Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Astrium erhält Auftrag für Teleskopspiegel

Friedrichshafen, 22  August  2001

  • Gregor untersucht das Magnetfeld der Sonne
  • Baden-Württemberger forschen auf Teneriffa
  • Observatorium soll 2004 den Betrieb aufnehmen

Die Astrium GmbH, Friedrichshafen, wird den Hauptspiegel für das Gregor Sonnenobservatorium des Freiburger Kiepenheuer-Instituts für Sonnenphysik (KIS) entwickeln und bauen. 2004 soll das neue Teleskop in Izana auf Teneriffa in Betrieb gehen und sich insbesondere der Untersuchung des Sonnen-Magnetfeldes widmen. Das KIS ist eine Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg.

Teleskope gehören zu den ehrgeizigsten und innovativsten Entwicklungen für die Weltraumerkundung. Mit ihnen wurden und werden immer tiefere Einblicke in unbekannte Welten ermöglicht und neue Erkenntnisse gewonnen. Hochgenaue, leichte und thermisch stabile Spiegel spielen hierbei die zentrale Rolle und bestimmen die Güte dieser Teleskope.

Der Astrium-Spiegel für Gregor hat einen Durchmesser von 1,5 Metern und besteht aus kohlefaserverstärktem Siliziumkarbid (CSiC), einem hochmodernen Werkstoff, der auch zunehmend in der Raumfahrt Anwendung findet. Er zeichnet sich durch sein geringes Gewicht und durch Formstabilität aus. So darf sich die Oberfläche des Spiegels trotz intensiver Sonneneinstrahlung (1400 Watt/m²) nur weniger als 25 Millionstel Millimeter verformen. Oder anders ausgedrückt: Wäre der Hauptspiegel des Gregor-Teleskops so groß wie der Bodensee, dürfte er sich nicht mehr als einen Millimeter verformen.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte die Astrium den 36 Zentimeter großen Sekundärspiegel an die Sonnenforscher geliefert. Der neue Auftrag soll bis Mitte kommenden Jahres abgewickelt werden.

Europas führende Raumfahrtfirma Astrium ist ein Gemeinschaftsunternehmen, das zu 75 Prozent der EADS und zu 25 Prozent BAE SYSTEMS gehört. Es hat 8.000 Mitarbeiter und erzielte 2000 einen Jahresumsatz von 2,030 Milliarden Euro auf den Gebieten Wissenschaft und Erdbeobachtung, Telekommunikation, Navigation, Bodenstationen, Militärische Programme, Trägerraketen und Raumfahrt-Infrastruktur.

Friedrichshafen, 22. August 2001/01018

Ihr Ansprechpartner:

Astrium GmbH
Erdbeobachtung, Wissenschaft
Mathias Pikelj
Telefon: 07545 / 8-9123

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