Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

NATO-Experten diskutieren MTBMD-Technologien am EADS-Standort Ulm

Ulm, 05 April 2001

Komplexe Technologien der schiffsgestützten Erweiterten Luftverteidigung erörterten rund 100 hochrangige Vertreter aus sechs NATO-Staaten beim fünften Maritime Theater Ballistic Missile Defence (MTBMD) Forum, das auf Einladung des Bundesverteidigungsministeriums am Standort Ulm der EADS European Aeronautic Defence and Space Company zum zweiten Mal in Deutschland tagte.

Das Forum kommt seit 1999 halbjährlich zusammen mit dem Ziel, kooperative Ansätze bei der Forschung, Entwicklung und Beschaffung von Systemen zur schiffsgestützten Abwehr taktisch-ballistischer Flugkörper zu erarbeiten. Beteiligt sind Vertreter von Regierungen, Streitkräften und Industrie der USA, Deutschlands, Italiens und Hollands sowie Beobachter aus Australien, Kanada und Spanien.

Die Veranstaltung in Ulm stand unter dem Leitthema Battlefield Management, Command, Control, Communications, Computers and Intelligence (BMC4I). Der Begriff BMC4I beschreibt einen alle Systeme umfassenden Aufklärungsverbund, der eine bedarfs- und zeitgerechte Verwendung aller führungsrelevanten Informationen in der Wirkungskette "Sensor - Führung - Waffensystem" für die lage- und auftragsgerechte Aufgabenerfüllung der Erweiterten Luftverteidigung sicherstellt. Im gesamten Konzern verfügt die EADS über alle auf diesem Gebiet maßgeblichen Technologien vom Satelliten über Kampfflugzeuge und Lenkflugkörper bis hin zu Sensoren und Führungssystemen.

So ist das EADS-Werk Ulm das deutsche Kompetenzzentrum für Radartechnologie, wie die Beteiligung am Eurofighter-Radar "Captor" oder am Multifunktionsradar APAR der F124-Fregatten zeigt. Auf dem Gebiet der Führungssysteme arbeitet die EADS mit Hochdruck an Zukunftslösungen für alle Teilstreitkräfte, so etwa mit dem erst kürzlich erfolgreich getesteten Flugabwehr-Führungssystem SAMOC oder dem Aufbau eines Missionsplanungssystems für das künftige Air Command and Control System (ACCS) der NATO. Der Programmbereich Marinesysteme der EADS-Business Unit Defence Electronics stellte bei der Veranstaltung in Ulm moderne Combat Management Systeme zukünftiger Fregatten vor. Denn die EADS-Marinesysteme sind maßgeblich an der Entwicklung des Combat Management Systems der künftigen F124/LCF-Luftverteidigungsfregatten der deutschen und niederländischen Marine beteiligt und arbeiten zusammen mit internationalen Partnern an weiteren Luftverteidigungsprojekten der NATO.

Die EADS ist im Juli 2000 aus dem Zusammenschluß der drei Unternehmen DaimlerChrysler Aerospace (Dasa, München), Aerospatiale Matra (Paris) und Construcciones Aeronauticas (CASA, Madrid) hervorgegangen. Mit einem Umsatz von 24,2 Mrd. Euro (2000) ist die EADS das drittgrößte Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungstechnikunternehmen der Welt.

Ihr Ansprechpartner:

EADS Defence Electronics
Lothar Belz
Tel.: (0731) 392-3681
E-mail: lothar.belz@vs.dasa.de

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