Hinderniswarnsystem "Hellas" von EADS/Dornier wird für den Einsatz auf US-Hubschraubern getestetFriedrichshafen, 26 November 2001 Die EADS European Aeronautic Defence and Space Company baut ihre Position auf dem amerikanischen Markt aus. Wie die Dornier GmbH, eine Konzerngesellschaft der EADS, am Montag mitteilte, ist das Hubschrauber-Hinderniswarnsystem "Hellas" (Helikopter Laser Radar) vom US-Verteidigungsministerium in ein umfangreiches Testprogramm aufgenommen worden, das in den nächsten zwei Jahren die Einsatzmöglichkeiten von Hellas in den Helikoptern der US-Streitkräfte untersuchen soll. Unter anderem sind Tests an Hubschraubern der Typen Apache, Black Hawk und Chinook vorgesehen. Ziel ist, durch Verwendung dieses leistungsfähigen Produktes die Sicherheit der Hubschrauber und ihrer Besatzungen signifikant zu erhöhen und die Einsatzfähigkeit für die ab 2004 geplanten Modernisierungsprogramme zu erweitern. Dr. Stefan Zoller, Vorstandsvorsitzender der Dornier GmbH und Leiter der EADS Business Unit Systems & Defence Electronics: "Die Aufnahme in das Foreign Comparative Testing Program der US-Streitkräfte bestätigt das hohe technologische Niveau unserer Systeme und gibt uns eine weitere Möglichkeit, unsere guten transatlantischen Beziehungen zu vertiefen". In das Foreign Comparative Testing Program werden seit 1980 Produkte aus Partnerstaaten der USA aufgenommen, die in den USA selbst nicht verfügbar sind. Johann Heitzmann, Leiter des EADS-Bereichs Airborne Systems: "Aufgrund unserer weitreichenden Erfahrung mit Radar- und Avioniksystemen haben wir mit ‚Hellas' ein weltweit einzigartiges Produkt entwickelt, das im militärischen wie im zivilen Bereich gute Marktchancen eröffnet". Das Hellas-Warnsystem wurde an verschiedenen Hubschraubertypen (CH53, UH1D, BK 117, EC 135, EC 145) erfolgreich erprobt. Bis zum Frühjahr 2002 werden die Helikopter des Bundesgrenzschutzes damit ausgerüstet. Ein augensicheres Laser-Radar ortet Hindernisse im Flugweg - z.B. Hochspannungsleitungen - mit hoher Präzision und warnt den Piloten durch optische und akustische Signale. Die EADS-Business Unit Systems & Defence Electronics (S&DE) ist mit rund 5700 Mitarbeitern an mehreren Standorten in Deutschland und Frankreich einer der wichtigsten Anbieter von Verteidigungselektronik in Europa. Der Bereich Airborne Systems entwickelt und fertigt neben Avioniksystemen Flugzeugradare und Systeme zur elektronischen Kampfführung. Er ist unter anderem an der Produktion des Eurofighter-Radars sowie des Selbstschutzsystems und weiterer Avioniksysteme des deutsch-französischen Hubschraubers "Tiger" und des europäischen Fünf-Nationen-Programms NH90 beteiligt. Die EADS ist mit einem Umsatz von 24,2 Mrd. Euro und 100.000 Mitarbeitern das grösste Verteidigungstechnik- sowie Luft- und Raumfahrtunternehmen Europas und das zweitgrösste weltweit. Friedrichshafen, den 26. November 2001
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