Bis Herbst 1917 hatte die deutsche Fliegertruppe ihre Luftüberlegenheit an der Westfront erneut eingebüßt. Zudem zwang der Kriegseintritt der USA zu deutlich gesteigerten Produktionsanstrengungen im Flugzeug- und Motorenbau, die man unter anderem durch eine wesentlich stärkere Standardisierung erreichen wollte. Um diesem Ziel möglichst schnell näher zu kommen, schrieb man einen groß angelegten Wettbewerb zur Entwicklung eines neuen Standardjagdflugzeuges aus. Besonderes Problem für die Hersteller war dabei, dass zunächst kaum neue stärkere Motoren zur Verfügung standen. Leistungssteigerungen konnten daher in erster Linie nur durch konstruktive Maßnahmen, wie etwa Gewichtseinsparungen, erreicht werden.
Fokker nahm an diesem ersten D-Flugzeug Wettbewerb, der in Berlin-Adlershof vom 20 Januar bis 12. Februar 1918 in einem Vergleichsfliegen ausgetragen wurde, mit insgesamt acht Maschinen teil. Darunter befanden sich die beiden Versuchsmuster V 11 und V 18 mit Reihenmotoren als Antrieb, was für Fokker eher untypisch war. Während die schwerere V 18 nicht völlig überzeugen konnte, errang die V 11 bald eine klare Favoritenrolle. Sowohl das Steigvermögen, das als einziges Kriterium während des hektischen Wettbewerbes wirklich näher untersucht worden war, als auch die generellen Flugeigenschaften waren dafür ausschlaggebend gewesen. Die beiden besagten Versuchsmuster bildeten die Grundlage für die spätere Fokker D.VII, die eines der besten Jagdflugzeuge des ersten Weltkrieges werden sollte. Obwohl das Vergleichsfliegen ohne eindeutigen Sieger endete, erhielt Fokker bereits einen umfangreicheren Bauauftrag für die künftige D.VII. Den eigentlichen Prototyp der serienmäßigen Maschine war der Versuchsdoppeldecker V 21, der im Februar 1918 entstanden war.
Hergestellt wurde die D VII in der für Fokker üblichen Gemischtbauweise. Rumpf und Leitwerke des einsitzigen Doppeldeckers bestanden aus geschweißten Stahlrohrgerüsten und waren ebenso wie die aus Holz gefertigten Tragflächen stoffbespannt. Als Antrieb diente vorwiegend der Daimler D IIIa Reihenmotor. Ab April 1918 gelangte, sofern es die beschränkte Verfügbarkeit erlaubte, auch der neue BMW IIIa Höhenmotor zum Einbau. Die so ausgerüsteten Maschinen, etwa ein Drittel der Gesamtproduktion, trugen die Bezeichnung Fokker D VII F. Schließlich waren ab Spätsommer 1918 mit dem verbesserten Daimler D IIIaü und D IIIaüv weitere ähnlich leistungsfähige Motoren in ausreichender Menge für den Serienbau verfügbar.
Die D VII war überaus steigfähig, schnell und zudem robust. Ab April 1918 erstmals an der Front war sie bald der am meisten verwendete deutsche Jäger und blieb bis Kriegsende ein sehr gefürchteter Gegner. Bis zum Waffenstillstand wurden 2.600 Exemplare beauftragt und größtenteils fertig gestellt. Der Serienbau erfolgte sowohl bei Fokker selbst als auch in Lizenz bei den Albatros Werken. Die k.u.k.-Monarchie hatte die D VII bis August 1918 ebenfalls für die Einführung bei ihren Streitkräften sowie für den Serienbau auserkoren, und bereits erste Aufträge an Fokker erteilt. Eine groß angelegte Fertigung kam jedoch weder dort noch in Österreich-Ungarn bis Kriegsende zustande.
Für wie gefährlich man die Fokker D VII tatsächlich erachtete, beweist die Tatsache, dass man deren Verschrottung bzw. Auslieferung explizit im Versailler Vertrag verlangte. In der Folgezeit verwendeten dann weltweit nicht weniger als 20 Staaten die D VII, zum Teil in beachtlichen Stückzahlen. Darunter die Luftstreitkräfte der Niederlande, Polens, der Tschechoslowakei, Ungarns, Litauens und der USA. Einige dieser Maschinen flogen noch bis Anfang der 1930er Jahre, etwa als Trainer, Werbe- oder Filmflugzeuge.