Stand: 26 Juli 2007 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS-Halbjahresergebnisse zeigen Notwendigkeit für Restrukturierung

  • Rekord-Auftragseingang spiegelt Erfolge von Airbus und Eurocopter auf Pariser Luftfahrtschau wider
  • EBIT* in Höhe von € 367 Mio. berücksichtigt Restrukturierungs- und Programmkosten bei Airbus
  • Ausblick für das Gesamtjahr 2007 bestätigt – solide Performance, aber bedeutende Herausforderungen bei Großprogrammen
  • Positiver Free Cash Flow für 2007 erwartet
  • Managementstruktur durch kürzliche Ernennungen vereinfacht

Amsterdam, 26 Juli 2007

Die Halbjahresergebnisse der EADS (Börsenkürzel: EAD) spiegeln die Restrukturierungsanstrengungen und Aufwendungen für den Fortschritt in Großprogrammen wider. Die jüngsten Entscheidungen der Aktionäre bezüglich der EADS-Managementstruktur sind die Grundlage für eine starke Führung mit klaren Zuständigkeiten und kurzen Entscheidungswegen.

Der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres 2007 belief sich auf € 18,5 Mrd. (H1 2006: € 19,0 Mrd.), gestützt durch hohe Auslieferungen bei Airbus, Eurocopter und EADS Astrium. Der Konzernumsatz blieb hinter dem Vergleichswert des Vorjahres zurück, da im A400M-Programm im ersten Halbjahr 2007 kein Meilenstein erreicht wurde. Auch die Entwicklung des US-Dollars wirkte sich negativ aus.

Die EADS erzielte ein EBIT* (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) in Höhe von € 367 Mio. gegenüber € 1.654 Mio. im Vergleichzeitraum 2006. Das EBIT* wurde vor allem von der Power8-Restrukturierung, Kosten für Großprogramme bei Airbus und einer Aufwendung im NH90-Programm belastet.

„Im Ergebnis von Airbus spiegeln sich erneut die bekannten Herausforderungen wider, doch das rege Geschäft und die jüngsten Aufträge zeigen, wie wettbewerbsfähig unsere Produktpalette ist“, sagten die CEOs der EADS, Tom Enders and Louis Gallois. „Der beste Maßstab für Erfolg ist letztlich Rentabilität. In unseren neuen Aufgaben und mit einer schlankeren Struktur werden wir uns weiterhin darauf konzentrieren, worauf es für die EADS ankommt – unseren Kunden die besten Produkte anzubieten und unseren enormen Auftragsbestand rentabel abzuarbeiten. Solidem Programm-Management kommt dabei eine besondere Rolle zu.“

Die EADS verzeichnete ein Konzernergebnis von € 71 Mio. (Konzernergebnis H1 2006: € 1.056 Mio.) oder € 0,09 je Aktie (Gewinn je Aktie H1 2006: € 1,32).

Die Aufwendungen für eigenfinanzierte Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen in den ersten sechs Monaten 2007 auf € 1.268 Mio. (H1 2006: € 1.139 Mio.). Dies resultiert aus den laufenden Entwicklungsprogrammen bei Airbus und vermehrten Aufwendungen für Forschung und Technologie (F&T).

Der Free Cash Flow einschließlich Kundenfinanzierungen fiel auf € -40 Mio. (H1 2006: € 319 Mio.). Darin spiegeln sich vor allem geringere Effekte aus der Veräußerung von Kundenfinanzierungen und der Aufbau von Nettoumlaufvermögen (Working Capital) wider. In allen Geschäftsbereichen stiegen die Vorräte an. Dieser Effekt konnte jedoch durch mehr erhaltene Anzahlungen und eine bessere operative Leistung ausgeglichen werden.

Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen verbesserte sich auf
€ -2 Mio. (H1 2006: € -216 Mio.). Die Nettoliquidität stand Ende Juni 2007 bei € 4,2 Mrd. und blieb damit stabil gegenüber dem Jahresende 2006.

In der zweiten Jahreshälfte 2007 wird die EADS damit beginnen, ein Treuhandmodell (Contractual Trust Arrangement, CTA) einzuführen. Das Board of Directors hatte beschlossen, Pensionsverpflichtungen mit einem jährlich festzulegenden Betrag zu finanzieren. Die dem CTA zufließenden Mittel dürfen ausschließlich für zukünftige Pensionsleistungen verwendet werden. Eine erste Einstellung in Höhe von € 500 Mio. in der zweiten Jahreshälfte 2007 geht mit einer entsprechenden Reduzierung der Pensionsrückstellungen einher.

Das Marktumfeld für Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung zeigt sich weiter freundlich. Aufgrund ihres hochwertigen Produktportfolios profitierte die EADS davon in Form einer anhaltend hohen Nachfrage. Der Auftragseingang des Unternehmens stieg dank der Verkaufserfolge von Airbus und Eurocopter auf € 70,2 Mrd. (H1 2006: € 14,2 Mrd.). Der gegenüber dem Vorjahreszeitraum schwächere US-Dollar bremste jedoch das Wachstum.

Ende Juni verfügte die EADS über einen Auftragsbestand von € 308,2 Mrd. (Jahresende 2006: € 262,8 Mrd.) und dies trotz einer Wertanpassung in Höhe von € -5,4 Mrd. aufgrund des US-Dollar-Einflusses. Die Beiträge des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft der EADS erhöhte sich dank neuer Aufträge für Eurocopter sowie Verteidigung und Sicherheit. Zum 30. Juni 2007 erreichte er einen Wert von € 55,9 Mrd. (Jahresende 2006: € 52,9 Mrd.). Diese Markterfolge bilden eine solide Basis für zukünftiges Wachstum. Ende Juni beschäftigte die EADS 116.848 Mitarbeiter (Jahresende 2006: 116.805).

Ausblick

Die EADS bestätigt ihren Umsatz- und EBIT*-Ausblick für das Geschäftsjahr 2007.

Der Umsatz für das Gesamtjahr 2007 wird gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um einen Wert im niedrigen einstelligen Prozentbereich fallen (basierend auf einem angenommenen Wechselkurs von € 1 = US$ 1,35).

Das EBIT* dürfte 2007 weitgehend stabil auf dem Niveau des Vorjahres bleiben in der Annahme von 440 bis 450 Flugzeugauslieferungen bei Airbus. Das Chancen-/Risiko-Profil verändert sich: Während die starke operative Leistung im Konzern, vor allem aber bei Airbus, Grund zur Zufriedenheit gibt, wäre gegenwärtig eine Anpassung des Ausblicks angesichts des Risikoniveaus bei einigen Großprogrammen unvorsichtig.

Das EBIT* der Nicht-Airbus-Aktivitäten sollte sich auf nahezu € 1 Mrd. belaufen. Eine mögliche Auswirkung der Kostenbewertung im A400M-Programm ist dabei nicht berücksichtigt.

Die EADS erwartet jetzt einen positiven Free Cash Flow. Gründe dafür sind die im Rahmen der Pariser Luftfahrtschau erhaltenen Aufträge und die in diesem Jahr bislang stärker als erwartet ausfallende Cash-Performance.

Geschäftsbereiche: Große Markterfolge im ersten Halbjahr 2007

In den ersten sechs Monaten 2007 lieferte Airbus 231 Flugzeuge aus (H1 2006: 219 Flugzeuge). Dies führte zu einem Umsatz in Höhe von € 12.889 Mio. (H1 2006: € 13.154 Mio.). Der Rückgang resultiert aus dem Fehlen erreichter A400M-Meilensteine und den Auswirkungen des schwachen US-Dollars. Das EBIT* des ersten Halbjahres belief sich auf€ 19 Mio. (H1 2006: € 1.497 Mio.), stark belastet durch Kosten im Zusammenhang mit dem industriellen Programmstart der A350XWB (€ -500 Mio.) und einer Restrukturierungsrückstellung für das Power8-Programm (€ -688 Mio.), die bereits im ersten Quartal 2007 gebildet wurde. Das EBIT* wurde zudem von produktionsbegleitenden Kosten für die A380 und höheren F&E-Aufwendungen beeinträchtigt. Der Mengeneffekt und der Einfluss des vorteilhafteren Flugzeug-Mix wirkten sich dagegen positiv auf das EBIT* des Geschäftsbereichs aus. Weniger attraktive US-Dollarkurssicherungen, die Preisgestaltung sowie höhere F&E-Aufwendungen werden das EBIT* von Airbus in der zweiten Jahreshälfte 2007 stärker belasten als im ersten Halbjahr.

Das Power8-Programm ist bereits in allen Bereichen angelaufen, die keine Verhandlungen mit Sozialpartnern erfordern. Die entsprechenden Diskussionen hinsichtlich der Reduzierung der Overhead-Kosten haben in allen vier Airbus-Ländern begonnen. Für jene Standorte, für die langfristige Partner gesucht werden, hat Airbus bereits viele Angebote erhalten. Sie werden derzeit bewertet und den Bietern werden Data Rooms zur Verfügung gestellt. Die im Rahmen von Power8 auf den Weg gebrachten, schnellen Erfolg versprechende Projekte zeigen bereits positive Ergebnisse – durch Kostensenkungen und Cash-Einsparungen, aber auch durch mehr Effizienz in den täglichen Arbeitsabläufen. Vor allem bei der A350XWB wird Airbus durch frühzeitiges Miteinbeziehen der Zulieferer die Entwicklungszeiten verkürzen können.

Mit eindrucksvollen Markterfolgen, insbesondere während der Luftfahrtschau in Paris, hat Airbus die Attraktivität seiner Produkte unter Beweis gestellt. Dieser erneute Schub für das gesamte Portfolio zeigt sich in Brutto-Bestellungen für 680 Flugzeuge bis Ende Juni 2007. Davon entfallen 392 Flugzeuge auf die A320-Familie und 279 Aufträge auf das Langstreckensegment (einschließlich 152 Aufträgen für die A350XWB).

Für die A380 gingen in der ersten Jahreshälfte neun neue Aufträge ein; damit liegen nun Aufträge über 165 Flugzeuge von 14 Kunden vor. Die erste A380 wird im Oktober 2007 an Singapore Airlines ausgeliefert werden. Der Produktionsanstieg wird zunächst schrittweise, in den Jahren 2009/2010 deutlich steiler erfolgen. Wegweisend war Ende Juni die Unterzeichnung des Joint-Venture-Vertrags zwischen Airbus und einem chinesischen Industriekonsortium hinsichtlich der Endmontagelinie für die A320-Familie in Tianjin. Im August 2008 wird dort die Montage des ersten Flugzeugs beginnen. Es wird in der ersten Jahreshälfte 2009 ausgeliefert werden.

Zum 30. Juni belief sich der Auftragsbestand von Airbus auf € 251,7 Mrd. basierend auf Listenpreisen (Jahresende 2006: € 210,1 Mrd.). Dies entspricht 2.925 Flugzeugen (Jahresende 2006: 2.533 Flugzeuge).

Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge erzielte einen Umsatz von € 307 Mio. (H1 2006: € 1.244 Mio.). Ausschlaggebend für den Umsatzrückgang ist das Fehlen erreichter Meilensteine im A400M-Programm. Positiv wirkte sich dagegen die Lieferung von vier Transportflugzeugen vom Typ C-295 an Brasilien aus. Der Geschäftsbereich verzeichnete ein EBIT* von € -29 Mio. (H1 2006: € 6 Mio.).

Vor kurzem wurde bei Airbus Military und in der Führung des A400M-Programms bei Airbus ein neues Management eingesetzt. Das A400M-Programm ist bedeutenden Risiken hinsichtlich des Gesamtzeitplans ausgesetzt, denn Systemzulieferer stehen weiterhin vor Herausforderungen, die späte Design-Anpassungen notwendig machen könnten. Die Endmontage für die A400M soll Ende August 2007 beginnen; der Erstflug ist für Sommer 2008 geplant. Das erneuerte Management bewertet derzeit den Einfluss auf Auslieferungen und Kosten.

Anfang Juni hat AirTanker, dessen größter Anteilseigner die EADS ist, mit der Kapitalaufbringung für das britische Tankflugzeugprogramm FSTA (Future Strategic Tanker Aircraft) begonnen. Für dieses privatwirtschaftlich finanzierte Beschaffungsvorhaben (Private Finance Initiative, PFI) wird ein Investitionskapital von rund £ 2 Mrd. aufgebracht werden. Die erste vollständig ausgerüstete A330 MRTT für das australische Tankflugzeugprogramm absolvierte kürzlich erfolgreich ihren Erstflug, und in einer umfangreichen Testreihe am Boden wurde die Leistungsfähigkeit des Tanksystems ARBS (Aerial Refuelling Boom System) unter Beweis gestellt. Im Wettbewerb um die Erneuerung der US-amerikanischen Tankflugzeugflotte sind EADS und Northrop Grumman Anfang des Jahres gemeinsam der Aufforderung zur Angebotsabgabe (Request for Proposal) nachgekommen. Im Verlauf der ersten sechs Monate des Jahres 2007 verzeichnete der Geschäftsbereich neue Aufträge über fünf Seeaufklärungsflugzeuge vom Typ CN-235 für das Deepwater-Programm der US-Küstenwache. Ende Juni belief sich der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Militärische Transportflugzeuge auf € 20,3 Mrd. (Jahresende 2006: € 20,3 Mrd.).

Der Geschäftsbereich Eurocopter setzte seine großen Verkaufserfolge in den ersten beiden Quartalen 2007 fort und steigerte seinen Umsatz auf € 1.644 Mio. (H1 2006: € 1.473 Mio.). Diese Entwicklung resultiert vor allem aus dem Produktionsanstieg bei zivilen Hubschraubern. Im ersten Halbjahr übergab Eurocopter 209 Hubschrauber an Kunden (H1 2006: 180). Trotz eines vorteilhaften Produktmix, Mengeneffekten und Kostensenkungen verringerte sich das EBIT* des Geschäftsbereichs auf € 35 Mio. (H1 2006: € 88 Mio.). Entscheidend für den Rückgang war eine Anpassung der Gesamtkosten (Cost at Completion) im NH90-Programm mit einer Belastung im ersten Halbjahr 2007 in Höhe von € 105 Mio.

Dank eines modernen Produktportfolios erzielte Eurocopter einige bedeutende Aufträge von Kunden aus aller Welt. Die Fähigkeiten des militärischen Transporthubschraubers NH90 wurden bestätigt: Deutschland unterschrieb für weitere 42 Hubschrauber dieses Typs, Belgien bestellte acht Maschinen. Insgesamt verkaufte Eurocopter in den ersten sechs Monaten 481 Hubschrauber (H1 2006: 302), der Auftragsbestand stieg damit auf 1.346 Hubschrauber (Jahresende 2006: 1.074). Damit umfasst der Auftragsbestand einen Wert von € 13,7 Mrd. (Jahresende 2006: € 11,0 Mrd.).

EADS Astrium erzielte einen Umsatz in Höhe von € 1.420 Mio., ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (H1 2006: € 1.273 Mio.). Gründe für den Anstieg waren der Hochlauf der Paradigm-Dienstleistungen, eine höhere Ariane 5-Produktion und das Geschäft mit ballistischen Flugkörpern. Das EBIT* belief sich dank Mengeneffekten auf € 47 Mio. (H1 2006: € 38 Mio.).

Im Rahmen der Pariser Luftfahrtschau unterzeichneten EADS Astrium und Arianespace eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) hinsichtlich der Produktion von 35 Trägerraketen vom Typ Ariane 5 ECA. Dies gewährleistet Kontinuität im Trägergeschäft über das Jahr 2010 hinaus. Mitte Juni startete der deutsche Radarsatellit TerraSAR-X erfolgreich ins All und übermittelte binnen Rekordzeit die ersten hoch auflösenden Bilder. Einschließlich der vier im ersten Halbjahr 2007 bestellten Telekommunikationssatelliten verfügte der Geschäftsbereich Ende Juni 2007 über einen Auftragsbestand von € 13,1 Mrd. (Jahresende 2006: € 12,3 Mrd.).

Der Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit verzeichnete einen stabilen Umsatz von € 2.235 Mio. (H1 2006: € 2.274 Mio.). Höhere Umsätze bei Secure Networks und Missionssystemen wurden von einem leichten Rückgang im Lenkflugkörpergeschäft aufgezehrt. Dieses hatte im vergangenen Jahr einen Höhepunkt erreicht. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als der Geschäftsbereich von einem Einmaleffekt aus der Veräußerung von LFK an MBDA profitierte, fiel das EBIT* auf € 77 Mio. (H1 2006: € 104 Mio.). Die Geschäftseinheit Defence and Communications Systems und das Eurofighter-Programm erzielten eine gute operative Leistung.

Im Juni erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag, ein nationales Schutzschildsystem für Katar bereitzustellen und zu integrieren. Die Verteidigungsministerien von Deutschland, Frankreich und Spanien haben die gemeinsame Entwicklung eines modularen unbemannten Hochleistungsflugzeugs (UAV) angekündigt. Das landesweite ungarische TETRA-Digitalfunknetz ging in Rekordzeit in Betrieb, und die Referenzplattform des Digitalfunknetzes für deutsche Sicherheitsbehörden (BOSNet) hat ihren Betrieb aufgenommen. Dank neuer Aufträge im Geschäftsfeld Global Security – einschließlich des integrierten Führungssystems FireControl für die englischen Feuerwehr- und Rettungskräfte – sowie hinsichtlich Eurofighter und EuroHawk erreichte der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Ende Juni einen Stand von € 18,2 Mrd. (Jahresende 2006: € 17,6 Mrd.).

Das institutionelle sowie das Sicherheits- und Verteidigungsgeschäft der EADS unterliegen starken saisonalen Schwankungen. Die Entwicklung wesentlicher Kennzahlen wie Umsatz, EBIT* und Cash Flow in den ersten Quartalen lässt üblicherweise keine Rückschlüsse auf das Gesamtjahr zu.

Zentrale und Übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einem EADS-Geschäftsbereich):

Der Umsatz der Übrigen Aktivitäten (ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma) betrug € 608 Mio. (H1 2006: € 660 Mio.). Hauptursache des Rückgangs ist die Veräußerung der Wartungsaktivitäten von EADS Sogerma an die TAT Group Anfang 2007. Der Regionalflugzeughersteller ATR, EADS EFW und EADS Socata verzeichneten hingegen einen erfreulichen Umsatzanstieg. Das EBIT* schnellte auf € 49 Mio. (H1 2006: € -143 Mio.), vor allem aufgrund des neuen Zuschnitts von EADS Sogerma und positiven Beiträgen von ATR, EADS EFW and EADS Socata.

ATR profitierte erneut von der Markterholung im Bereich der Turboprop-Flugzeuge und erhielt im ersten Halbjahr Aufträge über 48 neue Flugzeuge. Insgesamt führte dies Ende Juni zu einem Auftragsbestand von 144 Flugzeugen. Zudem wurde mit der chinesischen Luftfahrtindustrie ein Abkommen über die Produktion der Hecksektion von ATR-Flugzeugen in China getroffen. Die Zusammenarbeit soll noch 2007 beginnen. EADS EFW übergab 11 umgerüstete Frachter an die Kunden; gleichzeitig sorgten die gestiegenen Airbus-Produktionsraten für weiteres Wachstum im Geschäft mit Flugzeugkomponenten. Der Erfolg der TBM 850 von EADS Socata wird unterstrichen durch die Auslieferung von 17 Flugzeugen dieses Typs im ersten Halbjahr. Ende Juni verfügte dieses moderne Turboprop-Flugzeug über einen Auftragsbestand von 31 Flugzeugen. Zum 30. Juni 2007 erreichten die Übrigen Aktivitäten einen Auftragsbestand von € 2,1 Mrd. (Jahresende 2006: € 2,3 Mrd.).


Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 39,4 Milliarden im Jahr 2006 und über 116.000 Mitarbeitern. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und EADS Astrium, die europäische Nummer 1 im Raumfahrtgeschäft mit Programmen wie Ariane und Galileo. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist beteiligt an MBDA, dem international führenden Lenkflugkörperhersteller.

EADS Corporate Communications:

Alexander Reinhardt Tel.: +49 89 60 74 42 35
Edmund Reitter Tel.: +49 89 60 73 45 10
Corinne Meutey Tel.: +33 1 42 24 20 63
José María Palomino Tel.: +34 91 5 85 77 88

* EBIT

Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Abschreibungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

EADS – Ergebnisse für das erste Halbjahr (H1) 2007

(Beträge in Euro)

EADS-Konzern H1 2007 H1 2006
Veränd.
Umsatz, in Mio.
davon Verteidigung, in Mio.
18.493
3.485
18.980
4.127
-3%
-16%
EBITDA (1) (4), in Mio. 1.153 2.427
-52%
EBIT (2) (4), in Mio. 367 1.654
-78%
Forschungs- und Entwicklungskosten,
in Mio.
1.268 1.139
+11%
Konzernergebnis (3) (4), in Mio. 71 1.056
-93%
Gewinn je Aktie (3) (4)
0,09 1,32
-1,23 €
Free Cash Flow (FCF), in Mio. -40 319

FCF vor Kundenfinan- zierungen, in Mio. -2 -216

Auftragseingang (5) , in Mio.
70.219 14.153
+396%

EADS-Konzern 30. Juni 2007 31. Dez. 2006 Veränd.
Auftragsbestand (5), in Mio.
davon Verteidigung, in Mio.
308.247
55.921
262.810
52.933
+17%
+6%
Nettoliquidität, in Mio. 4.197 4.229
-1%
Beschäftigte 116.848 116.805
+/-0%

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäfts-
bereiche
Umsatz EBIT (2) (4)
H1 2007 H1 2006
Veränd. H1 2007 H1 2006
Veränd.
Airbus
12.889 13.154
-2%
19 1.497
-99%
Militärische Transport-
flugzeuge
307 1.244
-75%
-29 6

Eurocopter 1.644 1.473
+12%
35
88
-60%
EADS Astrium
1.420 1.273
+12%
47
38
+24%
Verteidigung und Sicherheit 2.235 2.274
-2%
77
104
-26%
Zentrale / Konsolidierung -610 -1.098

169 (6)
64

Übrige Aktivitäten (7)
608 660
-8%
49
-143

Gesamt 18.493 18.980
-3%
367
1.654
-78%

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäfts-
bereiche
Auftrags-
eingang(5)
Auftrags-
bestand (5)
H1 2007 H1 2006
Veränd. 30. Juni 2007
31. Dez. 2006
Veränd.
Airbus
60.367 7.905
+664%
251.743 210.115
+20%
Militärische Transport-
flugzeuge
250 751
-67%
20.256 20.337
+/-0%
Eurocopter
4.332 1.722
+152%
13.730 11.042
+24%
EADS Astrium
2.290 2.223
+3%
13.125 12.263
+7%
Verteidigung und Sicherheit 2.802 1.694
+65%
18.164 17.570
+3%
Zentrale / Konsolidierung -553 -904

-10.891 -10.809

Übrige Aktivitäten (7)
731 762
-4%
2.120 2.292
-8%
Gesamt 70.219 14.153
+396%
308.247 262.810
+17%

EADS – Ergebnisse für das zweite Quartal (Q2) 2007

(Beträge in Euro)

EADS-Konzern Q2 2007 Q2 2006
Veränd.
Umsatz, in Mio. 9.509 9.897
-4%
EBIT (2) (4), in Mio. 278 863
-68%
Konzernergebnis (3) (4), in Mio 81 534
-85%
Gewinn je Aktie (3) (4)
0,10 0,67
-0,57 €

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäfts-
bereiche
Umsatz EBIT (2) (4)
Q2 2007 Q2 2006
Veränd. Q2 2007 Q2 2006 Veränd.
Airbus
6.283 6.792
-7%
88 813
-89%
Militärische Transport-
flugzeuge
174 422
-59%
-16 -3

Eurocopter 973 817
+19%
2
60
-97%
EADS Astrium
791 780
+1%
37
37
+/-0%
Verteidigung und Sicherheit 1.265 1.274
-1%
83
65
+28%
Zentrale / Konsolidierung -303 -518

55
30

Übrige Aktivitäten (7)
326 330
-1%
29
-139

Gesamt 9.509 9.897
-4%
278
863
-68%

Gründe für den EBIT*-Rückgang im zweiten Quartal 2007 liegen bei Airbus (aufgrund einer Rückstellung für Kosten im Zusammenhang mit dem Programmstart der A350XWB und produktionsbegleitende Kosten für die A380); weitere Gründe sind Kosten für den NH90 und ein negativer Mengeneffekt im A400M-Programm aufgrund Verzögerungen beim Erreichen von Meilensteinen. Dies wurde von einem im Vergleich zum Vorjahr verbesserten EBIT* bei EADS Sogerma teilweise ausgeglichen.

Fußnoten zu den Tabellen

  1. Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten
  2. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  3. Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Konzernergebnis. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht.
  4. Die EADS veränderte im Jahr 2006 ihre Bilanzierungsmethode zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen vom Korridor-Ansatz zum Eigenkapital-Ansatz, d.h. sämtliche versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Bilanz als Pensionsrückstellung ausgewiesen und mindern dabei erfolgsneutral das Eigenkapital. Folglich wurde das EBIT* für das erste Halbjahr 2006 um € 22 Mio. angepasst (Airbus: € 6 Mio.; Eurocopter: € 4 Mio.; EADS Astrium: € 2 Mio.; Verteidigung und Sicherheit: € 8 Mio.; Zentrale: € 2 Mio.). Das EBIT* für das zweite Quartal 2006 wurde um € 11 Mio. angepasst (Airbus: € 3 Mio.; Eurocopter: € 2 Mio.; EADS Astrium: € 1 Mio.; Verteidigung und Sicherheit: € 4 Mio.; Zentrale: € 1 Mio.).
  5. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.
  6. Das gestiegene EBIT* der Zentrale spiegelt den Gewinn aus der Veräußerung des EADS-Anteils an Embraer, dem Verkauf des Gebäudes in Velizy (beide im ersten Quartal realisiert) und den höheren Gewinn bei Dassault wider.
  7. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung (Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.

Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 25. April 2007 entnommen werden.

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