Stand: 15  Dezember  2006 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

EADS: Erstes Hinderniswarnsystem für Hubschrauber an Bundesgrenzschutz übergeben

Friedrichshafen, 07  November  2000

Die neuen Hubschrauber des BGS werden mit dem Hinderniswarngerät Hellas (unter dem Cockpit) ausgerüstet.

Die neuen Hubschrauber des BGS werden mit dem Hinderniswarngerät Hellas (unter dem Cockpit) ausgerüstet.

© Dornier GmbH

Mehr Sicherheit für die Hubschrauberpiloten des Bundesgrenzschutzes BGS bringt das Hubschrauber-Hinderniswarnsystem "Hellas" der EADS European Aeronautic Defence and Space Company mit denen die neuen Eurocopter Hubschrauber EC 135 und EC 155 für den BGS ausgerüstet (Hellas: Helicopter Laser Radar) werden. Im Rahmen einer Übergabe der ersten drei Maschinen EC 135 in Donauwörth an die BGS-Grenzschutzfliegertruppe wurde auch das Hellas-System zum ersten Mal an einer EC 135 im Flug getestet. Im Januar 1999 erhielt die Dornier GmbH, eine Konzerngesellschaft der EADS, den Auftrag, 25 Hellas-Systeme für die neuen Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes zu liefern. Dies teilte die Dornier GmbH am Dienstag in Friedrichshafen mit.

Dr. Stefan Zoller, Vorstandsvorsitzender der Dornier GmbH und Leiter der EADS Business Unit Defence Electronics and Telecommunications: "Wir freuen uns, dass die neuen Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes mit dem zur Zeit modernsten Hinderniswarnsystem ausgerüstet werden. Mit Hellas leistet unser Bereich Bordsysteme einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Hubschrauberbesatzungen bei ihren oft gefährlichen Einsatz- und Hilfsflügen."
Ein weiterer Schritt für die internationale Einführung des neuen Hinderniswarnsystems sei der zur Zeit laufende Feldversuch bei der kanadischen Defence Research Establishment Valcartier in Quebec. Dort würden Hellas-Testflüge für die kanadischen Streitkräfte mit Hub-schraubern vom Typ Bell 206 absolviert, so Dr. Zoller. Die EADS-Business Unit Defence Electronics and Telecommunications umfaßt insgesamt rund 5000 Mitarbeiter an den Standorten Friedrichshafen, Ulm und München-Unterschleißheim.

Bei der zunehmenden Zahl von Hubschraubern und Einsatzflügen werden aktive Warnsysteme immer notwendiger. Deshalb arbeitet Dornier seit einigen Jahren an der Entwicklung von Hinderniswarnsystemen auf der Basis eines augensicheren Laser-Radars. Das Hellas-Warnsystem wurde an verschiedenen Hubschraubertypen (CH53, UH1D, Bk 117, EC 145) erfolgreich unter vielfältigen Anflugbedingungen und Sichtverhältnissen erprobt und zur Serienreife gebracht. Die Information über Hindernisse im Flugweg erhält der Pilot durch optische und akustische Signale. Der Copilot hat zudem die Möglichkeit, genauere Informationen aus dem im Cockpit eingebauten Bildschirmgerät zu ersehen. Bei diesen, ebenfalls von Dornier entwickelten, digitalen Kartengeräten wird die Hindernisinformation auf einer farbigen Geländekarte angezeigt.

Die EADS ist aus der Fusion der DaimlerChrysler Aerospace AG, der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen Construcciones Aeronáuticas entstanden und ist eines der drei führenden Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt.

Ihr Ansprechpartner:
Business Unit Defence Electronics and Telecommunications
Michael Hartwig, Tel:+49(0)7545 8-9124, Fax:-8-5888

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