EADS: Dornier entwickelt Software für künftiges Luftwaffen-Planungssystem der NATOFriedrichshafen, 28 Februar 2001 Die EADS European Aeronautic Defence and Space Company entwickelt im Auftrag der NATO hochkomplexe Softwaresysteme zur Planung von Luftwaffeneinsätzen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ist die Dornier GmbH, eine Konzerngesellschaft der EADS, mit der Lieferung von IT-Systemen für das künftige NATO-Luftwaffenführungssystem ACCS (Air Command and Control System) beauftragt worden. Der Auftrag hat einen Umfang von 35 Millionen DM und sichert in der EADS-Business Unit Defence Electronics (Standorte: Friedrichshafen, Ulm, München-Unterschleißheim) für knapp drei Jahre hochqualifizierte Arbeitsplätze. Die Entwicklung erfolgt auf der Basis des Dornier Missionsplanungssystems DIPLAS, das bei der deutschen Luftwaffe in allen Geschwadern im Einsatz ist. Das System soll nach den Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit so erweitert werden, daß es die Planung und Führung von großangelegten multinationalen Luftwaffeneinsätzen in enger Abstimmung mit den anderen Teilstreitkräften Heer und Marine ermöglicht. So müssen Flugrouten unter Beachtung von Sperrgebieten oder Mindestflughöhen festgelegt, die zeitliche Abfolge von Starts und Landungen koordiniert sowie die Abgrenzung zum zivilen Flugverkehr sichergestellt werden. Dazu wie für die Vorausplanung von verfügbaren Flugzeugen, Reparaturzeiten oder Treibstoffmengen ist die Unterstützung durch neueste Softwaretechnologien notwendig, die die EADS-Spezialisten in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Unternehmen Raytheon und der französischen Firma Thales bereitstellen. "Eine solch komplexe Aufgabe kann nur eine Firma übernehmen, die wie die EADS bereits über umfassende Erfahrung in der Entwicklung von Führungssystemen für alle Teilstreitkräfte verfügt", erklärt der Leiter der EADS-Business Unit Defence Electronics und Dornier Vorstandsvorsitzende Dr. Stefan Zoller. So habe die EADS Kernsysteme des kürzlich in Dienst gestellten Luftraumüberwachungs-zentrums Schönewalde bei Berlin geliefert und seine Kompetenz mit dem Luftverteidigungs-Führungssystem SAMOC sowie dem Heeresflugabwehr-Führungssystem HflaAFüSys unter Beweis gestellt. Zugleich verfüge die EADS mit Aufklärungssystemen, Sensor- und Kommunikationstechnologien über Schlüsselkomponenten eines umfassenden Aufklärungs- und Führungsverbundes. "Die neuen Aufgaben der Streitkräfte", so Zoller, "erfordern eine effizientere Koordination aller verfügbaren Mittel, wofür die EADS mit ihren weitgespannten technologischen Fähigkeiten hervorragende Lösungen zu bieten hat". Oberstes Ziel ist nicht nur eine möglichst effiziente Führung eines einzelnen Waffensystems, sondern der möglichst effiziente Einsatz aller Mittel auf der Basis einer kompletten Vernetzung und Informationsüberlegenheit. Diese "Androhung" soll den Einsatz der Waffensysteme nach Möglichkeit verhindern oder zumindest begrenzen. Die EADS ist im Juli 2000 aus dem Zusammenschluß der drei Unternehmen DaimlerChrysler Aerospace (Dasa, München), Aerospatiale Matra (Paris) und Construcciones Aeronauticas (CASA, Madrid) hervorgegangen und ist mit einem Umsatz von EUR 24,2 Mrd. (2000) das drittgrößte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt. Ihr Ansprechpartner:
EADS European Aeronautic Defence and Space Company |
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