Stand: 09 März 2009 Weiterempfehlen DruckenDrucken
 

Agnès, verantwortliche Ingenieurin für das HMI, Airbus France

Agnèsverantwortliche Ingenieurin für das HMI, Airbus France

Agnès
verantwortliche Ingenieurin für das HMI, Airbus France

© EADS

Guten Tag,
ich bin zur Zeit für das HMI (Human-Machine Interface) des ATC-Anwendungssystems im A380 zuständig, das die digitale Kommunikation mit der Flugsicherung ermöglicht.

In diesem Zusammenhang erstelle ich die technischen Spezifikationen für mein System und arbeite an der Definition des HMI.

Das HMI definiert die Anzeigen, die der Pilot auf seinen Bildschirmen sieht. Bei der Definition des HMI setzen wir ein Computer-Mockup zur Darstellung der künftigen Pilotenbildschirme ein.

Ich arbeite mit Spezialisten aus den Bereichen Ergonomie und Bedienung sowie mit Airbus-Testpiloten zusammen.

Im Rahmen meiner Arbeit an der Definition des HMI treffe ich mich mit Airbus-Testpiloten und regelmäßig auch in Präsentationen mit Piloten der Airlines, um mir ihr Feedback geben zu lassen. Dadurch habe ich eine sehr genaue Vorstellung davon, wie mein System seine Aufgaben an Bord erfüllt.

Normalerweise bin ich jeden Tag mindestens zwei Stunden in Besprechungen. Ich bereite die Besprechungen vor und erstelle auch die Protokolle dazu. Dabei geht es häufig um sehr technische Themen, da jedes an Bord eines Flugzeugs eingesetzte System immer auch mit anderen Systemen im Flugzeug zusammenhängt. Technische Besprechungen zwischen den Teams, die an den einzelnen Systemen arbeiten, sind daher sehr wichtig.

Ich habe in Toulouse Informatik studiert und ca. zehn Jahre bei der European Space Agency und verschiedenen Dienstleistungsunternehmen gearbeitet, bei denen ich in unterschiedlichen Bereichen mit diversen Aufgaben betraut war. Nachdem ich schließlich bei drei Unternehmen in vier Städten gearbeitet hatte, wollte ich eine längerfristige Perspektive in einem größeren Unternehmen.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits fünf Jahre Erfahrung in der Luftfahrtindustrie, weshalb ich mich besonders für EADS und Airbus interessierte. Über einen früheren Kollegen konnte ich Kontakt mit einem Airbus-Ingenieur aufnehmen und wurde dann innerhalb von nur zwei Wochen eingestellt.

Was mir heute wirklich Spaß macht, ist Teamwork. Das kannte ich früher nicht. Wie gesagt, zwischen den Teams hier, die an den einzelnen Systemen arbeiten, besteht eine enge Wechselbeziehung. Ich habe auch das Glück, einen kompetenten Vorgesetzten zu haben, der mir viel Vertrauen entgegenbringt und mich sehr selbständig arbeiten lässt.

Bei meiner Arbeit geht es primär um Bildschirmanzeigen, d.h. eine betont visuelle Thematik, was mir sehr gut gefällt. Neben der grafischen und textuellen Gestaltung verfolge ich auch die Realisierung des Systems und übe damit eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit aus.

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