Stand: 27 Juli 2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS erzielt solide Halbjahresergebnisse in wachsenden Märkten

  • Umsatzanstieg auf € 19,0 Mrd. (H1 2005: € 16,0 Mrd.)
  • EBIT*-Wachstum auf € 1,6 Mrd. (H1 2005: € 1,5 Mrd.)
  • Airbus erwartet 2006 Auslieferungsrekord von 430 Flugzeugen
  • Durchbruch am US-Verteidigungsmarkt
  • Neues Management geht Herausforderungen an
  • Zusätzliche Einmalaufwendungen könnten Ausblick für 2006 belasten

Amsterdam, 27 Juli 2006

Die EADS (Börsenkürzel: EAD) erzielte im ersten Halbjahr 2006 solide Ergebnisse, während die operativen Probleme im Zusammenhang mit dem A380-Auslieferungszeitplan in Angriff genommen wurden. Zudem wurde die neue Flugzeugfamilie A350 XWB vorgestellt und ein neues Management berufen. Von Januar bis Juni 2006 profitierte die EADS von der positiven Entwicklung ihrer Wachstumsmärkte und steigerte ihren Umsatz über alle Geschäftsbereiche hinweg um insgesamt 18 Prozent auf € 19,0 Mrd. (H1 2005: € 16,0 Mrd.). Das EBIT* vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten lag bei € 1,6 Mrd. (H1 2005: € 1,5 Mrd.). Dies entspricht einer Zunahme um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die US-Wachstumsstrategie der EADS wurde durch die jüngste Entscheidung der U.S. Army zur Beschaffung von bis zu 322 Hubschraubern vom Typ UH-145 bestätigt, für die EADS der Durchbruch am US-Verteidigungsmarkt. Angesichts seiner guten Auftragslage rechnet Airbus für das Gesamtjahr 2006 mit 430 ausgelieferten Flugzeugen.

„Unsere soliden Halbjahreszahlen bestätigen die Wachstumsaussichten aller EADS-Geschäftsbereiche. Gemeinsam werden wir die großen vor uns liegenden Herausforderungen – A380, A350 und die Auswirkungen des Dollarkurses – angehen”, erklärten die CEOs der EADS, Tom Enders und Louis Gallois. „Wir werden das Vertrauen der Märkte in die EADS wiederherstellen. Unser Unternehmen verfügt dank seiner Technologien und Produkte, seiner Mitarbeiter und seiner loyalen Kunden über ein sehr stabiles Fundament. Leistung hat für uns heute höchste Priorität. Wir werden weiter hart dafür arbeiten, unsere Leistung zu verbessern, Transparenz zu bewahren sowie Prozesse und Strukturen anzupassen.“

Zum Anstieg des Umsatzes auf € 19,0 Mrd. (H1 2005: € 16,0 Mrd.) trugen alle Geschäftsbereiche bei, insbesondere Airbus, Militärische Transportflugzeuge und Eurocopter. Der Umsatzbeitrag von Airbus resultiert hauptsächlich aus dem Anstieg der Flugzeugauslieferungen auf einen neuen Halbjahresrekord von 219 Maschinen (H1 2005: 189). Die höhere Umsatzrealisierung im A400M-Programm trug zum Wachstum des Geschäftsbereichs bei.

Eurocopter profitierte von stark gestiegenen Auslieferungszahlen. Im Verteidigungsgeschäft erreichte die EADS einen Umsatz von insgesamt € 4,1 Mrd. (H1 2005: € 3,1 Mrd.). Wie in den vergangenen Jahren werden sich die Umsatz- und Ergebnisbeiträge im Verteidigungs-, Hubschrauber- und Raumfahrtgeschäft in der zweiten Jahreshälfte verstärken.

Der EBIT*-Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 war vor allem positiven Volumeneffekten und einem weiter verbesserten EBIT* in allen Geschäftsbereichen zu verdanken. Das EBIT* wuchs auf € 1,6 Mrd. (H1 2005: € 1,5 Mrd.), trotz massiver Auswirkungen durch die Fälligkeit von Kurssicherungsgeschäften bei einem durchschnittlich Wechselkurs von € 1 = US$ 1,08 (H1 2005: € 1 = US$ 1,01), Belastungen durch EADS Sogerma Services, zusätzlicher Kosten durch den überarbeiteten Auslieferungszeitplan für die A380 und gestiegener Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E). Die EBIT*-Marge betrug 8,6 Prozent. In der ersten Jahreshälfte 2006 bezifferten sich die Ausgaben für eigenfinanzierte F&E auf € 1,139 Mrd. (H1 2005: € 950 Mio.). Dieser Anstieg ist vor allem Entwicklungsaufwendungen im A350-Programm zuzuschreiben. Das Konzernergebnis (Net Income) der EADS wuchs um fünf Prozent auf € 1,043 Mrd. (H1 2005: € 992 Mio.) bzw. € 1,31 je Aktie (H1 2005: € 1,25), wobei das EBIT*-Wachstum teilweise um Finanzierungsaufwendungen verringert wurde.

Der Free Cash Flow einschließlich Kundenfinanzierungen betrug € 319 Mio. (H1 2005: € 1,581 Mrd.). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist primär bedingt durch geringere Beiträge aus Kundenvorauszahlungen. Er wurde teilweise ausgeglichen durch positive Effekte von Kundenfinanzierungen. Somit ergibt sich ein Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen von € -216 Mio. (H1 2005: € 1,477 Mrd.). Die Nettoliquidität der EADS belief sich Ende Juni 2006 auf € 5,3 Mrd.(Jahresende 2005: € 5,5 Mrd.).

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 verbuchte die EADS einen Auftragseingang im Wert von € 14,2 Mrd. (H1 2005: € 25,4 Mrd.). Bei Airbus gingen weniger Aufträge ein als im Vergleichszeitraum von 2005, als der Flugzeugbauer für das Gesamtjahr einen historischen Rekord-Auftragseingang verzeichnete. Konzernweit profitierte der Auftragseingang jedoch von hohen Aufträgen für die Geschäftsbereiche Raumfahrt und Eurocopter. Sie verbuchten hervorragende Auftragseingänge aufgrund mehrerer Satelliten-Bestellungen und enormen Wachstums im Geschäft mit leichten Zivilhubschraubern.

Der Auftragsbestand der EADS belief sich Ende Juni auf € 234,5 Mrd. (Jahresende 2005: € 253,2 Mrd.). Die Beiträge des Verkehrsflugzeug-Geschäfts basieren auf Listenpreisen. Der Auftragsbestand nahm im Vergleich zum Jahresende 2005 ab, vor allem infolge des weniger günstigen Dollar-Kurses. Dessen Auswirkung beträgt rund € 12 Mrd. Der Auftragsbestand im Verteidigungsgeschäft der EADS erreichte zum 30. Juni 2006 einen Wert von € 51,1 Mrd. (Jahresende 2005: € 52,4 Mrd.).

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 schuf die EADS über 2.000 neue Arbeitsplätze und beschäftigte Ende Juni 115.247 Mitarbeiter (Jahresende 2005: 113.210).

Am 2. Juli legte die Investmentbank Rothschild als einvernehmlich berufener und unabhängiger Experte den Wert des 20-Prozent-Anteils von BAE Systems an Airbus mit € 2,75 Mrd. fest. Diese Bewertung ist für beide Parteien verbindlich. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die Aktionäre von BAE Systems. In ihrer Halbjahresbilanz hat die EADS die Put Option mit € 2,75 Mrd. bewertet. Der ursprüngliche Wertansatz von € 3,5 Mrd. wurde um die gezahlte Dividende verringert und die verbleibende Differenz zur Bewertung von € 2,75 Mrd. als ergebnisneutrale Minderung des Firmenwerts verbucht.

Ausblick 2006

Aufgrund der guten ersten Jahreshälfte und des in Farnborough verzeichneten Aufschwungs erwartet die EADS auch für das Gesamtjahr 2006 eine entsprechend positive Geschäftsentwicklung. Das stabile Marktumfeld bildet den Hintergrund für die nach oben angepasste Erwartung von nunmehr 430 Airbus-Auslieferungen und für die Umsatzprognose von deutlich über € 37 Mrd. für das Jahr 2006. Die aktuelle Marktsituation ist zudem die Grundlage für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren.

Mit ihrem Gewinn in den ersten sechs Monaten liegt die EADS hochgerechnet auf das Gesamtjahr 2006 auf Kurs für ein EBIT* von rund € 3,2 Mrd. und einen Gewinn je Aktie von etwa € 2,35 (ausgehend von einem Jahresschlusskurs für den US-Dollar ähnlich dem Niveau von 2005). Diese Werte liegen am unteren Ende der bislang veröffentlichten Spanne. Dieser Ausblick umfasst zahlreiche Aspekte, die sich seit Mai verändert haben und bezieht die finanziellen Auswirkungen des überarbeiteten Auslieferungszeitplans für die A380 sowie geschätzte Kosten im Zusammenhang mit dem Teilverkauf von EADS Sogerma Services mit ein.

Im Jahresverlauf könnten bestimmte Sachverhalte diesen Ausblick weiter beeinflussen. Die EADS geht davon aus, dass sie erst nach dem industriellen Programmstart der Flugzeugfamilie A350 XWB Kosten und Leistungen im Zusammenhang mit bereits bestehenden A350-Verträgen bewerten kann. Daraus könnten sich Einmalbelastungen ergeben. Darüber hinaus könnte die von der EADS durchgeführte Prüfung der Airbus-Planung für die A380-Entwicklung und den Produktionshochlauf weitere Aufwendungen nach sich ziehen. Die Führung von Airbus nimmt die Herausforderungen, die sich aus dem schwachen Dollar ergeben, an und stellt sich der Aufgabe, eine stabilere Basis für zukünftige Entwicklungen zu schaffen. Zu diesem Zweck prüft sie ein neues Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Zudem sind bei EADS Sogerma Services die Restrukturierung sowie die Gestaltung der Zusicherungen und Sozialpläne noch nicht abgeschlossen.

Die EADS erwartet, dass der Free Cash Flow vor Kundenfinanzierungen für das Gesamtjahr positiv sein wird.

Starke operative Leistungen in allen Geschäftsbereichen

Der Geschäftsbereich Airbus steigerte seinen Umsatz um 17 Prozent auf € 13,154 Mrd. (H1 2005: € 11,262 Mrd.), hauptsächlich aufgrund höherer Flugzeugauslieferungen in den ersten sechs Monaten des Jahres. Das Halbjahres-EBIT* wuchs um drei Prozent auf € 1,491 Mrd. (H1 2005: € 1,444 Mrd.). Positive Volumeneffekte, zusätzliche Einsparungen durch das Programm Route06 und höhere Kundenfinanzierungsbeiträge glichen weniger vorteilhafte Hedging-Konditionen, den Anstieg der F&E-Ausgaben und Mehrkosten im A380-Programm aus. Die EBIT*-Marge erreichte 11,3 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2006 lieferte Airbus 219 Flugzeuge aus (H1 2005: 189). Für das Gesamtjahr 2006 erwartet Airbus einen neuen Auslieferungsrekord von rund 430 Flugzeugen. Airbus erhielt in den ersten sechs Monaten 2006 117 Brutto-Aufträge (H1 2005: 276). Auf der Luftfahrtmesse in Farnborough kamen im Juli weitere 182 Festaufträge und Kaufzusagen hinzu.

Ende Juni 2006 verfügte Airbus über einen Auftragsbestand im Wert von € 183,5 Mrd. basierend auf Listenpreisen. Dies entspricht 2.055 Flugzeugen (Jahresende 2005: 2.177 Flugzeuge).

Der Stabilisierung des A380-Programms misst Airbus höchste Priorität bei. Das Management der EADS und von Airbus unterziehen das A380-Programm derzeit eingehenden Prüfungen. Der von der EADS und Airbus am 13. Juni bekannt gegebene überarbeitete Auslieferungszeitplan für die A380 ist die Folge von Produktionsschwierigkeiten, insbesondere bei der Definition, Herstellung und Installation der elektrischen Systeme und Kabelbäume. Singapore Airlines bleibt der A380 weiter verpflichtet und kündigte vor kurzem an, seinen bestehenden Auftrag um neun Maschinen (plus sechs Optionen) erweitern zu wollen.

Airbus hat die Konzeption der A350 XWB abgeschlossen und die neue Flugzeug-Familie sowie eine erste Kaufzusage auf der Luftfahrtmesse in Farnborough präsentiert. Die A350-XWB-Flugzeugfamilie soll im Bereich der Langstrecken-Großraumflugzeuge mittlerer Kapazität Maßstäbe setzen. Die neue Produktspezifikation steht, und derzeit definiert Airbus die Details für die Entwicklungs- und Produktionsphase. Für Oktober 2006 wird die Entscheidung über den industriellen Programmstart der A350 XWB erwartet. Die erste Auslieferung ist weiterhin für Mitte 2012 geplant.

Der Geschäftsbereich Militärische Transportflugzeuge erzielte einen Umsatz von € 1,244 Mrd. (H1 2005: € 326 Mio.). In den ersten sechs Monaten des Jahres 2006 verzeichnete er aufgrund einer höheren Umsatzrealisierung im A400M-Programm einen EBIT*-Anstieg auf € 6 Mio. gegenüber € -14 Mio. im Vergleichszeitraum 2005.

Die Produktion der A400M ist angelaufen, und im Juni wurde ein bedeutender Meilenstein in der Komponenten-Fertigung erreicht. Der A400M-Auftragsbestand umfasst derzeit Bestellungen für 192 Flugzeuge von neun Kunden auf drei Kontinenten. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs blieb stabil mit einem Wert von € 20,5 Mrd. (Jahresende 2005: € 21,0 Mrd.).

Im Juni beantwortete die EADS die Aufforderung zur Angebotsabgabe (Request for Proposal) des Pentagons für das Programm Joint Cargo Aircraft (JCA). Im Rahmen dieses Programms wollen U.S. Army und U.S. Air Force gemeinsam Frachtflugzeuge beschaffen. Die Gesamtstückzahl könnte mehr als 150 Transportflugzeuge vom Typ C-295/CN-235 umfassen.

Eurocopter blieb im ersten Halbjahr 2006 klar auf Wachstumskurs und baute seine Marktposition weiter aus. Dank vermehrter Auslieferungen von zivilen Hubschraubern verbesserte sich der Umsatz deutlich um 16 Prozent auf € 1,473 Mrd. (H1 2005: € 1,266 Mrd.). Das EBIT* wuchs auf € 84 Mio. (H1 2005: € 60 Mio.). Zu diesem Plus von 40 Prozent trugen positive Volumeneffekte in der Serienproduktion und Kundendienstleistungen bei. Eurocopter konnte seinen Auftragseingang deutlich steigern und verkaufte 302 Hubschrauber (H1 2005: 161 Hubschrauber).

Mit der Auswahl von Eurocopter in der LUH-Ausschreibung über leichte Mehrzweckhubschrauber für die U.S. Army gelang der EADS ein strategischer Durchbruch im amerikanischen Verteidigungsgeschäft. Erstmals wird EADS North America die Rolle eines Hauptauftragnehmers für das Pentagon übernehmen. Eurocopter wird die US-Streitkräfte mit bis zu 322 Hubschraubern vom Typ UH-145 ausrüsten. Nach Stückzahlen gemessen wird dies der bislang größte Auftrag für Eurocopter. Auch durch einen Auftrag Australiens über 34 NH90-Transporthubschrauber konnte Eurocopter sein Verteidigungsgeschäft weiter stärken. Der NH90 setzt Maßstäbe im Bereich militärischer Transporthubschrauber. Bisher liegen 391 Festaufträge aus elf Ländern vor. Der Auftragsbestand von Eurocopter stieg zum 30. Juni 2006 auf einen Wert von € 10,2 Mrd. (Jahresende 2005: € 10,0 Mrd.).

Der Geschäftsbereich Raumfahrt verbuchte einen Umsatzanstieg auf € 1,273 Mrd. (H1 2005: € 1,160 Mrd.) durch den Hochlauf der Ariane-5-Produktion und bedeutende Fortschritte im Paradigm-Programm. Das EBIT* verbesserte sich in der ersten Jahreshälfte 2006 wesentlich auf € 36 Mio. gegenüber € 7 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser markante Anstieg belegt, dass der Geschäftsbereich auf dem besten Weg ist, seinen Beitrag zum EADS-Ergebnis im Jahr 2006 deutlich zu steigern.

Im Juni erhielt EADS Astrium von Arabsat den dritten Auftrag über Telekommunikationssatelliten. Damit wurden seit Anfang 2006 insgesamt fünf Telekommunikationssatelliten bestellt. In Verbindung mit den Aufträgen der europäischen Weltraumorganisation ESA bestätigt dies die Position von EADS Astrium als Europas führender Satellitenhersteller. Mit der Bundeswehr wurde im Juli ein Vertrag für das Programm SatcomBW Stufe 2 abgeschlossen. Die EADS wird den deutschen Streitkräften ein sicheres Fernmeldesystem mit zwei Satelliten bereitstellen. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs Raumfahrt belief sich zum 30. Juni auf einen Wert von € 11,9 Mrd. (Jahresende 2005: € 10,9 Mrd.).

Mit dem Ziel der Effizienzsteigerung hat die EADS die Rechtsstruktur ihres Geschäftsbereichs Raumfahrt vereinfacht und die Geschäftsfelder Trägersysteme sowie Satelliten in einer Gesellschaft zusammengefasst. Diese Veränderung trat mit Wirkung zum 1. Juli in Kraft.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Verteidigungs- & Sicherheitssysteme stieg um fünf Prozent auf € 2,274 Mrd. (H1 2005: € 2,172 Mrd.). Das Halbjahres-EBIT* verbesserte sich stark gegenüber dem Vorjahreszeitraum und erreichte € 96 Mio. (H1 2005: € -19 Mio.). Diese Zunahme ist vor allem operativen Verbesserungen im Geschäft mit Kommunikationssystemen und Lenkflugkörpern zu verdanken. Der positive EBIT*-Beitrag durch die Veräußerung von EADS/LFK an MBDA wurde teilweise aufgezehrt durch Restrukturierungskosten in der Geschäftseinheit Defence and Communications Systems.

Im Geschäft mit Verteidigungs- und Kommunikationssystemen erzielte die EADS bedeutende Erfolge mit mehr als zehn neuen Aufträgen über Betriebsfunksysteme (PMR) seit Jahresbeginn 2006. Die EADS erhielt zudem den Auftrag zur Lieferung von 680 Lenkflugkörpersystemen vom Typ PARS 3 LR. Im Mai führte die EADS die erste Flugerprobung eines modernen Technologie-Demonstrators für zukünftige unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs) durch. Der Auftragsbestand des Geschäftsbereichs erreichte zum 30. Juni 2006 einen Wert von € 17,2 Mrd. (Jahresende 2005: € 18,5 Mrd.).

Vor kurzem wurde der Eurofighter beim ersten rein operativen Eurofighter-Verband der deutschen Luftwaffe eingeführt. Damit ist der Eurofighter bislang bei sieben Luftwaffeneinheiten der vier Partnernationen im Einsatz.

EADS und ThyssenKrupp Technologies einigten sich auf die Unternehmensstruktur von Atlas Elektronik, das partnerschaftlich von ThyssenKrupp Technologies (51 Prozent) und der EADS (49 Prozent) geführt werden soll. Um das Verteidigungs- und Sicherheitsgeschäft insbesondere im Marinebereich weiter auszubauen, hat die EADS das französische Unternehmen Sofrelog übernommen.

Zentrale und Übrige Aktivitäten (ohne Zugehörigkeit zu einem EADS-Geschäftsbereich):

Der Umsatz der Übrigen Aktivitäten (ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services) verbesserte sich durch alle vier genannten Geschäftseinheiten erheblich um 25 Prozent auf € 660 Mio. (H1 2005: € 528 Mio.). Das EBIT* belief sich im ersten Halbjahr 2006 auf € -143 Mio. (H1 2005: € -44 Mio.). EADS Sogerma Services verzeichnete mit € -165 Mio. einen höher als erwartetet ausfallenden Verlust, der zum Teil durch erneut positive EBIT*-Beiträge von ATR und EADS EFW kompensiert wurde.

Für den Standort Mérignac von EADS Sogerma Services wird derzeit eine industrielle Lösung erarbeitet. Sie umfasst die Veräußerung der Wartungsaktivitäten mit über 500 Mitarbeitern an die TAT-Gruppe.

EADS Sogerma Services würde in Mérignac 150 Arbeitsplätze im Bereich Flugzeugkomponenten behalten und sichern. Darüber hinaus hat die EADS Angebote für Mobilität und eine Vorruhestandsregelung vorgelegt. In Übereinstimmung mit den IFRS-Regeln werden die finanziellen Auswirkungen einer endgültigen Einigung im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2006 bilanziert werden.

ATR profitierte im ersten Halbjahr 2006 von einem expandierenden Markt und verzeichnete 47 Neuaufträge, größtenteils aus Asien und Afrika. Damit knüpft ATR an seine Vorjahreserfolge an. Der Auftragsbestand von über 112 Flugzeugen wird in den nächsten Jahren zu einem starken Anstieg der Auslieferungen führen.

Während der ersten sechs Monate 2006 baute EADS EFW die Geschäftsfelder Frachterumrüstung und Flugzeugkomponenten weiter aus. Mit der Unterzeichnung einer vorläufigen Vereinbarung mit Irkut legte EADS EFW im Mai den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit mit russischen Partnern bei der Umrüstung von A320-Passagierflugzeugen zu Frachtern. EADS Socata erhielt einen Wartungsauftrag der französischen Luftstreitkräfte. Der Auftragsbestand der Übrigen Aktivitäten erreichte zum Ende Juni 2006 einen Wert von € 2,2 Mrd. (Jahresende 2005: € 2,1 Mrd.).

Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 34,2 Milliarden im Jahr 2005 und rund 113.000 Mitarbeitern. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und das Joint-Venture MBDA, der führende internationale Lenkflugkörperproduzent auf dem Weltmarkt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und einer der größten industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo.

Kontakt:

Michael Hauger Tel.: +49 89 60 73 42 35
Edmund Reitter Tel.: +49 89 60 73 45 10
Isabelle Desmet Tel.: +33 1 42 24 20 63
Miguel Sanchez Tel.: +34 91 5 85 77 88

EADS – Ergebnisse für das erste Halbjahr (H1) 2006

(Beträge in Euro)

EADS-Konzern H1 2006
H1 2005
Veränd.
Umsatz, in Mio.
davon Verteidigung, in Mio.
18.980
4.127
16.020
3.051
+18%
+35%
EBITDA (1), in Mio.
2.405
2.240
+7%
EBIT (2), in Mio.
1.632
1.540
+6%
Forschungs- und Entwicklungskosten,
in Mio.
1.139
950
+20%
Konzernergebnis (Net Income) (3) , in Mio. 1.043
992
+5%
Gewinn je Aktie (3) 1,31
1,25
+ 0,06 €
Free Cash Flow (FCF), in Mio. 319
1.581
-80%
FCF vor Kundenfinanzierungen, in Mio. -216
1.477

Auftragseingang (4) , in Mio 14.153
25.424
-44%
EADS-Konzern 30. Juni 2006 31. Dez. 2005 Veränd.
Auftragsbestand (4) , in Mio.  
davon Verteidigung, in Mio.              
234.482
51.098
253.235
52.363
-7%
-2%
Nettoliquidität, in Mio. 5.251
5.489
-4%
Beschäftigte     115.247
113.210
+2%
  1. Gewinn vor Zinsen, Steuern, Wertminderungen, Abschreibungen und außerordentlichen Posten
  2. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  3. Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Net Income. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht. Die Anwendung der überarbeiteten IAS 32-Regelungen erforderte Anpassungen hinsichtlich der Buchung der Put-Option, die BAE Systems als Minderheitsgesellschafter (20 Prozent) von Airbus gewährt wird. Im ersten Halbjahr 2006 trugen diese Veränderungen € 181 Mio. (H1 2005: € 176 Mio.) zum Konzernergebnis bzw. € 0,23 (H1 2005: € 0,22) zum Gewinn je Aktie bei. Diese Veränderungen führten auch zum Ansatz der Put-Option in der Bilanz als „Verbindlichkeit aus Minderheitenanteilen mit Verkaufsoption (puttable instruments)“ (€ 2,75 Mrd.; Jahresende 2005: € 3,5 Mrd.). Die Verbindlichkeit ersetzt die Minderheitenanteile, die bisher für den Anteil von BAE Systems an Airbus (20 Prozent) in der EADS-Bilanz ausgewiesen wurden.
  4. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäftsbereiche Umsatz EBIT (1)
H1 2006
H1 2005
Veränd. H1 2006 H1 2005
Veränd.
Airbus
13.154 11.262
+17%
1.491 1.444
+3%
Militärische
Transportflugzeuge
1.244 326
+282%
6 -14

Eurocopter 1.473
1.266
+16%
84
60
+40%
Raumfahrt 1.273
1.160
+10%
36
7
+414%
Verteidigungs- und
Sicherheitssysteme
2.274
2.172
+5%
96
-19

Zentrale / Konsolidierung -1.098 -694

62
106

Übrige Aktivitäten (2)
660
528
+25%
-143
-44

Gesamt
18.980 16.020
+18%
1.632
1.540
+6%
  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.
  3. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen.

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäftsbereiche Auftrags-
eingang (3)
Auftrags-
bestand (3)
H1 2006 H1 2005 Veränd. 30. Juni 2006 31. Dez. 2005
Veränd.
Airbus
7.905 17.958
-56%
183.542 201.963
-9%
Militärische
Transportflugzeuge
751 989
-24%
20.480 20.961
-2%
Eurocopter
1.722 1.086
+59%
10.209 9.960
+3%
Raumfahrt 2.223 1.130
+97%
11.868 10.931
+9%
Verteidigungs- und
Sicherheitssysteme
1.694 4.134
-59%
17.150 18.509
-7%
Zentrale / Konsolidierung -904 -811
-10.932 -11.217
Übrige Aktivitäten (2)
762 938
-19%
2.165 2.128
+2%
Gesamt
14.153 25.424
-44%
234.482 253.235
-7%
  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.
  3. Beiträge aus dem zivilen Flugzeuggeschäft zum Auftragseingang bzw. Auftragsbestand der EADS basieren auf Listenpreisen

EADS – Ergebnisse für das zweite Quartal (Q2) 2006

(Beträge in Euro)

EADS-Konzern Q2 2006
Q2 2005
Veränd.
Umsatz, in Mio. 9.897 9.015
+10%
EBIT (1) , in Mio 852 883
-4%
Konzernergebnis (Net Income) (2) , in Mio 527 582
-9%
Gewinn je Aktie (2) 0,66 0,73
-0,07 €
  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Net Income. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht. Die Anwendung der überarbeiteten IAS 32-Regelungen erforderte Anpassungen hinsichtlich der Buchung der Put-Option, die BAE Systems als Minderheitsgesellschafter (20 Prozent) von Airbus gewährt wird. Im zweiten Quartal trugen diese Veränderungen € 97 Mio. (Q2 2005: € 94 Mio.) zum Konzernergebnis bzw. € 0,12 (Q2 2005: € 0,12) zum Gewinn je Aktie bei. Diese Veränderungen führten auch zum Ansatz der Put-Option in der Bilanz als „Verbindlichkeit aus Minderheitenanteilen mit Verkaufsoption (puttable instruments)“ (€ 2,75 Mrd.; Jahresende 2005: € 3,5 Mrd.). Die Verbindlichkeit ersetzt die Minderheitenanteile, die bisher für den Anteil von BAE Systems an Airbus (20 Prozent) in der EADS-Bilanz ausgewiesen wurden.
  3. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.

(Beträge in Millionen Euro)

Geschäftsbereiche Umsatz EBIT (1)
Q2 2006 Q2 2005
Veränd. Q2 2006 Q2 2005 Veränd.
Airbus
6.792 6.273
+8%
810 816
-1%
Militärische
Transportflugzeuge
422 218
+94%
-3 -8

Eurocopter 817 747
+9%
58
47
+23%
Raumfahrt 780 644
+21%
36
13
+177%
Verteidigungs- und
Sicherheitssysteme
1.274 1.247
+2%
61
16
+281%
Zentrale / Konsolidierung -518 -411

29
41

Übrige Aktivitäten (3)
330 297
+11%
-139
-42

Gesamt
9.897 9.015
+10%
852
883
-4%
  1. Gewinn vor Zinsen und Steuern, vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten
  2. Die EADS verwendet weiterhin den Terminus Net Income. Die Bedeutung ist identisch mit dem Ergebnis, das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens gemäß den IFRS-Regeln zusteht. Die Anwendung der überarbeiteten IAS 32-Regelungen erforderte Anpassungen hinsichtlich der Buchung der Put-Option, die BAE Systems als Minderheitsgesellschafter (20 Prozent) von Airbus gewährt wird. Im zweiten Quartal trugen diese Veränderungen
    € 97 Mio. (Q2 2005: € 94 Mio.) zum Konzernergebnis bzw. € 0,12 (Q2 2005: € 0,12) zum Gewinn je Aktie bei. Diese Veränderungen führten auch zum Ansatz der Put-Option in der Bilanz als „Verbindlichkeit aus Minderheitenanteilen mit Verkaufsoption (puttable instruments)“ (€ 2,75 Mrd.; Jahresende 2005: € 3,5 Mrd.). Die Verbindlichkeit ersetzt die Minderheitenanteile, die bisher für den Anteil von BAE Systems an Airbus (20 Prozent) in der EADS-Bilanz ausgewiesen wurden.
  3. ATR, EADS EFW, EADS Socata und EADS Sogerma Services werden als Übrige Aktivitäten geführt. Dies ist kein eigenständiger EADS-Geschäftsbereich.

* EBIT

Die EADS verwendet das EBIT vor Goodwill-Wertminderungen und außerordentlichen Posten als Schlüsselindikator für die wirtschaftliche Leistung. Der Terminus „außerordentliche Posten“ bezieht sich auf Sachverhalte, wie Aufwendungen aus Abschreibungen der aufgedeckten stillen Reserven aus der Gründung der EADS, dem Airbus-Unternehmenszusammenschluss, der Gründung der MBDA sowie in diesem Zusammenhang stehende Abschreibungen aufgrund von Werthaltigkeitstests.

Sicherheitshinweis zu den Prognosen über die Geschäftsentwicklung
(Safe Harbour Statement):

Bestimmte Aussagen dieser Pressemitteilung geben keine historischen Fakten wieder, sondern sind vorausschauende Aussagen und Erwartungen, die sich auf die Überzeugungen der Geschäftsleitung stützen. Diese Aussagen entsprechen den zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung aktuellen Ansichten und Einschätzungen der EADS. Sie unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass tatsächliche Ergebnisse, Leistungsdaten oder Ereignisse von den in solchen Mitteilungen explizit oder implizit ausgewiesenen maßgeblich abweichen können.

In dieser Pressemitteilung sind vorausschauende Aussagen durch Formulierungen wie „rechnen mit“, „glauben“, „schätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“ oder „möglicherweise“ gekennzeichnet.

Zu den Prämissen, auf denen diese vorausschauenden Angaben beruhen, zählen unter anderem, aber nicht ausschließlich: Erwartungen zur Nachfrage, zu gegenwärtigen oder künftigen Absatzmärkten für die Produkte und Dienstleistungen der EADS, zur internen Performance, zu Kundenfinanzierungen, zur Performance von Kunden, Zulieferern und Unterauftragnehmern, zu Vertragsverhandlungen oder zu den positiven Ergebnissen bestimmter laufender Vertriebskampagnen.

Vorausschauende Aussagen bergen Unsicherheiten, und die tatsächlichen Ergebnisse und Trends können deutlich von ihnen abweichen – unter anderem, jedoch nicht ausschließlich, aus folgenden Gründen: allgemeine wirtschaftliche und arbeitsmarkttechnische Umstände, wie besonders die konjunkturelle Lage in Europa, Nordamerika und Asien; rechtliche, finanzielle und zwischenstaatliche Risiken im Zusammenhang mit internationalen Geschäftsabschlüssen; die Konjunkturabhängigkeit einzelner Geschäftseinheiten der EADS; die Volatilität der Märkte für bestimmte Produkte und Dienstleistungen; Risiken im Zusammenhang mit den Leistungen unserer Produkte; Arbeitskämpfe im Rahmen von Tarifverhandlungen; Faktoren, die eine dauerhafte, signifikante Einschränkung des weltweiten Luftverkehrs bedingen; der Ausgang politischer und rechtlicher Prozesse, einschließlich der nicht gesicherten staatlichen Finanzierung bestimmter Programme; die Konsolidierung des Wettbewerbs in der Luft- und Raumfahrtindustrie; Entwicklungskosten für neue Produkte und deren Vertriebserfolg; Wechselkurs- und Zinsschwankungen zwischen Euro, US-Dollar und anderen Währungen; Rechtsstreitigkeiten sowie andere wirtschaftliche, politische und technologische Risiken und Unsicherheiten.

Weiterführende Informationen zu diesen Faktoren können dem Registrierungsdokument des Unternehmens vom 26. April 2006 entnommen werden.

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