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Truppenversuch mit Flugverkehrskontrollradar der EADS erfolgreich

  • Neues Überwachungssystem steigert Flugverkehrssicherheit
  • Moderne Signalverarbeitung garantiert außergewöhnliche Genauigkeit und Zuverlässigkeit

Ulm, 10 Mai 2006

Die EADS hat die umfassenden Feldversuche mit ihrem neu entwickelten Flugverkehrskontrollradar ASR-S erfolgreich abgeschlossen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ebnet dieser Erfolg den Weg für die Modernisierung des gesamten ATC-Systems (ATC = Air Traffic Control = Flugverkehrskontrolle) der Fliegerhorste der Bundeswehr, im Rahmen derer mehr als 20 Radare ausgetauscht werden.

Das Solid-State-Flugverkehrskontrollradar ASR-S ist in erster Linie für die Kontrolle und Sicherung des militärischen Flugverkehrs ausgelegt und gewährleistet diese Funktion auch unter widrigen Wetterbedingungen und bei hoher Flugverkehrsdichte. Alle kritischen Einsatzsubsysteme sind redundant. Die umfassende Signalverarbeitung und große Verfolgungsgenauigkeit unterstützt die sichere Steuerung typischer militärischer Flugmanöver, wie z.B. den Formationsflug, extreme Kampfmanöver und den stationären Schwebeflug von Hubschraubern. Darüber hinaus verfügt das System über eine komplexe Palette an eingebauten Testgeräten für eine schnelle und präzise Fehlerortung. Damit garantiert das ASR-S eine Verfügbarkeit von nahezu 100 Prozent.

„Militärische und zivile Luftfahrtkontrollbehörden in ganz Europa sind mit einer kontinuierlich steigenden Flugverkehrsdichte konfrontiert”, erklärte Bernhard Gerwert, CEO von EADS Defence Electronics. „Diese Situation erfordert ein hochleistungsfähiges Flugverkehrskontrollsystem, das sowohl Zuverlässigkeit gewährleistet als auch eine einfache Handhabung der Logistikfunktionen und einen umfassenden Datenaustausch ermöglicht.“

Die modernen Signalverarbeitungstechnologien des ASR-S-Radars bieten eine hohe Genauigkeit und eine benutzerfreundliche Darstellung der aufbereiteten Daten. Die Integration von externen Informationssystemen und anderen Radarsystemen wird durch hochleistungsfähige Netzwerkstrukturen und -verbindungen erreicht. Die Sicherheit im kontrollierten Luftraum wird erhöht, da das ASR-S insbesondere auch Leichtflugzeuge und Hubschrauber im stationären Schwebeflug aufzuspüren kann und dabei gleichzeitig die Falschalarmrate senkt. Die Kosteneffizienz ergibt sich aus der Verwendung handelsüblicher Hardware und einer modularen Systemarchitektur. Das System umfasst weiterhin das Sekundärradar MSSR 2000i (Mode S) zur automatischen Identifizierung nach den aktuellen Standards im Bereich der Flugverkehrskontrolle.

EADS Defence Electronics ist das Sensor-, Avionik- und EW-Haus des EADS-Konzerns und ein integrierter Geschäftsbereich der EADS-Division Defence & Security Systems (DS). Mit einem Umsatz von rund 5,6 Milliarden Euro im Jahr 2005 und etwa 23.000 Mitarbeitern in zehn Ländern bündelt Defence & Security Systems (DS) die wesentlichen Verteidigungs- und Sicherheitsaktivitäten der EADS. DS ist ein führender Anbieter integrierter Systemlösungen (Large Systems Integration – LSI) für die neuen Herausforderungen der Streit- und Sicherheitskräfte. DS ist aktiv in integrierten, fliegenden Kampf- und Missionssystemen (bemannt und unbemannt) und dazugehörigen Trainingsservice. Zusätzlich gehören Lenkflugkörpersysteme und Gefechtsführungssysteme für alle Teilstreitkräfte, globale Sicherheitslösungen, sichere Kommunikations-lösungen, Verteidigungselektronik, Sensorik und Avionik sowie die dazugehörigen Dienstleistungen zum Portfolio.

Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und in den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von 34,2 Milliarden Euro im Jahr 2005 und über 113.000 Mitarbeitern.

Kontakt

Lothar BelzUlm
Tel.: +49 (0) 731.392.3681
mailto: lothar.belz@eads.com

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