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EADS: Erstes Quartal 2006 bestätigt solide Wachstumsaussichten

  • Umsatz: € 9,1 Mrd. – plus 30 Prozent
  • EBIT * : € 780 Mio. – plus 19 Prozent
  • Net Income: € 516 Mio. - plus 26 Prozent

Amsterdam, 16 Mai 2006

EADS (Börsenkürzel: EAD) hat im ersten Quartal 2006 deutlich bessere Ergebnisse erzielt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zwischen Januar und März 2006 konnte das Unternehmen den Umsatz um 30 Prozent auf € 9,1 Mrd. steigern (Q1 2005: € 7,0 Mrd.) und das EBIT* (vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten) um 19 Prozent auf € 780 Mio. erhöhen (Q1 2005: € 657 Mio.). Die EADS veröffentlichte ihre Quartalsergebnisse am Dienstag und bekräftigte ihre Prognose für 2006.

„Diese Quartalsergebnisse unterstreichen erneut die wirtschaftliche Dynamik der EADS. Wir gehen die laufenden operativen Herausforderungen engagiert an, ohne dabei unsere wichtigsten Programme aus den Augen zu verlieren“, erklärten die CEOs der EADS, Thomas Enders und Noël Forgeard.

Starkes Umsatzwachstum und höheres EBIT *

In den ersten drei Monaten stieg der Umsatz der EADS 2006 um 30 Prozent auf € 9,1 Mrd. (Q1 2005: € 7,0 Mrd.). Zum Wachstum trugen die Geschäftsbereiche Airbus, Eurocopter, Militärische Transportflugzeuge sowie Verteidigungs- und Sicherheitssysteme bei. Im Verteidigungsgeschäft erzielte die EADS insgesamt einen Umsatz von € 2,0 Mrd. (Q1 2005: € 1,3 Mrd.). Darin enthalten ist eine ursprünglich für das vierte Quartal 2005 vorgesehene Umsatzrealisierung im A400M-Programm in Höhe von € 0,5 Mrd.

Alle Geschäftsbereiche verbesserten ihr EBIT* verglichen mit dem ersten Quartal 2005. Airbus erhöhte die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge auf 101 (Q1 2005: 87). Daneben trugen auch die übrigen Geschäftsbereiche Raumfahrt, Eurocopter, Verteidigungs- und Sicherheitssysteme sowie Militärische Transportflugzeuge zum starken Ergebnis im ersten Quartal bei. Das EBIT* stieg trotz eines weniger vorteilhaften Wechselkurses für die Währungssicherung von € 1 = US$ 1,09 (Q1 2005: € 1 = US$ 0,98) und höherer Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E). Die EBIT*-Marge betrug 8,6 Prozent.

Im ersten Quartal 2006 beliefen sich die Aufwendungen für eigenfinanzierte F&E auf € 536 Mio. (Q1 2005: € 422 Mio.). Dieser Anstieg resultiert vor allem aus der Programmentwicklung bei Airbus und entspricht dem Plan. Die Höhe der F&E-Aktivierung blieb mit € 56 Mio. annähernd stabil gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres (Q1 2005: € 52 Mio.).

Konzernergebnis steigt um 26 Prozent – Nettoliquidität nimmt weiter zu

Das Konzernergebnis stieg um 26 Prozent auf € 516 Mio. (Q1 2005: € 410 Mio.) bzw. € 0,65 je Aktie (Q1 2005: € 0,52). Diese Zunahme ist auf die starke EBIT*-Entwicklung im ersten Quartal 2006 zurückzuführen. Das Konzernergebnis wurde durch einen vorteilhaften durchschnittlichen Steuersatz begünstigt. Zugleich wurde es durch das Übrige Finanzergebnis aufgrund eines zum Monatsende März 2006 (gegenüber Ende Dezember 2005) weniger vorteilhaften Schlusskurses des US-Dollars gegenüber dem Euro belastet.

Aufgrund der Weiterveräußerung von Krediten zur Flugzeugfinanzierung belief sich der Free Cash Flow nach Kundenfinanzierungen auf € 363 Mio. (Q1 2005: € 641 Mio.). Der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen betrug € -67 Mio. (Q1 2005: € 704 Mio.). Der Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 resultiert vor allem aus geringeren erhaltenen Anzahlungen in wesentlichen Verteidigungsprogrammen. Ende März 2006 betrug die Nettoliquidität € 5,9 Mrd. (Jahresende 2005: € 5,5 Mrd.).

Auftragseingang 18 Prozent höher

Entsprechend den konzernweiten Geschäftserfolgen verzeichnete die EADS in den ersten drei Monaten 2006 einen Auftragseingang in Höhe von € 10,5 Mrd. (Q1 2005: € 8,9 Mrd.). Dies entspricht einer Zunahme um 18 Prozent. Gleichzeitig übertraf der Auftragseingang den Umsatz im ersten Quartal. Zum stark gestiegenen Auftragseingang trugen insbesondere die Geschäftsbereiche Militärische Transportflugzeuge, Eurocopter und Raumfahrt bei.

Ende März belief sich der Auftragsbestand der EADS auf solide € 248,6 Mrd. (die Beiträge des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen). Im Vergleich zum Jahresende 2005 hat sich der Auftragsbestand infolge des weniger vorteilhaften Dollar-Kurses geringfügig verringert. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft der EADS erreichte Ende März einen Wert von € 52,0 Mrd. (Jahresende 2005: € 52,4 Mrd.).

In den ersten drei Monaten des Jahres 2006 hat die EADS rund 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zum 31. März 2006 beschäftigte die EADS 114.203 Mitarbeiter (Ende 2005: 113.210).

Ausblick auf 2006: Anhaltendes Wachstum bestätigt

Die EADS bestätigt ihren am 8. März 2006 veröffentlichten Ausblick.

Für 2006 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von über € 37 Mrd. (2005: € 34,2 Mrd.). Das Wachstum folgt einer erwarteten Zunahme der Airbus-Auslieferungen um mindestens zehn Prozent und Umsatzsteigerungen im Verteidigungsgeschäft. Die EADS plant mit einem Wechselkurs von € 1 = US$ 1,30.

Die EADS erwartet zudem einen EBIT*-Anstieg auf € 3,2 Mrd. bis € 3,4 Mrd. (2005: € 2,85 Mrd.). Das Wachstum wird unterstützt von höheren Volumina bei Airbus und operativen Effizienzsteigerungen in allen Geschäftsbereichen, einschließlich des Kostensenkungsprogramms Route06. Diese werden teilweise aufgezehrt von höher als erwartet ausfallenden Verlusten bei EADS Sogerma Services und der Fälligkeit weniger vorteilhafter US Dollar-Wechselkurssicherungen. Die EADS bestätigt ihre EBIT*-Prognose und erkennt mit der angegebenen Spanne an, dass einzelne die Geschäftsentwicklung bestimmende Faktoren erst im Jahresverlauf näher bestimmt werden können.

Die EADS erwartet für 2006 einen stabilen Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen, trotz des Vorratsaufbaus im Zusammenhang mit den vermehrten Auslieferungen, insbesondere hinsichtlich der A380.

Beim Gewinn je Aktie rechnet die EADS 2006 mit einem Anstieg auf
€ 2,35 bis € 2,55 (2005: € 2,11), auf der Grundlage von durchschnittlich rund 795 Millionen Aktien und einem Jahresschlusskurs für den US-Dollar ähnlich dem Niveau von 2005.

Dieser Ausblick umfasst keine weitergehenden Auswirkungen der möglichen Ausübung der Put-Option, die BAE Systems hinsichtlich ihres 20-Prozent-Anteils an Airbus gewährt wird.

Geschäftsbereiche

Der Geschäftsbereich Airbus steigerte seinen Umsatz infolge vermehrter Flugzeugauslieferungen (101 gegenüber 87 im ersten Quartal 2005) um 28 Prozent auf € 6,362 Mrd. (Q1 2005: € 4,989 Mrd.). Das EBIT* stieg um acht Prozent auf € 681 Mio. (Q1 2005: € 628 Mio.), hauptsächlich resultierend aus erhöhten Volumina. Beeinträchtigt wurde das EBIT* in den ersten drei Monaten durch höhere F&E-Aufwendungen (€ 104 Mio. mehr als im ersten Quartal 2005) und Einflüssen eines weniger vorteilhaften Dollar-Kurses in Höhe von € -320 Mio. Die EBIT*-Marge betrug 10,7 Prozent. Die aus dem vierten Quartal 2005 ins erste Quartal 2006 verschobene Umsatzrealisierung im A400M-Programm beeinflusst die EBIT*-Marge von Airbus. Ohne die Verschiebung hätte diese 11,1 Prozent betragen.

Airbus erhielt in den ersten drei Monaten 90 Brutto-Aufträge (Q1 2005: 123). 60 Prozent des Auftragseingangs stammen aus dem asiatisch-pazifischen Raum und unterstreichen die anhaltende Nachfrage in dieser Wachstumsregion. Basierend auf Listenpreisen verfügte Airbus Ende März 2006 über einen Auftragsbestand von € 197,0 Mrd. Dies entspricht 2.146 Flugzeugen (Jahresende 2005: 2.177 Flugzeuge).

Die Zertifizierung der A380 liegt im Zeitplan und bis Anfang Mai wurden bedeutende Fortschritte erzielt: Airbus hat den ersten umfangreichen Kabinentest in einer vollständig ausgestatteten A380 erfolgreich abgeschlossen und darüber hinaus bei Ermüdungstests einen Stand von 10.000 simulierten Flugbewegungen erreicht. Bereits im ersten Quartal hatten die Zertifizierungsbehörden den A380-Evakuierungstest abgenommen und das Flugzeug für maximal 853 Passagiere zugelassen. Die erste Auslieferung ist für Ende 2006 vorgesehen. Der für das nächste Jahr geplante Produktionshochlauf wird derzeit überprüft hinsichtlich Kapazitäten und möglichen Auswirkungen der folgenden Zertifizierungsphasen.

Hinsichtlich des A350-Programms werden derzeit die Kundenreaktionen und die Vereinbarkeit daraus resultierender Optionen mit den langfristigen strategischen Zielen von Airbus geprüft. Dies erfolgt in Absprache zwischen den Airbus-Anteilseignern und wird zu gegebener Zeit verkündet.

Im Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge stieg der Umsatz auf € 822 Mio. (Q1 2005: € 108 Mio.), insbesondere durch eine bedeutende Umsatzrealisierung im A400M-Programm, die ursprünglich für das vierte Quartal 2005 vorgesehen war. Der Geschäftsbereich erzielte ein EBIT* von € 9 Mio. (Q1 2005: € -6 Mio.).

Planmäßig wurde im ersten Quartal 2006 ein vertraglich festgelegter Meilenstein hinsichtlich des A400M-Antriebssystems erreicht. Insgesamt liegt das A400M-Programm gut im Plan. Einschließlich der vier von Malaysia in Auftrag gegebenen Flugzeuge liegen für die A400M nunmehr
192 Festbestellungen vor. Im ersten Quartal 2006 unterzeichnete Portugal einen Kaufvertrag über zwölf Transportflugzeuge C-295. Im Mai folgte Finnland mit einem Auftrag über zwei Flugzeuge desselben Typs. Der Auftragsbestand zum 31. März 2006 blieb stabil mit einem Wert von € 20,8 Mrd. (Jahresende 2005: € 21,0 Mrd.).

Im März 2006 fand der Roll-out der ersten CN-235 für das Deepwater-Programm der US-Küstenwache statt. Dass die EADS in den USA als zuverlässiger Partner wahrgenommen wird, unterstrich das Pentagon mit seiner Aufforderung zur Angebotsabgabe für ein leichtes Transportflugzeug der US-Streitkräfte (Joint Cargo Aircraft, JCA). Ihre Fähigkeiten hinsichtlich Tankflugzeugen stellte die EADS mit dem erfolgreichen Erstflug ihres hochmodernen Tankauslegers ARBS (Air Refuelling Boom System) unter Beweis.

Der Geschäftsbereich Eurocopter konnte seinen Umsatz um 26 Prozent auf € 656 Mio. steigern (Q1 2005: € 519 Mio.), vor allem durch vermehrte Hubschrauberauslieferungen (64 gegenüber 56 im ersten Quartal 2005). Zugleich setzte der Geschäftsbereich in den ersten drei Monaten 2006 sein Ergebniswachstum fort und verdoppelte sein EBIT* auf € 26 Mio. (Q1 2005: € 13 Mio.). Die erhebliche Steigerung aufgrund erhöhter Volumina wurde trotz der Fälligkeit weniger vorteilhafter Wechselkurssicherungen erreicht.

Eurocopter verzeichnete neue Aufträge über 147 Hubschrauber (Q1 2005: 71), davon 63 Prozent von außereuropäischen Kunden.

Eurocopter festigte seine Führung am zivilen und öffentlichen Markt mit der Entscheidung der spanischen Polizei für die EC135, von der sie zur Modernisierung ihrer bestehenden Flotte 51 Hubschrauber beschaffen wird. In den USA erhielt Eurocopter einen Auftrag der US-Regierung über zehn Hubschrauber vom Typ EC120. Dieser Auftrag kann auf bis zu 55 Hubschrauber erweitert werden. Bulgarien unterzeichnete einen Kaufvertrag über insgesamt 15 Hubschrauber vom Typ Cougar und Panther. Die Qualifizierung durch den Kunden für den taktischen Transporthubschrauber NH90 TTH für die deutschen Streitkräfte ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zur Indienststellung des NH90. Bis Ende März erhöhte sich der Auftragsbestand von Eurocopter auf € 10,3 Mrd. (Jahresende 2005: € 10,0 Mrd.).

Der Geschäftsbereich Raumfahrt erzielte einen Umsatz von € 493 Mio. (Q1 2005: € 516 Mio.) und erreichte hinsichtlich EBIT* bereits im ersten Quartal die Gewinnschwelle (Q1 2005: € -6 Mio.). Dies ist zurückzuführen auf den Hochlauf der Ariane-5-Produktion und den Erfolg umfassender Restrukturierung. Der Geschäftsbereich kann damit 2006 in erheblich höherem Maße zum EADS-Ergebnis beitragen.

Im Satellitengeschäft verzeichnete die EADS einen besonders starken Auftragseingang aufgrund bedeutender Aufträge über Telekommunikations- und optische Beobachtungssatelliten aus Kanada und Algerien. Dies unterstreicht die Attraktivität des Portfolios von EADS Astrium für die Kunden. In der Testphase des Satellitennavigationssystems Galileo kommt dem Geschäftsbereich eine Schlüsselrolle bei der Herstellung der ersten vier Satelliten und Kontrolleinrichtungen am Boden zu. Der Auftragsbestand stieg bis Ende März auf € 11,9 Mrd. (Jahresende 2005: € 10,9 Mrd.).

Die von EADS Astrium gebaute europäische Sonde Venus Express schwenkte Anfang Mai erfolgreich in ihre endgültige Venus-Umlaufbahn ein. Im Geschäft mit Trägersystemen profitierte die EADS vom erfolgreichen Start der 10-Tonnen-Version der Ariane 5. Zudem wurde Anfang Mai das Weltraumlabor Columbus an die europäische Weltraumorganisation ESA ausgeliefert. Im Herbst 2007 soll dieser europäische Beitrag zur internationalen Raumstation ISS gebracht werden.

Im Geschäftsbereich Verteidigungs- und Sicherheitssysteme stieg der Umsatz um acht Prozent auf € 1,0 Mrd. (Q1 2005: € 925 Mio.). Das EBIT* verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal 2005 deutlich auf € 35 Mio. (Q1 2005: € -35 Mio.). Dieser Anstieg resultiert aus operativen Verbesserungen insbesondere im Rahmen des Produktionshochlaufs beim Eurofighter und bei Lenkflugkörperprogrammen. Er profitierte darüber hinaus von dem Gewinn aus der Veräußerung von EADS/LFK an MBDA. Durch Restrukturierungskosten in der Geschäftseinheit Defence and Communication Systems, die höher lagen als im ersten Quartal 2005, wurde die Ergebnissteigerung teilweise aufgezehrt.

Der Auftragseingang besteht zum größten Teil aus Erfolgen im Geschäft mit Verteidigungs- und Kommunikationssystemen. Das Unternehmen erhielt von Ungarn den Auftrag über die Bereitstellung der Infrastruktur für ein landesweites Tetra-Digitalfunknetz. Der EADS-Beitrag soll Ende Januar 2007 einsatzbereit sein. Ende März 2006 verfügte der Geschäftsbereich über einen Auftragsbestand von € 17,5 Mrd. (Jahresende 2005: € 18,5 Mrd.).

Im Wettbewerb für den Auftrag über ein digitales Sprech- und Datenfunknetz der deutschen Sicherheitsbehörden (BOSNet) hat die EADS das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Das Unternehmen wurde zudem ausgewählt, die deutsche Fregatte F125 mit einem Führungs- und Waffeneinsatzsystem auszurüsten. Der norwegischen Regierung hat die EADS ein maßgeschneidertes Eurofighter-Angebot unterbreitet. Damit zeichnen sich für den Eurofighter weitere Exportchancen ab. Mit der zum
1. März 2006 erfolgreich abgeschlossenen Integration von EADS/LFK in MBDA kam die Konsolidierung der europäischen Lenkflugkörperindustrie weiter voran.

Das institutionelle sowie das Sicherheits- und Verteidigungsgeschäft der EADS unterliegen starken saisonalen Schwankungen. Daher sind die Ergebnisse in den ersten Quartalen in der Regel nicht repräsentativ für das Gesamtjahr.

Übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einem EADS-Geschäftsbereich): Die Umsätze der Übrigen Aktivitäten (ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services) stiegen stark um 43 Prozent auf € 330 Mio. (Q1 2005: € 231 Mio.), vor allem durch EADS EFW, EADS Sogerma Services und ATR. Das EBIT* belief sich im ersten Quartal 2006 auf € -4 Mio. (Q1 2005: € -2 Mio.), wobei ATR und EADS EFW positive Ergebnisbeiträge leisteten.

EADS Sogerma Services verbuchte im ersten Quartal 2006 operative Verluste. Vom EADS Board of Directors wurde ein umfassendes Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramm beschlossen, um EADS Sogerma Services im Jahr 2007 wieder in die Gewinnzone zu führen. Dazu soll ein Standort mit rund 1.000 Arbeitsplätzen geschlossen werden. Zudem zielt das Programm darauf ab, im Geschäftsfeld Flugzeugsitze den Break-even zu erreichen, das Geschäft mit Flugzeugkomponenten und der Ausrüstung von Geschäftsflugzeugen zu intensivieren und darüber hinaus zusätzliche Synergien innerhalb der EADS zu heben.
Aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs und der Nachfrage nach hoch effizienten Regionalflugzeugen hält die Erholung am Turboprop-Markt weiter an. ATR erhielt 18 Aufträge, allesamt von asiatischen Kunden. EADS EFW verdoppelte die Anzahl der Frachterumrüstungen und lieferte im ersten Quartal 2006 vier umgebaute Frachtflugzeuge aus (gegenüber zwei in den ersten drei Monaten 2005). China Eastern Airlines gab den Umbau von drei Passagierflugzeugen zu Frachtern in Auftrag. Im Geschäft mit Flugzeugkomponenten konnten EADS EFW und EADS Sogerma Services stark vom Produktionshochlauf bei Airbus profitieren. EADS Socata erhielt die Zulassung für das neue Turboprop-Flugzeug TBM 850 und wurde von den französischen Streitkräften für die Wartung ihrer TBM-700-Flotte ausgewählt. Ende März 2006 belief sich der Auftragsbestand der Übrigen Aktivitäten auf € 2,2 Mrd. (Jahresende 2005: € 2,1 Mrd.).

Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 34,2 Milliarden im Jahr 2005 und derzeit rund 114.000 Mitarbeitern. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und das Joint-Venture MBDA, der führende internationale Lenkflugkörperproduzent der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist größter industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo.

Kontakt:

Michael Hauger Tel.: +49 89 60 73 42 35
Edmund  Reitter Tel.: +49 89 60 73 45 10
Isabelle Desmet Tel.: +33 1 42 24 20 63
Miguel Sanchez Tel.: +34 91 5 85 77 88

EADS – Ergebnisse für das erste Quartal (Q1) 2006

(Beträge in Euro)

EADS-Konzern
Q1 2006
Q1 2005
Veränd.
Umsatz, in Mio.
davon Verteidigung, in Mio.
9.083
2.018
7.005
1.258
+30%
+60%
EBITDA (1) , in Mio. 1.108
984
+13%
EBIT (2) , in Mio. 780
657
+19%
Forschungs- und Entwicklungskosten,
in Mio.
536
422
+27%
Konzernergebnis (Net Income) (3), in Mio.
516
410
+26%
Gewinn je Aktie (3) 0,65
0,52
+ 0,13 €
Free Cash Flow (FCF), in Mio. 363
641
-43%
FCF vor Kundenfinanzierungen, in Mio. -67
704

Auftragseingang (4) , in Mio.
10.498
8.907
+18%

EADS-Konzern
31. März
2006
31. Dez. 2005 Veränd.
Auftragsbestand (4) , in Mio.  
davon Verteidigung, in Mio.
248.623
51.970
253.235
52.363
-2%
-1%
Nettoliquidität, in Mio 5.892
5.489
+7%
Beschäftigte 114.203
113.210
+1%
  1. Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten
  2. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  3. Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Net Income. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zusteht gemäß den IFRS-Regeln. Die Anwendung der überarbeiteten IAS 32-Regelungen erforderte Anpassungen hinsichtlich der Buchung der Put-Option, die BAE Systems als Minderheitsgesellschafter von Airbus gewährt wird. Diese Veränderungen trugen € 84 Mio. (Q1 2005: € 82 Mio.) zum Konzernergebnis bzw. € 0,11 (Q1 2005: € 0,10) zum Gewinn je Aktie bei. Diese Veränderungen führten auch zum Ansatz der Put-Option in der Bilanz als „Verbindlichkeit aus Minderheitenanteilen mit Verkaufsoption (puttable instruments)“ (€ 3,5 Mrd.). Die Verbindlichkeit ersetzt die Minderheitenanteile, die bisher für den Anteil von BAE Systems an Airbus (20 Prozent) in der EADS-Bilanz ausgewiesen wurden.
  4. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.

Geschäftsbereiche

(Beträge in Millionen Euro) Umsatz EBIT (1)
Q1
2006
Q1
2005
Veränd. Q1
2006
Q1
2005
Veränd.
Airbus
6.362
4.989
+28%
681
628
+8%
Militärische
Transportflugzeuge
822
108
+661%
9
-6

Eurocopter 656
519
+26%
26
13
+100%
Raumfahrt 493
516
-4%
0
-6

Verteidigungs- und Sicherheitssysteme 1.000
925
+8%
35
-35

Zentrale / Konsolidierung -580
-283

33
65

Übrige Aktivitäten (2)
330
231
+43%
-4
-2
-100%
Gesamt
9.083
7.005
+30%
780
657
+19%
  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services sind unter Übrige Aktivitäten zugeordnet. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.
  3. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.

Geschäftsbereiche

(Beträge in Millionen Euro) Auftrags-
eingang (3)
Auftrags-
bestand (3)
Q1 2006 Q1
2005
Veränd. 31. März
2006

31. Dez.
2005

Veränd.
Airbus
6.596
6.654
-1%
197.033
201.963
-2%
Militärische
Transportflugzeuge
641
59
+986%
20.786
20.961
-1%
Eurocopter
946
447
+112%
10.251
9.960
+3%
Raumfahrt 1.571
640
+145%
11.909
10.931
+9%
Verteidigungs- und Sicherheitssysteme 834
935
-11%
17.523
18.509
-5%
Zentrale / Konsolidierung -504
-274

-11.092
-11.217

Übrige Aktivitäten (2)
414
446
-7%
2.213
2.128
+4%
Gesamt
10.498
8.907
+18%
248.623
253.235
-2%
  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services sind unter Übrige Aktivitäten zugeordnet. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.
  3. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.

* EBIT

Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Abschreibungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung
(Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.

Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 26. April 2006 entnommen werden.

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