der in Broughton errichteten, 83.500 Quadratmeter (mehr als 900.000 sq ft) großen Anlage befinden sich sowohl die Tragflächenmontage für die A380 als auch andere Flugzeug-Fertigungsanlagen. Mit mehr als 400 m (1.310 ft) Länge, 200 m (656 ft) Breite und maximal 35 m (115 ft) Höhe haben auf der Nutzfläche der West Factory 12 Fußballfelder bequem Platz.
Endmontagelinie in Hamburg In Hamburg, dem Hauptsitz von Airbus Deutschland, sind über 10.000 Personen beschäftigt. Dieser größte Standort Deutschlands spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und dem Engineering sämtlicher Airbus-Flugzeuge. Hier werden drei der vier Mitglieder der A320-Familie, die A318, die A19 und die A321, endmontiert. Bald kommt die A320 hinzu. In Hamburg befindet sich das Kompetenzzentrum für die kundenspezifische Anpassung von Kabinen- und Frachträumen. Hier werden auch die Innenausstattungsarbeiten an den Kabinen der A300/A310- und A320-Familie sowie deren Lackierung und endgültige Auslieferung an den Kunden durchgeführt. In Hamburg finden zudem die komplette Kabineninnenausstattung und Lackierung der A380 sowie deren Endabnahme und Auslieferung an Kunden aus Europa und dem Nahen Osten statt.
A340 Endmontagelinie in Toulouse Im März 2007 wurde das 800. Modell der A330/A340-Familie ausgeliefert. Die Produktionsrate beläuft sich derzeit auf sieben Flugzeuge pro Monat. Anfang 2008 soll diese auf acht und Mitte 2009 sogar auf neun Einheiten pro Monat gesteigert werden. Die Endmontagelinie (final assembly line, FAL), genannt Clement-Ader Hall, befindet sich in Toulouse. Die einzigartige A330/A340-Flugzeugfamilie besteht aus fünf in Dienst gestellten Modellen in der Kategorie der 250- bis 375-Sitzer.
Ausrüstungszentrum für die Tragflächen in Bremen Bremen ist der zweitgrößte Airbus-Standort in Deutschland und zählt über 3.100 Beschäftigte. Hier befindet sich die gesamte Prozesskette für die Hochauftriebssysteme der Airbus-Tragflächen: Projektbüro, Technik und Engineering, Flugphysik, Systemtechnik, Strukturentwicklung, Materialprüfung, Strukturmontage, Flügelausrüstung und die Auslieferung für die Endmontage. Darüber hinaus ist der Standort Bremen Teil des Kompetenzzentrums für Front- und Heckrumpfteile und stellt Blechteile wie Clips, Press- und Umformteile für alle Airbus-Flugzeuge her.
Produktion der Seitenleitwerke in Stade In Stade werden die Seitenleitwerke für sämtliche Airbus-Flugzeuge gefertigt. Der Standort mit seinen knapp 1.500 Beschäftigten hat sich als weltweites Zentrum für die Verarbeitung von kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) etabliert, dem gewichtssparenden Kohlefaser-Verbundwerkstoff, den Airbus zunehmend für seine Flugzeuge – unter anderem auch für die Seitenleitwerke – einsetzt. Darüber hinaus werden in Stade weitere CFK-Komponenten wie Landeklappen für das Single-Aisle-Programm und Spoiler für die A300-600R, A310, A330 und A340 hergestellt. Außerdem stellt Airbus in Stade Druckschotts für die A330, A340 und die A380 her.
Produktion der Höhenleitwerke in Getafe In Getafe und Puerto Real, Spanien, entstanden neue Montagehallen für das Höhenleitwerk und die Belly Fairing-Platten. Die hintere Rumpfsektion, an der Höhen- und Seitenleitwerk angebracht sind, und die hintere Rumpfspitze, in der sich das Bodenenergieaggregat befindet, werden ebenfalls in Getafe entworfen, entwickelt, gefertigt und montiert. Dabei handelt es sich um die ersten Rumpfsektionen aus Kohlefaser, die jemals für ein Zivilflugzeug mit mehr als 100 Passagieren hergestellt wurden.
A380 Rumpfheck in Getafe In Getafe und Puerto Real, Spanien, entstanden neue Montagehallen für das Höhenleitwerk und die Belly Fairing-Platten. Die hintere Rumpfsektion, an der Höhen- und Seitenleitwerk angebracht sind, und die hintere Rumpfspitze, in der sich das Bodenenergieaggregat befindet, werden ebenfalls in Getafe entworfen, entwickelt, gefertigt und montiert. Dabei handelt es sich um die ersten Rumpfsektionen aus Kohlefaser, die jemals für ein Zivilflugzeug mit mehr als 100 Passagieren hergestellt wurden.
Transport A380 (Toulouse) Lieferung der MSN002-Tragflächen für die A380 – Straßentransport zur Endmontagelinie in Toulouse, Frankreich. Die für die wesentlichen Bauteile der A380 geltenden Größenordnungen stellten Airbus vor völlig neue Herausforderungen. Da sich der Supertransporter A300-600 nicht für deren Transport zur Endmontage in Toulouse einsetzen ließ, entwickelte Airbus ein individuelles Land- und Seetransportnetz, das die bestehenden Hürden mit eigens konzipierten Lastkähnen und Tiefladern, einem neuen Containerschiff und bahnbrechenden Technologien bewältigte.
Airbus-Montagehallen in Toulouse In Toulouse, wo sich die Zentrale und weitere Standorte von Airbus mit insgesamt knapp 15.000 Beschäftigten befinden, werden alle Airbus-Flugzeuge endmontiert – ausgenommen die A318, A319 und A321, deren Endmontage in Deutschland erfolgt. Für die A380 wurde eigens eine neue Endmontagelinie aufgebaut. Die Montagehalle, eine der größten ihrer Art weltweit, ist nach Jean-Luc Lagardère benannt ist, im Gedenken an den französischen Industriellen, der beim Start des A380-Programms als Co-Chairman des Airbus-Anteileigners EADS fungierte. Die Endmontage von Airbus-Flugzeugen schließt den Zusammenbau der vorderen, mittleren und hinteren Rumpfsektionen sowie die Verbindung von Rumpf und Tragflächen ein, gefolgt von der Montage der Seiten- und Höhenleitwerke, der Pylone, des Fahrwerks und der Triebwerke. Darüber hinaus werden die Systeme ins Cockpit integriert und Systeme wie die Avionik, Elektrik, Hydraulik, die Flugleitsysteme, die Klimaanlage, der Druckausgleich in den Treibstofftanks und das Fahrwerk erprobt.
European Aeronautic Defence and Space Company EADS N.V. Le Carré · Beechavenue 130-132 · 1119 PR Schiphol Rijk · Niederlande
EADS Deutschland GmbH · 81663 München · Deutschland EADS France S.A.S. · 37, boulevard de Montmorency · 75781 Paris Cedex 16 · Frankreich EADS CASA · Ava. de Aragón, 404, 28022 Madrid · Spanien