Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Erster Nachteinsatz des Hubschrauber-Hindernis-Warnsystems Hellas

Hellas zum Anfassen auf der AERO 2001

Friedrichshafen, 23 April 2001

Mit dem Hinderniswarngerät Hellas (unter dem Cockpit) startet ein Hubschrauber (EC 135) zum Erprobungsflug unter erschwerten Bedingungen

Mit dem Hinderniswarngerät Hellas (unter dem Cockpit) startet ein Hubschrauber (EC 135) zum Erprobungsflug unter erschwerten Bedingungen

© EADS

Seine erste Bewährungsprobe bei Nachtflügen hat das neue Hub-schrauber-Hinderniswarnsystem "Hellas" der zur EADS European Aeronautic Defence and Space Company gehörenden Dornier GmbH in einer Testkampagne erfolgreich bestanden. Die Erprobung von Hellas (Helicopter Laser Radar) unter erschwerten Bedingungen führte der EADS-Bereich Bordsysteme in Zusammenarbeit mit Eurocopter Deutschland und der Wehr-technischen Dienststelle (WTD 61) in Manching durch. Diese Qualifikationstests werden benötigt, um die neuen EC 135-Hubschrauber für die BGS-Grenzschutzfliegertruppe mit Hellas auszurüsten. Im Januar 1999 erhielt die Dornier GmbH, eine Konzerngesellschaft der EADS, den Auftrag 25 Hellas-Systeme für die neuen BGS-Hubschrauber zu liefern. Dies teilte die Dornier GmbH am Montag in Friedrichshafen mit.

Johann Heitzmann, Mitglied im Vorstand der Dornier GmbH und Leiter des Bereiches Bordsysteme: "Die erfolgreichen Flugtests qualifizieren Hellas jetzt für eine Luftfahrtgeräte-Zulassung. Außerdem kann nun die Serienauslieferung der 25 Systeme für den Bundesgrenzschutz in Angriff genommen werden." Mit Hellas leiste der Bereich Bordsysteme einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Hubschrauberbesatzungen bei ihren oft gefahrvollen Einsätzen. Hellas sei zur Zeit das einzige verfügbare Helicopter Laser Radar, welches auf dem Weltmarkt angeboten werde, so Heitzmann.

Tragbares Kartengerät DKG 3 für Piloten zur Navigation und Flugplanung

Tragbares Kartengerät DKG 3 für Piloten zur Navigation und Flugplanung

© EADS

Die Erprobungsflüge in Manching fanden bei unterschiedlichen Wetterbedingungen statt. Im Tiefflug bei Sichtflugbedingungen VFR (Visible Flight Regulation) wurde Hellas in Tag- und Nachteinsätzen an verschiedenen Hindernissen getestet. Außer der Erprobung des Laser-Radars am Hubschrauber hatte das Gerät auch verschiedene, vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) vorgegebene, Umwelt- und Qualifikationstests zu bestehen. Diese sind unter anderem für eine Zulassung durch das Amt als Luftfahrtgerät erforderlich.

Statt mit den sonst üblichen Radarstrahlen tastet das Helicopter Laser Radar seine Umgebung mit einem für das menschliche Auge ungefährlichen Laserstrahl ab. Hellas ist ein aktives Warnsystem, das auf einer Glasfaser-Laser-Technik im nahen (1,5 µm) Infrarot-Spektralbereich beruht. Diese Technik erzeugt mit hoher Leistung Lichtimpulse. Mit einer eigens entwickelten Scanvorrichtung wird der Bereich vor dem Hubschrauber mit dem Laser nach Hindernissen abgetastet. Das System detektiert selbst dünne Drähte von fünf Millimeter Durchmesser auf große Entfernungen mit hoher Präzision. Die Information über Hindernisse im Flugweg erhält der Pilot durch optische und akustische Signale. Zukünftig werden die Hubschrauberpiloten die Möglichkeit haben, Hindernisse auf dem im Cockpit eingebauten Bildschirmgerät zu ersehen. Dafür sind die Geräte bereits mit je einer Schnittstelle ausgerüstet. Bei diesen, ebenfalls von Dornier entwickelten, digitalen Kartengeräten wird die Hindernisinformation auf einer farbigen Geländekarte angezeigt.

Auf der diesjährigen Luftfahrtmesse AERO in Friedrichshafen (26. bis 28. April 2001) stellt die Dornier GmbH (Halle 10 Stand 1043) zum ersten Mal das vom Bereich Bordsysteme entwickelte Hellas, sowie das Kartengerät DKG3 vor. Außerdem wird im Rahmen der AERO das Hubschrauber-Fachsymposium "Rotor & Rescue" stattfinden (27. April, Kongresszentrum Graf-Zeppelin-Haus). Während dieser Veranstaltung mit Vorträgen (auch zu Hellas), Flugvorführungen und Wasserrettungsübung wird in der begleitenden Sonderausstellung das Funktionsprinzip - Entfernungsmessung mit Laser - vorgestellt und demonstriert.

Die Dornier GmbH ist eine Konzerngesellschaft der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS). Mit einem Jahresumsatz von EUR 24,2 Mrd. (2000) ist die EADS das drittgrößte Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungstechnikunternehmen der Welt.

Ihr Ansprechpartner:

Business Unit Defence Electronics
Michael Hartwig, Tel. ++49 (0) 7545-8-9124, Fax -8-5888
E-Mail: hartwig.michael@dornier.dasa.de

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