Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS liefert für AWACS-Radarflugzeuge moderne Identifizierungssysteme

Friedrichshafen/Unterschleißheim, 15  Februar  2001

© EADS

Die Flotte der NATO-AWACS-Aufklärungsflugzeuge, mit ihren markanten diskusförmigen Radarantennen über dem Rumpf, und die gleich großen NATO-Trainer-Cargo Flugzeuge werden mit modernen Identifizierungs- und Kollisionswarn-systemen der EADS European Aeronautic Defence and Space Company sicherer gemacht. Die Dornier Flugzeugwerft GmbH in Manching, als Generalunternehmer von der NATO-Agentur NAPMA ausgewählt, hat an die EADS Business Unit Defence Electronics den Liefervertrag für zunächst vier Identifizierungs- und Kollisionswarn-systeme erteilt. Die neuen Anlagen fertigen die EADS in Unterschleißheim bei München und die Rockwell-Collins Deutschland in Heusenstamm. Dies teilte die Dornier GmbH am Donnerstag in Friedrichshafen mit.

Die beauftragten Systeme bestehen aus dem IFF-Transponder neuer Generation der EADS zur Freund-Feind-Abfrage (STR2000) und dem ACAS-Computer von Rockwell-Collins für die Kollisionswarnung (TTR921). Johann Heitzmann, Mitglied im Vorstand der Dornier GmbH und Leiter des Bereiches Bordsysteme: "Einbau und Tests werden im Sommer beginnen und bis Ende 2001 abgeschlossen sein. Eine Option des Auftrages beinhaltet die Lieferung weiterer 19 Systeme beginnend in diesem Jahr."

Im zivilen Luftraum werden sogenannte ACAS-Verfahren (ACAS = Airborne Collision Avoidance System) ange-wendet, um kritische Situationen und Kollisionen zwischen Flugzeugen zu verhindern. Nähern sich Flugzeuge gegenseitig an, tauschen sie über den IFF-Transponder ihre Daten aus. Der ACAS-Computer wertet die übermittelten Flugdaten aus und warnt bei kritischen Begegnungs-situationen die Piloten frühzeitig durch optische und akustische Signale. Dies ist durch die immer engere Vermischung von zivilen und militärisch kontrollierten Lufträumen in den letzten Jahren besonders wichtig geworden. Mit dem Einbau dieses Systems erfüllt die NATO die Forderung ACAS-Systeme spätestens ab 2003 in ihren Flugzeugen zu führen.

Der IFF-Transponder ist eine gemeinsame Entwicklung der EADS in Unterschleißheim und der Thales Frankreich und wird auch an die Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Frankreich geliefert. Die Transponder sind außerdem für einen künftigen Ausbau auf Mode 5 vorbereitet. Diese neue militärische Betriebsart erlaubt eine verschlüsselte Abfrage der Militärmaschinen mit erheblich gesteigertem Informationsgehalt sowie verbesserter Stör- und Abhörsicherheit.

Die Dornier GmbH ist eine Konzerngesellschaft der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS). Die EADS ist aus der Fusion der DaimlerChrysler Aerospace AG, der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen Construcciones Aeronáuticas (Casa) zu einem der drei führenden Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt entstanden.

Ihr Ansprechpartner:

Business Unit Defence Electronics
Michael Hartwig, Tel. 07545-8-9124, Fax -8-5888
E-Mail: hartwig.michael@dornier.dasa.de

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