Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Luftwaffen-Inspekteur überzeugt sich vom technischen Reifegrad des Eurofighters

Manching, 06  September  2001

Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Gerhard Back, ist heute im Flugerprobungszentrum des EADS-Bereichs Militärflugzeuge in Manching bei Ingolstadt eingetroffen, um sich persönlich vom Leistungsvermögen des Kampfflugzeugs Eurofighter zu überzeugen. Nach einer Einweisung in das Flugzeug und seine Systeme wird Back in Begleitung eines EADS-Testpiloten den am spanischen EADS-Schwesterstandort Getafe stationierten zweisitzigen Prototyp DA 6 fliegen. Da der Luftwaffenchef über große Erfahrung auf unterschiedlichsten Strahlflugzeug-Mustern verfügt, wird er den rund einstündigen Flug zu einer gründlichen Bewertung des modernsten Kampfflugzeugs nutzen, das ab 2003 in seine Teilstreitkraft eingeführt wird.

Der Eurofighter ist ein zweistrahliges Hochleistungs-Kampfflugzeug der neuesten Generation, das von den vier Partnerländern Deutschland, Großbritannien, Italien und Spanien arbeitsteilig entwickelt und produziert wird. An dem Programm unter Leitung der NATO-Managementorganisation NETMA sind die Luft- und Raumfahrtunternehmen EADS in Deutschland und Spanien, Alenia Aeronautica in Italien und BAE Systems in Großbritannien im Eurofighter-Konsortium verbunden. Im Januar 1998 wurde ein Rahmenvertrag für die Fertigung von 620 Flugzeugen nebst einer Option für 90 weitere zur Ausstattung der Luftstreitkräfte dieser europäischen Partnerländer geschlossen. Für die deutsche Luftwaffe sind 180 Eurofighter vorgesehen, die ab 2002 für die Ausbildung zunächst der Fluglehrer des ersten umrüstenden Einsatzverbandes, des Jagdgeschwaders 73 "Steinhoff" in Laage bei Rostock, zu Verfügung stehen. Das erste deutsche Serienflugzeug befindet sich in weit fortgeschrittenem Fertigungszustand in der Endmontagehalle des EADS-Werks Manching.

Sieben Eurofighter-Entwicklungsflugzeuge, davon je zwei in Deutschland, Großbritannien und Italien, befinden sich in der Flugerprobung und haben derzeit rund 1.750 Flüge mit weit über 1.400 Flugstunden erfolgreich absolviert. An den Tests nahmen nicht nur Flugzeugführer der beteiligten Industrie-Unternehmen, sondern auch zahlreiche Militärpiloten teil, die sich so frühzeitig über den Programmstand informieren konnten und deren operationelle Erfahrungen in die Schaffung des fortschrittlichsten Kampfflugzeugs der neuesten Generation mit einflossen. Seit dem 6. September zählt nun auch Generalleutnant Back zu diesem Kreis.

Ihr Ansprechpartner:
Militärflugzeuge
Wolfram Wolff
Telefon: +49-89-607 25711
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