Stand: 05 Mai 2009 Weiterempfehlen DruckenDrucken

DFW C V

Bis zum Erscheinen der C V hatte die Deutsche Flugzeug Werke GmbH (DFW) in Leipzig zu den weniger bedeutenden Flugzeugherstellern gehört. Ihre seit Kriegsbeginn bis Ende 1915 erschienenen Militärflugzeuge hatten sich als nicht sehr brauchbar erwiesen. Das änderte sich jedoch schlagartig, als unter der internen Bezeichnung Typ 29 Anfang 1916 die Arbeiten an einem neuen bewaffneten Aufklärungsflugzeug begannen. Unter der technischen Leitung von Hermann Dorner und zusammen mit Direktor Heinrich Oehlerich zeichnete in erster Linie Dipl.-Ing. Willi Sabersky-Müssigbrodt, der kurz zuvor von den Otto-Werken zu DFW gewechselt hatte, für diesen Entwurf verantwortlich. Wie schon bei dem Vorgängermodell Typ 25 (C IV) achtete man vor allem auf eine möglichst leichte aber stabile Zellenkonstruktion, die in allen Details sorgfältig durchdacht worden war. Als Antrieb diente ein Benz Bz.IV Motor mit 147 kW Leistung. Der Erstflug der Typ 29 dürfte etwa im Mai 1916 stattgefunden haben. Die anschließende Typenprüfung der nun offiziell als DFW C V bezeichneten Maschine im Juni/Juli 1916 durch die Streitkräfte verlief jedoch nicht zufrieden stellend und es ist leider nicht mehr bekannt, was im einzelnen zu beanstanden gewesen war. Offensichtlich ließen sich diese Probleme aber schnell in den Griff bekommen, denn nur einen Monat später erfolgte eine erste Bestellung über 60 Flugzeuge.

Ende September gelangten die ersten Maschinen an die Front und bewährten sich auf Anhieb sehr gut, so dass schon im Oktober der Bau von 1.000 weiteren Flugzeugen in Auftrag gegeben wurde. Bis Kriegsende kamen noch fast weitere 3.000 Maschinen hinzu. Da DFW alleine zu einer derart umfangreichen Massenfertigung nicht in der Lage war, ergingen Lizenzaufträge an die Bayerischen Flugzeugwerke (300 Maschinen), an die Luft-Verkehrs-Gesellschaft (250 Maschinen), an Aviatik (150 Maschinen) und an Halberstadt (75 Maschinen). Die jeweiligen Lizenzbauten absolvierten ihre erfolgreichen Typprüfungen im Februar 1917.

Die DFW C V war von Beginn an bei ihren Besatzungen nicht nur wegen ihres ausgezeichneten Flug-, Steig- und Landeverhaltens beliebt, sondern auch dank ihres geräumigen Beobachterplatzes. Dieser bot mehr als ausreichend Raum sowohl für den Funktelegraphen und die Photoausrüstung, aber auch für Bewaffnung, Munition und unterschiedliche Abwurflasten. Obwohl im Laufe des Jahres 1917 vergleichsweise immer mehr modernere Muster zur Verfügung standen, lief die Massenproduktion der DFW C V bis November 1918 kontinuierlich weiter. Sie war der mit Abstand am meisten eingesetzte und in größten Stückzahlen gebaute deutsche Aufklärer des gesamten Krieges. Die DFW C V Maschinen blieben in großer Zahl bis zum Kriegsende im Einsatz, und zeitweise stellte dieser Typ mehr als 40 Prozent aller im Dienst befindlichen deutschen C-Flugzeuge.

Technische Daten

DFW C V (1916)

Typ: Zweisitziges bewaffnetes Aufklärungsflugzeug
Triebwerk: Ein flüssigkeitsgekühlter Benz Bz IV mit 147 kW Leistung

Leistung:

Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
Reichweite: 350 km
Dienstgipfelhöhe: 5000 m

Masse

Masse: 1477 kg

Abmessungen

Lange: 7,88 m
Höhe: 3,26 m
Spannweite: 13,27 m
Tragflügelfläche: 41,52 m²

Besatzung:

Besatzung: 2 Personen

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