Hellas-Sat: Astriums Olympia-Satellit ist im WeltallCape Canaveral, 14 Mai 2003
Mit 24-stündiger Verspätung brachte eine Trägerrakete vom Typ Atlas V den Fernsehsatelliten Hellas-Sat ins Weltall. Am 13. Mai 2003, um 18.10 Uhr Ortszeit hob der erste griechisch-zypriotische Satellit von der Cape Canaveral Airforce Station in Florida, USA, ab. Der vom europäischen Raumfahrtkonzern Astrium für das Hellas-Sat-Konsortium gebaute Satellit wird Fernseh- und Telekommunikationsdienste für die Olympischen Spiele in Athen 2004 anbieten. Der leistungsstarke Satellit vom Typs Eurostar E2000+ verfügt über 30 aktive in Ku-Band operierende Transponder, die eine digitale TV-Direktübertragung über Empfangsantennen mit einer Größe von nur 60 Zentimetern ermöglichen. Hellas-Sat, mit einem Startgewicht von 3,3 Tonnen, soll in eine Position von 39° Ost gebracht werden. Zwei ausfahrbare Antennen sorgen für eine europaweite Abdeckung, einschließlich Griechenland, dem Balkan und Osteuropa, während durch die Bewegung zweier steuerbarer Antennen auch Südafrika und der Nahe Osten abgedeckt werden. Der gesamte Hellas-Sat, das heißt sowohl die Plattform als auch die Nutzlast, wurden von Astrium gebaut. Auf der Basis seiner bewährten Plattform Eurostar E2000+, wird der Satellit eine Leistung von 7,5 kW und eine vorgesehene Lebensdauer von bis zu 15 Jahren haben. Am Hellas-Sat-Konsortium sind folgende Unternehmen beteiligt: die griechische Telekommunikationsorganisation OTE, die zypriotische Firma Avacom Net, die zypriotische Entwicklungsbank, die Hellenic Aerospace Industry und die kanadische Telesat. Die Astrium ist ein Gemeinschaftsunternehmen, das noch zu 75 Prozent der EADS European Aeronautic Defence and Space Company und zu 25 Prozent BAE SYSTEMS gehört. (Am 31. Januar 2003 haben die beiden Anteilseigner bekanntgegeben, dass die EADS die Anteile an der Astrium - vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung - gänzlich übernehmen wird.) Mit einer Belegschaft von 8400 Mitarbeitern in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien, erzielte Astrium 2002 einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro. Derzeit richtet sich Astrium verstärkt auf das Satellitengeschäft aus, zu dem auch Bereiche wie zivile und militärische Telekommunikation, Erdbeobachtung, Wissenschaft und Navigationsprogramme, Ausrüstung und Subsysteme gehören. Friedrichshafen, 14. Mai 2003/03015 Ihr Ansprechpartner:
Mathias Pikelj Internet: www.astrium-space.com |
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