Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS verstärkt Hilfsmaßnahmen nach Hurrikan in den USA

  • Airbus-Großraumtransporter Beluga transportiert humanitäre Hilfsgüter ins Katastrophengebiet
  • Mobile Rettungsstation nach Mississippi gebracht
  • Eurocopter mit Hubschraubern an Rettungsmaßnahmen beteiligt
  • EADS Socata TBM-700 und Militärtransporter CN-235 unterstützen Hilfsmaßnahmen
  • Transatlantische Freundschaft bewährt sich in schwerer Zeit

Amsterdam, 12  September  2005

Die EADS hat in Zusammenarbeit mit europäischen Regierungen und Hilfsorganisationen in den vergangenen beiden Wochen die Hilfsmaßnahmen für die Opfer der Hurrikan-Katastrophe in den USA unterstützt. Neben Geldspenden erbrachte das Unternehmen wesentliche Sachleistungen vor Ort, insbesondere Rettungseinssätze mit Hubschraubern und Transportflüge mit dem Airbus-Großraumtransporter Beluga sowie eine mobile Rettungsstation. Insgesamt belaufen sich die EADS-Hilfsmaßnahmen auf einen Wert von mehr als € 1,8 Mio.

Die EADS stellte das Airbus-Transportflugzeug Beluga, das bereits rund 23 Tonnen Hilfsgüter in die betroffene Region geflogen hat, zur Verfügung. Nach dem Entladen dieser von Frankreich und Großbritannien gespendeten humanitären Hilfsmittel in Mobile im US-Bundesstaat Alabama blieb die Beluga für weitere Hilfsflüge in der Katastrophenregion. Unter anderem brachte sie die mobile Rettungsstation von Atlanta an den Einsatzort Jackson in Mississippi.

Wenige Stunden zuvor war die Rettungsstation an Bord eines Lufthansa Cargo-Flugzeugs in den USA eingetroffen. Die gesamte Hilfsmaßnahme ist eine Initiative der EADS gemeinsam mit der deutschen Hilfsorganisation "Luftfahrt ohne Grenzen" und unterstützt von der deutschen Bundesregierung.

Die CEOs der EADS, Tom Enders und Noël Forgeard, sagten: "Tief betroffen angesichts des unbeschreiblichen Ausmaßes der Zerstörung durch den Hurrikan Katrina mussten wir einfach helfen. Die EADS ist den USA und vor allem der betroffenen Region in vielerlei Hinsicht eng verbunden. Wir sehen es als unsere Pflicht an, unser Möglichstes zu den umfangreichen Hilfsmaßnahmen beizutragen. Das erfüllt die viel gepriesene transatlantische Freundschaft, die sich gerade in dieser schweren Zeit eindrucksvoll bewährt, mit Leben."

Die mobile Rettungsstation wird in den nächsten Tagen in Jackson im US-Bundesstaat Mississippi eingerichtet werden und ist dort Teil der medizinischen Versorgung von Opfern der Hurrikan-Katastrophe. Die Station besteht aus einem klimatisierten Behandlungscontainer für die medizinische Grundversorgung, Impfungen sowie Notoperationen und aus einer Versorgungseinheit. EADS Defence Electronics in Friedrichshafen hat das transportable Hospital entwickelt, gebaut und bereits an die Bundeswehr ausgeliefert. Im Einverständnis mit der Bundeswehr wird die Rettungsstation in den nächsten sechs Monaten vor Ort in den USA im Rahmen der Hurrikan-Hilfe betrieben werden. Im Anschluss daran erneuert die EADS die Hospitalcontainer auf ihre Kosten und übergibt sie wieder den der Bundeswehr. Ein Begleitteam der EADS unterstützt gegenwärtig den Aufbau der Station und weist das örtliche medizinische Personal ein. Bereits infolge der Tsunami-Katastrophe in Südasien zu Beginn dieses Jahres hatte die EADS eine ähnliche Rettungsstation für den Einsatz in Indonesien gespendet.
Unmittelbar nach der Hurrikan-Katastrophe stellte die EADS-Tochter American Eurocopter zwei Hubschrauber für Rettungs- und Hilfsmaßnahmen bereit. Bis heute transportieren die Eurocopter-Hubschrauber medizinische Ausrüstung und Notfalltechniker ins Katastrophengebiet und ermöglichen den Lufttransport für Notfallpatienten. Unter anderem wurden bei einem Einsatz unter extremen Wetterbedingungen 66 Menschen vom Dach der Tulane-Universität in New Orleans gerettet.

In Zusammenarbeit mit der spanischen Regierung stellt die EADS den im Katastrophengebiet tätigen Hilfsorganisationen ein Transportflugzeug vom Typ CN-235 bereit. Das Flugzeug wird für dringend benötigte Unterstützungsflüge eingesetzt. Ursprünglich war die CN-235 zu Marketingzwecken in den USA unterwegs. Ein Turboprop-Flugzeug von EADS Socata ist in Mississippi und Alabama im Einsatz zur Koordination der Hilfsmaßnahmen.

Zusätzlich zu den Sachleistungen spendete die EADS über € 100.000 an verschiedene Hilfsprojekte, darunter "Bridge of Hope", eine Initiative der deutsch-amerikanischen Organisation "Atlantik-Brücke".

Die EADS ist ein weltweit führendes Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, im Verteidigungsgeschäft und den dazugehörigen Dienstleistungen, mit einem Umsatz von € 31,8 Milliarden im Jahr 2004 und rund 110.000 Mitarbeitern. Zur EADS gehören der Flugzeughersteller Airbus, das weltweit größte Hubschrauber-Unternehmen Eurocopter und das Joint-Venture MBDA, der führende internationale Lenkflugkörperproduzent der Welt. Die EADS ist der größte Partner im Eurofighter-Konsortium, Hauptauftragnehmer für die Trägerrakete Ariane, entwickelt das militärische Transportflugzeug A400M und ist größter industrieller Partner für das europäische Satellitennavigationssystem Galileo.

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Rainer Ohler Tel.: +49 89 60 73 42 35
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