EADS erstellt Studie zur Rollwegführung des künftigen Terminal 2 am Flughafen MünchenMünchen, 05 September 2001 Zum Sommerflugplan 2003 wird das neue Terminal 2 des Münchner Franz-Josef-Strauß-Flughafens (FJS) seiner Bestimmung übergeben. Neben den derzeit unübersehbaren Hoch- und Tiefbauarbeiten müssen sich die Flughafengesellschaft München (FMG) und der künftige Nutzer Deutsche Lufthansa (LH) bereits jetzt konkrete Gedanken über die sichere Anbindung dieses neuen Abfertigungsbereichs an die bisherige Betriebs-Infrastruktur machen. Aus diesem Grunde wurde der Simulationsbereich von EADS Militärflugzeuge, München, als Hersteller des FMG-Ausbildungs-Simulators für die Lotsen der Boden- und Vorfeldkontrolle, beauftragt, die Rollwegbefeuerung und Verkehrsführung für das Terminal Zwei in einer Studie vor Beginn der konkreten Baumaßnahmen zu optimieren. Die Lenkung der rollenden Flugzeuge sowie der Bodendienstfahrzeuge der Flughafenerweiterung ist gekennzeichnet durch drei Rollwege, die parallel zur Terminalfront verlaufen und sich in einem komplizierten Kreuzungsgebilde mit vier weiteren Taxiways treffen. Da die FMG seit Inbetriebnahme des neuen Flughafens zur schnelleren Abwicklung des Verkehrsaufkommens auf die sonst üblichen ‚Follow-Me'-Fahrzeuge verzichtet und die Flugzeuge am Boden durch verschiedenfarbige, in in die Fahrbahn eingelassene ‚Lichtstrassen' zum Abstellplatz bzw. zur Startbahn führt, stand dieser Überleitungskomplex mit der notwendigen, unverwechselbaren Lichterführung für jedes einzelne Luftfahrzeug im Mittelpunkt der Studie. Diese wurde von den EADS-Fachleuten auf der eigenen Entwicklungs- und Testeinrichtung für Vorfeld- und Tower-Simulatoren durchgeführt und von Experten der FMG sowie LH-Piloten im August 2001 begutachtet. Die Terminal-2-Studie baut auf der kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen EADS Militärflugzeuge und der FMG auf, die 1991 mit der Entwicklung und Lieferung des Vorfeld-Simulators zur Schulung der Bodenverkehrs-Lotsen vor dem Umzug des Flughafens von München-Riem ins Erdinger Moos begann. Seitdem wurde diese Anlage von der EADS den steigenden Anforderungen des realen Verkehrsaufkommens auf "FJS" angepasst. Die Zufriedenheit der FMG mit diesem System, das auf der Expertise und Kompetenz der EADS im militärischen Kerngeschäft aufbaut, führte dazu, daß weitere Tower-Simulatoren an Kunden wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), den Flughafen von Paris sowie die Deutsche Flugsicherung (DFS) verkauft wurden.
Ihr Ansprechpartner: |
|
||||||||||