EADS erzielt Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern von EUR 553 Mio. im ersten HalbjahrAmsterdam, 25 Oktober 2000
EADS European Aeronautic Defence and Space Company (Börsenkürzel: EAD) ist im Juli 2000 auf der Basis eines soliden ersten Halbjahres gestartet. Das Unternehmen hat im Zeitraum bis 30. Juni 2000 ein Proforma-Ergebnis vor Zinsaufwand und Steuern (EBIT, vor Goodwill und Einmaleffekten) von EUR 553 Mio. erzielt, wie aus dem am Mittwoch in Amsterdam vorgelegten ersten Halbjahresbericht hervorgeht. Der Umsatz der EADS im selben Zeitraum betrug EUR 10,6 Mrd. Das aus der Fusion von DaimlerChrysler Aerospace, Aerospatiale Matra und CASA hervorgegangene Unternehmen ist damit auf bestem Weg, die zum Zeitpunkt des Börsenganges am 10. Juli 2000 gesetzten Ziele zu erreichen. Co-CEO Philippe Camus sagte: "Unsere wirtschaftliche Basis hat sich im Verlauf der ersten sechs Monate des Jahres weiter verbessert. Damit bestätigt sich unsere Vision, daß EADS im Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsgeschäft eine starke Führungsrolle übernehmen wird. Insbesondere die im ersten Halbjahr 2000 bei Airbus erzielten Umsätze und Gewinne bilden die gesunde Basis für eine weitere Steigerung, die aus der Umwandlung von Airbus in eine integrierte Gesellschaft resultieren wird." "Unsere Aeronautics Division wird ebenfalls zur Steigerung von Ertrag und Profitablilität im Jahr 2000 beitragen", fuhr Camus fort. "In den Bereichen Defence and Civil Systems, Military Transport Aircraft und Space unternehmen wir mit bedeutenden Aufträgen für Satelliten und Flugkörper, die wir gegen eine starke Konkurrenz erhalten konnten, positive Schritte in Richtung Wachstum und Wirtschaftlichkeit." Co-CEO Rainer Hertrich sieht hervorragende Perspektiven für die EADS: "Dank eines mit EUR 24 Mrd. sehr hohen Volumens an Neuaufträgen in der ersten Hälfte des Jahres haben wir bereits annähernd 100% unseres ursprünglichen Ziels für das gesamte Jahr erreicht. Am wichtigsten ist aber, daß alle EADS Divisions Auftragseingänge in einem Wert verzeichnen konnten, die größer sind als die Umsätze. Dieses Auftragsvolumen trägt dazu bei, einen ohnehin bereits außergewöhnlich guten Bestand an Aufträgen, der Ende Juni 2000 bei EUR 119 Mrd. lag, noch zu verbessern. Unser Auftragsbestand entspricht einer mehr als vierjährigen Geschäftstätigkeit. Dies ist der Beweis für die Konkurrenzfähigkeit unserer Produkte und bestätigt unsere Wachstumsstrategie für die nächsten Jahre." "Da unsere Märkte deutliche Wachstumschancen zeigen und unser Auftragsbestand eine wesentliche Steigerung der Umsätze und Ergebnisse ab 2002 zur Folge haben wird, können wir unser Ziel von 8% EBIT Marge im Jahr 2004 bestätigen", so Hertrich weiter. "Darüber hinaus wird der starke Dollar für ein günstiges Umfeld sorgen, um nach 2003 diese Profitabilitätsziele sogar zu übertreffen." Axel Arendt, CFO der EADS, fügte hinzu: "Mit EUR 553 Mio. im ersten Halbjahr entspricht das EBIT unseren Erwartungen für dieses Jahr, wobei in der Regel die höheren Umsätze und Ergebnisse in der zweiten Jahreshälfte erzielt werden. Wir erwarten zum Jahresende außerdem eine Verbesserung der Liquidität, wie dies in der Vergangenheit bei den nunmehr in der EADS zusammengeschlossenen Unternehmen der Fall war - dies wird unsere solide finanzielle Position weiter stärken." Airbus mit größtem Beitrag zu Umsatz und ErgebnisDie Airbus Division der EADS hat im ersten Halbjahr 2000 ihren Erfolg weiter fortgesetzt und einen Umsatz von EUR 6,8 Mrd. bei einem EBIT von EUR 516 Mio. erzielt. Mit 234 bestellten und 145 ausgelieferten Flugzeugen im ersten Halbjahr hat sich der Flugzeugmarkt stärker als erwartet entwickelt. Nach der Farnborough Airshow Ende Juli 2000, bei der Großaufträge und Optionen mit wichtigen Kunden abgeschlossen wurden, hat sich die Auftragssituation noch weiter verbessert. In den ersten neun Monaten dieses Jahres verzeichnete Airbus insgesamt 304 Festbestellungen und 218 Flugzeuge wurden ausgeliefert. Das A3XX-Programm hat wichtige Meilensteine erreicht und stößt bei den großen Fluggesellschaften auf starkes Interesse. Dies bestätigt die Markterwartung von Airbus. Die Military Transport Aircraft Division verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatz in Höhe von EUR 74 Mio. und ein EBIT von EUR -35 Mio., da sich die geplanten Programme, wie z.B. A400M, noch nicht positiv auf die Ergebnisse auswirken. Der Auftragseingang der Aeronautics Division erreichte ein hohes Niveau, insbesondere bei Eurocopter. Vier europäische Staaten haben bereits den Hubschrauber NH90 bestellt. Die Serienproduktion des Eurofighter soll gegen Ende des Jahres aufgenommen werden. Die Auslieferung des ersten Flugzeugs ist für Ende 2001 geplant. Der Umsatz der Aeronautics Division erreichte in den ersten sechs Monaten EUR 1,95 Mrd. bei einem EBIT von EUR 53 Mio. Der Umsatz der Space Division belief sich auf EUR 1,08 Mrd. bei einem EBIT von EUR 29 Mio. Größere Aufträge wurden erteilt für drei Inmarsat IV, zwei Intelsat 10 und einen Hot Bird 7 Satelliten sowie für die Produktion von 20 Ariane Trägerraketen, womit sich die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte einmal mehr bestätigt. Die Division Defence and Civil Systems verzeichnete in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von EUR 1,07 Mrd. und ein EBIT von EUR -62 Mio. Bedeutende Verträge im Exportgeschäft mit Verteidigungstechnik, wie die Vereinbarung mit Griechenland zu Beginn der zweiten Jahreshälfte zur Lieferung von Scalp, Mica und Exocet Flugkörpern, sowie ein solider Auftragsbestand bilden die Basis für erneutes Wachstum in diesem Geschäftsbereich ab 2002. Co-CEOs: "Wir werden unsere Wertschöpfungsziele erreichen"In einem gemeinsamen Statement erklärten die Co-CEOs: "Seit der Gründung des Unternehmens vor drei Monaten haben unsere Post-Merger Integration Teams eine enorme Leistung vollbracht. Der Integrationsprozeß nach dem Zusammenschluß ist in vollem Gange und wir konnten bereits mehr als 400 Merger-Integrations-Projekte identifizieren, die die Basis für Wertschöpfung bilden werden. Diese Projekte zeigen deutlich, daß wir unsere Zielsetzung von jährlich EUR 580 Mio. an zusätzlicher Wertschöpfung, die entsprechend unserer Ankündigung erstmals im Jahr 2004 voll zum Tragen kommen soll und die Effekte aus Airbus Integrated Company beinhaltet, erreichen werden." Zahlen des ersten Halbjahres auf Proforma-Basis
Da die EADS ihre Geschäftstätigkeit als fusioniertes Unternehmen erst zu Beginn des zweiten Halbjahres aufgenommen hat, wurden die Zahlen für die ersten sechs Monate auf Proforma-Basis errechnet. Gleichzeitig stehen daher für das Jahr 1999 keine Halbjahreszahlen zur Verfügung. Für das gesamte Jahr 1999 hatte die EADS einen Proforma-Umsatz von EUR 22,6 Mrd. und ein EBIT (vor Goodwill und Einmaleffekten) von EUR 1,445 Mrd. erzielt. Wie auch schon 1999 verzeichnete EADS aufgrund einer Änderung seiner internen Bilanzierungsgrundsätze für Wechselkurssicherungsgeschäfte ein negatives Net Income von EUR -359 Mio. im ersten Halbjahr. Dieser Nettoverlust resultiert aus einem Finanzergebnis von EUR -643 Mio., das im wesentlichen auf einer Rückstellung basiert, die gebildet wurde, um die Differenz zwischen dem Wechselkurs von 0,95 $/EUR am 30. Juni 2000 und dem Kurs von 1 $/EUR am 31. Dezember 1999 zu berücksichtigen. Diese Rückstellung wirkt sich weder auf die Liquidität des Unternehmens aus, noch sind hiermit Veränderungen in der Wirtschaftskraft des Unternehmens verbunden. Die Gründung der EADS erfolgte am 10. Juli 2000 durch den Zusammenschluß von Aerospatiale Matra in Frankreich, DaimlerChrysler Aerospace (Dasa) in Deutschland und der spanischen CASA. EADS ist weltweit der drittgrößte Luft- und Raumfahrtkonzern mit einer Belegschaft von rund 87.000 Mitarbeitern. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an EADS Corporate Communications:
Eckhard Zanger, Communications Finance |
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