Der Eurofighter ist in erster Linie als Luftüberlegenheitsjäger konzipiert. Seine Bewaffnung in dieser Konfiguration besteht aus einer 27mm Mauser Bordkanone, integriert in die rechte Flügelwurzel, und einem Mix aus Mittel- und Kurzstrecken-Luft/Luft-Lenkflugkörpern. Vier BVR-Lenkflugkörper (beyond visual range – Mittelstreckenflugkörper, deren Einsatzbereich über den Sichthorizont hinaus reicht) werden in halbversenkter Unterrumpf-Anbringung hintereinander mitgeführt. Momentan sind dies vier AMRAAM oder auch Meteor-Flugkörper. Die Standardausrüstung sieht weiterhin zwei Kurzstrecken-Lenkflugkörper an Unterflügelstationen vor: AIML-9 Sidewinder bzw. Iris-T sind hierfür bereits qualifiziert. Dies sind Lenkflugkörper, die sich auch in der Schweiz bereits im Einsatz befinden, bzw. von der Schweizer Luftwaffe beschafft werden (ausgenommen Meteor).
An den Aussenlaststationen unter den Tragflächen können in der Luftüberlegenheitsrolle noch weitere Luft/Luft-Lenkflugkörper befestigt werden. Ausserdem führt der Eurofighter für diese Art Missionen bis zu drei Zusatztanks mit: Jeweils einen unter dem Rumpf und den beiden Flügeln. Die Reichweite bzw. die Zeitspanne in der Luft zu bleiben, wird dadurch enorm gesteigert, wobei aufgrund des Designs des Flugzeuges und seiner Triebwerke so gut wie keine Einbussen in der Schubkraft entstehen.
Für die Luft/Boden-Rolle (bzw. spezielle Missionsprofile) sind eine Vielzahl weiterer Waffen für die Unterflügelstationen vorgesehen: laser-gesteuerte Bomben (Paveway-Serie), Anti-Radar-Flugkörper (ALARM), Anti-Panzer-Flugkörper (Brimstone), Anti-Schiffs-Flugkörper (Harpoon), sowie Marschflugkörper (Storm Shadow, Taurus) – als Beispiele. Ein Behälter zur Zielerfassung mittels Laserstrahl vervollständigt die mögliche Aussenlastausrüstung.