Stand: 21  Dezember  2007 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS und Airbus wählen bevorzugte Bieter für Veräußerung von Standorten aus

  • Latécoère ausgewählt für Méaulte und St. Nazaire Ville
  • MT Aerospace (OHB Technology) ausgewählt für Nordenham,
    Varel und Augsburg
  • GKN ausgewählt für Filton

Amsterdam, 19  Dezember  2007

EADS und Airbus haben Latécoère in Frankreich, GKN in Großbritannien und MT Aerospace in Deutschland als bevorzugte Bieter für die Standorte Méaulte und St. Nazaire Ville (beide Frankreich), Teile des Werks in Filton (Großbritannien) und die deutschen Standorte Nordenham, Varel und Augsburg ausgewählt. Das EADS Board of Directors hat das Management von EADS und Airbus authorisiert, mit den bevorzugten Bietern in Verhandlungen über verbliebene Themen einzutreten und die abschließende Unternehmensbewertung (Due Dilligence) vorzunehmen, mit dem Ziel, eine endgültige Einigung zum baldmöglichsten Zeitpunkt zu erreichen. Bedeutende Fortschritte bei der Einigung über den Kaufvertrag werden für das erste Quartal 2008 erwartet. Das EADS Board of Directors sieht in dieser Entscheidung die deutliche Verpflichtung des Managements auf die Ziele des Power8-Programms.

Die Partnerwahl für Filton zielt auf einen vollständigen Verkauf der Flügelkomponentenfertigung und der Vormontage an diesem Standort an GKN ab. Für die Standorte in Deutschland und Frankreich wird eine Einigung die Form von Joint Ventures annehmen, an denen Airbus eine substanzielle Minderheitsbeteiligung halten wird. Nach Ablauf von drei Jahren kann sich Airbus vollständig zurückziehen. Der Vorteil einer Joint-Venture-Struktur besteht darin, dass Airbus den Übergang während der Definitions- und Entwicklungsphase der A350 XWB begleiten kann und gleichzeitig die Cash-Bindung von EADS wesentlich reduziert werden kann. Airbus hat nicht die Absicht, im Rahmen der Joint-Ventures in das jeweilige Standort-Management des Mehrheitseigners einzugreifen.

An den zur Veräußerung vorgesehenen Airbus-Standorten sind insgesamt 7.400 Mitarbeiter beschäftigt; zugleich repräsentieren die Werke € 1,4 Mrd. der Airbus-Kostenbasis im Jahr 2007. Der Standort Augsburg gehört zum EADS-Geschäftsbereich Verteidigung und Sicherheit, hat 2.000 Mitarbeiter und im Jahr 2007 eine Kostenbasis in Höhe von rund € 450 Mio. Rund 70 Prozent des Umsatzes am Standort Augsburg werden im Airbus-Geschäft erzielt.

„Die derzeitige Veräußerung von Standorten und der Aufbau eines Netzwerks von Partnern für Airbus ermöglicht es EADS, sich auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren. Dadurch können wir die industrielle Neuausrichtung von Airbus im Rahmen einer leistungsorientierten Zusammenarbeit vorantreiben. Gleichzeitig kann EADS finanziell entlastet werden in Zeiten, in denen kostenintensive Programme und die Unsicherheit durch die Dollarschwäche zusammentreffen”, sagte EADS-CEO Louis Gallois.

„Diese Entscheidung ist ein wichtiger Meilenstein für die neue Airbus-Strategie und das Power8-Programm. Wir werden daran arbeiten, die Verhandlungen voran zu treiben und so schnell wie möglich abzuschließen. Gleichzeitig können wir nun damit beginnen, langfristige Partnerschaften mit drei Hauptzulieferern für die A350 XWB aufzubauen. Sie werden an Arbeitsbelastung, Investitionen, Risiken und zukünftigem Gewinn entsprechend beteiligt sein. Die Bieter werden nun zur A350-XWB-Entwicklungsplattform eingeladen, um die laufende A350 Entwicklung sofort unterstützen zu können”, sagte der Präsident und CEO von Airbus Tom Enders. „Dieser Prozess wird starke Hauptzulieferer für Airbus schaffen und es den Standorten ermöglichen, sich weiter zu entwickeln und die erforderlichen technologischen Kompetenzen zu erwerben, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.”

Die Transaktionen sollen bis Sommer 2008 abgeschlossen sein und die Standorte dann an die neuen Eigner übergeben werden. Bis dahin werden die Standorte weiterhin ihre Komponenten für die laufenden Airbus-Programme (A320-Familie, A330/A340-Familie und A380) herstellen. Für sie verfügt Airbus über einen Auftragsbestand von mehr als 3.000 Flugzeugen. Der Abschluss der Transaktion ist abhängig von Einigungen über Geschäftsbedingungen (beispielsweise Führungsfragen, Ausstiegsmechanismen etc.) und dem Nachweis zufriedenstellender Finanzierungsstrukturen und des entsprechenden Willens durch die Käufer.

Power8 ist ein weitreichendes Verbesserungsprogramm. Es zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit von Airbus angesichts des schwachen US-Dollars zu bewahren. Airbus wird durch eine umfangreiche Neuordnung des Unternehmens effizienter und produktiver werden. Dies umfasst eine stärkere Integration mit vereinfachten Prozessen, eine schlanke Produktion, verkürzte Entwicklungszeiten und eine verringerte Anzahl von Zulieferern.

Arbeitspakete für die A350 XWB werden nun an die zukünftigen Partner in Filton, Meaulte und St. Nazaire Ville sowie Nordenham, Varel und Augsburg vergeben. Das Tempo und der Zeitplan abschließender Verhandlungen mit den bevorzugten Bietern zum jetzigen Zeitpunkt ist mit dem Zeitplan der laufenden A350-XWB-Entwicklung konform. Der Veräußerungsprozess für den Standort Laupheim läuft eigenständig weiter.

EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 39,4 Milliarden im Jahr 2006 und rund 117.000 Mitarbeitern. Zu EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und EADS Astrium, die europäische Nummer 1 im Raumfahrtgeschäft mit Programmen wie Ariane und Galileo. Die Sparte Verteidigung und Sicherheit bietet ihren Kunden umfassende Systemlösungen an, ist für EADS größter Partner im Eurofighter-Konsortium und wesentlicher Anteilseigner am Lenkflugkörperhersteller MBDA. Die Sparte Militärische Transportflugzeuge entwickelt die A400M.

EADS Corporate Communications:

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Gaelle Pellerin Tel.: +33 1 42 24 22 54
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Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung
(Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.
In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.

Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 25. April 2007 entnommen werden.

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