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Junkers F 13 (1919)Mit der F 13 schufen die Junkers-Werke 1919 die wahrscheinlich bedeutendste Grundlage des modernen Luftverkehrs. Die F 13 war nicht nur das erste echte Verkehrsflugzeug überhaupt, sondern auch das weltweit erste Zivilflugzeug in Ganzmetallbauweise und von Beginn an für einen internationalen und möglichst wirtschaftlichen Flugbetrieb ausgelegt. Der erste Prototyp absolvierte seinen Erstflug am 25. Juni 1919 in Dessau mit Werkspilot Emil Monz am Steuer. Die eigentliche Geburtsstunde der F 13 schlug unmittelbar nach dem Waffenstillstand 1918. Als am 28. November des Jahres der Beschluss zur Einrichtung eines Reichsluftfahrtamtes erging, regte sich bei Junkers sofort die Hoffnung auf einen staatlich subventionierten Luftverkehr. Kurz vor Jahreswechsel entschloss er sich zur Entwicklung eines Flugzeuges, welches Sicherheit, Bequemlichkeit und vor allem Wirtschaftlichkeit in sich vereinen sollte. Noch am 31. Dezember legte Otto Reuter, Junkers Konstruktionsleiter, einen ersten Entwurf vor und am 11. Januar 1919 fiel die Entscheidung zum Bau des Flugzeuges. Es trug zunächst noch die interne Bezeichnung J 13, sollte in bereits bewährter Junkers-Metallbauweise hergestellt werden und basierte auf früheren Konstruktionen Otto Reuters. Für damalige Zeit war ein einmotoriger Tiefdecker an sich schon ein ungewöhnlicher Anblick, aber die F 13 mit ihrer geschlossenen Passagierkabine für vier Fluggäste und ihrer Wellblechhaut war geradezu revolutionär! Mit dem zweiten Prototypen plante man im Mai 1919 bei Junkers einen ganz besonderen Coup: mit auswechselbaren Schwimmern versehen sollte das Flugzeug den Atlantik überqueren und sich ein Preisgeld von 10.000 Pfund Sterling sichern, welches die englische Zeitung „Daily Mail“ bereits 1913 ausgesetzt hatte! Doch zwei britische Flieger – John Alcock und Arthur Whitten Brown - machten diesen Plan im Juni 1919 dank ihrer erfolgreichen Atlantiküberquerung mit einem umgebauten Vickers Vimy Bomber zunichte. Die F 13 als solches profitierte dennoch von diesem Vorhaben, denn das Wechselfahrwerk gehörte von Anfang an zum Standard. Nach erfolgreicher Flugerprobung sorgte der zweite F 13 Prototyp doch noch für Furore, als am 13. September 1919 mit acht Personen an Bord ein Höhenrekord über 6.750 Meter gelang. Der Werbeeffekt war groß und bald erhielt Junkers seinen ersten großen Lieferauftrag aus Polen. Auch in Holland, Schweden und Russland bestand großes Interesse an der F 13, doch verliefen entsprechende Verhandlungen zunächst noch erfolglos. Als sich dann aber das Tor zum US-Markt mit einem Schlag öffnete schien nichts mehr den Erfolg der F 13 aufhalten zu können. Am 1. November 1919 unterzeichnete Junkers mit dem amerikanischen Geschäftsmann John M. Larsen einen gemeinschaftlichen Vertrag zur Vermarktung der F 13 in den USA und Kanada. Den Verkauf wollte Larsen auf eigene Rechnung übernehmen und stellte Junkers einen Großauftrag über 100 Maschinen ab April 1920 in Aussicht. In mehr als einem Dutzend Flügen demonstrierte er Gästen und Journalisten den eindrucksvollen Silbervogel, der nun erst recht zum großen wirtschaftlichen Hoffnungsträger der Junkers-Werke wurde. Die amerikanische Postverwaltung bestellte immerhin Flugzeuge für eine Gesamtsumme von umgerechnet 2,88 Millionen Mark, denn kein damaliges US-Muster konnte leistungsmäßig auch nur annähernd mit der Junkers-Maschine mithalten. Weitere Flugzeuge kamen an die US Navy und das US Army Air Corps zur Auslieferung. Doch im Laufe des Jahres 1921 kam es zu einer Reihe mysteriöser Flugunfälle mit den amerikanischen F 13. Ursache war neben vereinzelter Sabotage vor allem die Zusammensetzung des in den Staaten verwendeten Flugbenzins gewesen, welches die Gummimanschetten der Treibstoffleitungen zerfressen und somit Brände und Explosionen verursacht hatte. In den USA war der gute Ruf der F 13 dadurch nachhaltig zerstört und eine lästige Konkurrenz beseitigt worden. Es blieb es bei nur 23 in die USA gelieferten Maschinen.
Unbehelligt davon erfreute die F 13 sich im Rest der Welt ständig wachsender Nachfrage. 1920 verließen 74 Maschinen die Werkshallen. Das zunächst größte Vermarktungshindernis für die Maschine war ganz einfach das Fehlen zahlender Fluggäste in ausreichender Menge gewesen. Doch verbesserte sich diese Situation Anfang der 1920er Jahre zumindest in Europa schnell. 1921 und 1922 gab es aufgrund radikaler Baubeschränkungen, verhängt von den Siegermächten, massive Einbrüche bei der Fertigung. Doch ein Jahr später war Flugzeugbau in Deutschland endgültig wieder erlaubt und die Serienproduktion der F 13 kam erneut voll in Gang. Von nun an dominierte sie das Zivilflugwesen in Europa und schließlich nahezu weltweit. Technische DatenJunkers F 13 (1919)
Leistung
Gewicht:
Abmessungen:
Besatzung, Passagiere
Junkers F 13fe (1927)
Leistung
Gewicht:
Abmessungen:
Besatzung, Passagiere
Junkers F 13ke (1930)
Leistung
Gewicht:
Abmessungen:
Besatzung, Passagiere
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