Hallbergmoos, 14 Mai 2009
Das Eurofighter-Konsortium begrüßt die heutige Entscheidung Großbritanniens zur Teilnahme an der dritten Eurofighter-Produktionstranche. Als letztes Mitglied des Eurofighter-Konsortiums hat nun das Vereinigte Königreich dem aktuellen Vertragsentwurf zugestimmt, der zwischen dem Industriekonsortium und der viernationalen Auftraggeberorganisation NETMA verhandelt worden war. Die Verhandlungspartner Eurofighter GmbH und NETMA werden nun das Vertragswerk in eine unterschriftsreife Fassung bringen, die auch signifikante, von den Partnernationen erwartete Kosteneinsparungen während der Nutzungsphase enthalten wird.
Enzo Casolini, seit Mai CEO der Eurofighter GmbH, stellte fest, dass "die heute durch Großbritannien bestätigte Übereinkunft ein klares Signal für das Engagement unserer Kunden bedeutet. Die von unseren Kunden bereitgestellten Beschaffungsmittel für dieses Programm werden den beteiligten Nationen wichtige Kapazitäten und ein starkes Plus in den Handelsbilanzen vermitteln." Casolini führte aus: "Wenn ich von derartigen Mittel-Rückflüssen spreche, dann meine ich damit deutlich spürbare, wertvolle Fähigkeiten, die in den beteiligten Unternehmen durch Technologietransfer entstanden und die als sogenannter "Spin-Off" auch anderen Wirtschaftszweigen zugute kommen."
Abschliessend sagte Casolini: "Ich begrüße ferner die mit dieser Entscheidung getroffene Sicherung von Arbeitsplätzen und den Zuwachs an Wissen und Ausbildung für viele tausende europäische Beschäftigte. Die heutige Übereinkunft wird die führende Rolle des Eurofighter Typhoon am Kampfflugzeugmarkt weiter festigen."
Der gesamte Vertragswert der dritten Eurofighter-Tranche wird in der Größenordnung von acht Milliarden Euro veranschlagt.
Die Zustimmung der Nationen für die Produktion und Fähigkeitserweiterung der Eurofighter-Tranche 3 wird eine erhebliche Auswirkung auf das Exportpotenzial des modernsten europäischen Kampfflugzeugs haben. Nachdem bereist 2003 mit Österreich und 2007 mit Saudi-Arabien zwei Exportverträge gesichert werden konnten, führen die Eurofighter-Konsortialpartner derzeit aktiv Kampagnen in der Schweiz, Indien, Japan, Griechenland, Rumänien und der Türkei durch. In Bulgarien und Kroatien finden derzeit entsprechende erste Kontakte statt. Mit der grundsätzlichen Beschaffungsübereinkunft ist die Produktion des Eurofighter bis zum Ende dieses Jahrzehnts sichergestellt. Die mit der Tranche 3 einhergehenden Fähigkeitserweiterungen bauen die Position des Eurofighter Typhoon als das fortschrittlichste und real auf dem Markt vorhandene Mehrzweck-Kampfflugzeug weiter aus.