Hallo – ich heiße Jürgen, arbeite seit 2000 bei der EADS Military Aircraft Business Unit und bin dort als Systemingenieur tätig - u.a. in internationalen Projekten, zusammen mit Frankreich und England. Dabei geht es primär um die Standardisierung von Software-Interfaces für künftige fliegende Waffensysteme als auch um die Beschreibung von Hardware-Komponenten, die dann später im Eurofighter-Einsatz die Kosten reduzieren und die Leistungsfähigkeit verbessern sollen.
Mein Arbeitstag ist sehr abwechslungsreich: Neben den alltäglichen Arbeiten ermöglicht mir meine Arbeit Dienstreisen zu internationalen Abstimmungsmeetings von Soft- und Hardwaregruppen, in denen die verschiedenen Aspekte der Standardisierungen genau beschrieben und festgelegt werden sollen. Darüber hinaus sind viele Dokument-Arbeiten nötig, das heißt, es müssen Standardiesierungsblätter geschrieben werden. Zur Zeit haben wir eine sehr interessante Arbeit im Bereich System-Demonstrator, für die wir verschiedene Avionik-Module zusammenpacken und dann den deutschen und internationalen Kunden zeigen werden.
Die Herausforderung liegt erst einmal in der Erprobung neuer Technologien für die Avionik - dann aber auch darin, mit den verschiedenen Kollegen die Arbeit zu koordinieren - was natürlich bei internationalen Projekten eine große Herausforderung ist. Das Beste aber ist, dass man sieht, wie die neuen Standards nicht nur auf irgendeinem Schreibtisch zum Liegen kommen, sondern zukünftig wirklich Verwendung finden: Standards, zu denen die Firmen wirklich stehen.
Ich habe 1995 angefangen, Ingenieursinformatik zu studieren – das war damals in Zwickau. 1997 konnte ich dann schon ein Praktikum bei der damaligen Daimler-Benz-Aerospace machen, in dem Bereich Modulare Avionik. Daran anschließend habe ich eine Studienarbeit und auch mein Diplom in diesem Bereich geschrieben, seitdem bin ich fest in diesem Team. Ich hatte schon sehr früh eine gewisse Affinität zu dem Bereich der Militärflugzeuge und habe dann versucht, eine Fuß in die Tür zu bekommen – am besten in einem großen, renommierten Unternehmen. Da bot sich die EADS sehr schnell an, da sie dies alles bietet und einen guten Ruf hat. So bin ich dann auch ganz schnell bei der EADS gelandet.