Die EADS und die russische UAC (United Aircraft Corporation) haben vier Verträge unterzeichnet, welche die von den Partnern bereits in ihren Grundzügen vereinbarten Kooperationsprogramme näher definieren. Die Verträge basieren auf den Ergebnissen einer hochrangigen Arbeitsgruppe, die Ende letzten Jahres ins Leben gerufen wurde.
Die erste Vereinbarung betrifft die Partnerschaft beim Airbus A350XWB-Programm. Airbus bietet der russischen Industrie eine fünfprozentige Beteiligung an der Flugzeugstruktur an. Die Verhandlungen darüber, welche Komponenten des Flugzeugs in Russland entwickelt und gefertigt werden, laufen noch.
Die zweite Vereinbarung sieht die Gründung eines Joint Ventures mit Sitz in Dresden vor. Es wird die Aufgabe haben, Zentren für die Frachterumrüstung der Airbus A320-Familie in Luchowizy bei Moskau und in Dresden aufzubauen.
Die dritte Unterschrift initiiert eine gemeinsame Studie über den Markt für Transportflugzeuge sowie die mögliche Zusammenarbeit der EADS und der russischen Industrie in diesem Bereich.
Eine weiters getroffene Vereinbarung betrifft eine Änderung der Aktionärsstruktur beim Engineering Centre Airbus Russia (ECAR).
UAC wird dabei die Anteile der Kaskol-Gruppe übernehmen.
Die Verträge wurden für die EADS von CEO Tom Enders, dem COO von Airbus, Fabrice Brégier, und dem CEO von EADS EFW, Andreas Sperl, unterzeichnet. Für die UAC unterzeichnete UAC-Präsident Alexej Fedorow.
Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von 39,4 Mrd. € im Jahr 2006 und rund 116.000 Mitarbeitern. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und EADS Astrium, die europäische Nummer 1 im Raumfahrtgeschäft mit Programmen wie Ariane und Galileo. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist beteiligt an MBDA, dem international führenden Lenkflugkörperhersteller.